Kampf gegen Terror beginnt bei Armut und Korruption
Der Kampf gegen den Terror müsse damit beginnen, die grassierende Armut und Korruption in Mosambik zu beseitigen. „Wir sind umgeben von Korruption. Die wenigen freien Arbeitsstellen gehen in der Regel an wenige Privilegierte, die eine Verbindung zu den Entscheidungsträgern haben“, sagte Bischof Ferreira Sandramo. „Die jungen Leute spüren die Ungerechtigkeit und begehren dagegen auf.“
„Vergessen Sie uns nicht!“
Die Region um Chipene galt bis zu dem Anschlag als vergleichsweise sicher; zahlreiche Vertriebene aus weiter nördlich gelegenen Regionen hielten sich dort auf. Wie Bischof Ferreira Sandramo berichtete, gelte die getötete Schwester Maria de Coppi vom Orden der Comboni-Missionarinnen den Gläubigen vor Ort als Märtyrerin, weil sie sich ein Leben lang für die Menschen in Mosambik eingesetzt hat.
Der Norden Mosambiks wird seit 2017 von islamistischen Truppen überrannt. Sie gelten als Splittergruppen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Ihr Vorgehen dürfte auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der Küste im Norden Mosambiks sind große Erdöl-Bohrungen in Vorbereitung – eines der größten Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika. In jüngster Zeit gewinnt jedoch auch die religiöse Komponente eine immer stärkere Bedeutung, wie der jüngste Angriff auf die katholische Missionsstation zeigt.
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Der Marsch endete an der Stelle, wo sich im KZ Dachau die Kapelle des sogenannten Priesterblocks Nr. 26 befand. Dort verlasen die Organisatoren die Namen der bisher seliggesprochenen Häftlinge. Insgesamt waren 2.720 Geistlichen zwischen 1933 und 1945 in Dachau interniert. Bei einer Andacht in der Todesangst-Christi-Kapelle sangen die Teilnehmer den Hymnus „Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit“. Dieses Lied hatten die Lagerhäftlinge als Akt des Widerstandes immer wieder angestimmt. Damit wollten sie verdeutlichen, dass Jesus Christus für sie der wahre Herrscher war. Zum Abschluss beteten die Teilnehmer am Aschegrab im Gebiet des Krematoriums frei formulierte Fürbitten nach dem Vorbild der frühen Christen, die an den Märtyrergräbern in den römischen Katakomben um die Fürsprache der Glaubenszeugen baten.
Christus im KZ – Glaubenszeugen in der NS-Zeit, Teil 3: SeligerJosef Kowalski
Christus im KZ – Glaubenszeugen in der NS-Zeit, Teil 2: Pfarrer August Fröhlich
Christus im KZ – Glaubenszeugen in der NS-Zeit, Teil 1: Maria „Imma“ Mack
Christus im KZ – Glaubenszeugen im Nationalsozialismus
Christus im KZ – Glaubenszeugen in der NS-Zeit, Teil 7: Seliger Carl Lampert
Viele Familien hätten Zuflucht in den Kirchen gesucht, da ihre Häuser vom Regenwasser überflutet worden waren; aber auch viele Kirchen seien überschwemmt und durch das Wasser schwer beschädigt worden.
Weitere Hilfen sendet „Kirche in Not“ in die Diözese Karatschi. Dort finanziert das Bistum Lebensmittelpakete und Küchensets mit Grundnahrungsmitteln sowie Koch- und Reinigungsartikel für Familien, deren Häuser zerstört oder unbewohnbar geworden sind.
Papst Franziskus hatte die internationale Gemeinschaft zu einer raschen Reaktion auf die Situation in Pakistan aufgerufen und der Bevölkerung seine Solidarität und seine Gebete zugesichert. Als päpstliche Stiftung folgt „Kirche in Not“ diesem Aufruf.
Helfen Sie den Flutopfern in Pakistan mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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Verwendungszweck: Pakistan
Der bei „Kirche in Not“ für Mosambik zuständige Projektreferent Ulrich Kny betonte, dass er die nun vom Terror betroffenen Diözesen noch Ende 2021 besucht habe. „Damals galt die Region noch als relativ sicher und beherbergte Tausende Binnenflüchtlinge aus dem weiter nördlich gelegenen Cabo Delgado“, erklärte er. „Seitdem hat sich die Situation enorm verschlechtert und wir müssen befürchten, dass sich der Terrorismus im gesamten Norden des Landes ausbreitet.“ Der Mord an der Ordensfrau sei eine neue Eskalationsstufe, die deutlich mache, dass die religiöse Komponente für die Terroristen immer wichtiger werde.
Unterstützen Sie die Friedensarbeit der Kirche in Mosambik mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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Aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise wären viele Schulen im Libanon aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen, den Unterricht nach den Sommerferien wieder aufzunehmen. Bereits im vergangenen Schuljahr habe nach Informationen von „Kirche in Not“ jedes zehnte Kind den Schulbesuch abbrechen müssen, da seine Eltern die finanziellen Mittel nicht mehr hätten aufbringen können oder ausgewandert seien.
Insgesamt besuchen im Libanon nach Angaben des Hilfswerks derzeit 185 000 christliche und muslimische Schüler im Alter zwischen sechs und 18 Jahren rund 250 katholische Schulen.
Der finanzielle Zusammenbruch des Landes habe es vielen Eltern unmöglich gemacht, die Schulgebühren zu zahlen. Auch halböffentliche Schulen befinden sich in großer Not, denn obwohl sie Anspruch auf staatliche Subventionen haben, hat der libanesische Staat in den letzten vier Jahren die Kosten nicht übernommen.
Ein weiteres Problem für viele Schulen sei die Stromversorgung, die bereits seit Jahrzehnten instabil ist. Libanesische Schulen seien bei Ausfällen auf Generatoren angewiesen, was bereits vor der Finanzkrise große Kosten verursacht habe.
Die nun freigegebenen 2,28 Millionen US-Dollar kommen Projekten zugute, die Stipendien für Lehrer auszahlen, Hilfe für Familien mit Schülern gewähren, katholische Religionslehrer an öffentlichen Schulen unterstützen, für die Installation von Sonnenkollektoren an katholischen Schulen sorgen und Schulmaterialien für Schüler an 89 Schulen finanzieren.
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Verwendungszweck: Libanon
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. „Kirche in Not“ bittet um eine formlose Anmeldung per E-Mail an: info@kirche-in-not.de oder telefonisch unter: 089 6424888-0.
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Heute ist Skopje die Hauptstadt der jungen Republik Mazedonien, deren Staatssprache seit 1944 die jüngste slawische Literatursprache, Mazedonisch, ist. Die Familie des späteren „Engels der Sterbenden“ von Kalkutta war aber immer albanisch. Nicht nur auf dem Amselfeld (Kosovo), sondern auch in Mazedonien leben viele Albaner. Sie stellen heute mehr als ein Viertel der Bevölkerung Mazedoniens. Auch die wenigen Katholiken Mazedoniens sind durchwegs Albaner, nur die Katholiken des byzantinischen Ritus bei Strumica sind Mazedonier. Skopje war in türkischer Zeit Sitz eines lateinischen Erzbischofs. Heute residiert dort ein Bischof, da der Titel des Erzbistums auf Belgrad überging. Als Gonxhe Bojaxhiu, so hieß Mutter Teresa als Mädchen, geboren, besuchte die zukünftige Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe in ihrer Heimatstadt serbische Schulen, da die Albaner im Jugoslawien der Zwischenkriegszeit ohne Rechte waren. Ihr Vorname Gonxhe heißt Rosa, der türkische Familienname bedeutet Färber und kommt in ähnlicher Form auch im Bulgarischen und Serbischen vor.
Während ihr Bruder Lazar 1939 im Gefolge der italienischen Besetzung Albaniens nach Italien verschlagen wurde und wegen der Kriegsereignisse dort bis zu seinem Tode 1969 in Palermo blieb, mussten Mutter und Schwester in Albanien bleiben. Age war als Übersetzerin und Radiosprecherin in Tirana tätig. Beide Frauen erlebten die blutige kommunistische Verfolgung der Nachkriegszeit und die Erklärung Albaniens zum ersten atheistischen Land der Welt durch Enver Hoxha 1967. Die Mutter starb am 12. Juli 1972, die Schwester kurz darauf. Alle Versuche Mutter Teresas, über große Politiker wie J. F. Kennedy, de Gaulle, U Thant, lndira Gandhi u. a. eine Möglichkeit zu finden, Mutter und Schwester noch einmal zu sehen, wurden damals von den Behörden in Tirana abgelehnt. Mutter Teresa durfte nicht einmal die albanische Gesandtschaft in Rom betreten, geschweige, dass sie empfangen worden wäre. Augenzeugen berichten, dass Mutter Teresa einmal Tränen in den Augen hatte, als sie vor der diplomatischen Vertretung Albaniens in Rom bereits am Eingang abgewiesen wurde, und zu ihrer Begleiterin sagte: „Es gibt in dieser Welt Mauern, die auch die Liebe nicht übersteigen kann.“
Milatovic schreibt weiter: „Eines Tages brach Aga in unserer Botschaft in Tränen aus, als sie eine Meldung aus ‘Zeri i populit’ (der albanischen Parteizeitung) übersetzte. Sie erklärte, dass sie wegen einer Freundin weine, die als Schwangere zum Tode verurteilt und erschossen wurde. Als man sie in den Gefängnishof zur Hinrichtung führte, legte sie die Hände auf den Bauch und schrie: ‘Tötet mir nicht das Kind, es bewegt sich schon, ich bin im sechsten Monat.’“
Prof. Dr. Rudolf Grulich
„Wir stehen täglich im Kontakt mit Bischöfen, Priester und Ordensleuten in der ganzen Ukraine und wissen deshalb aus erster Hand, was am dringendsten benötigt wird“, sagte Magda Kaczmarek, die in der Zentrale von „Kirche in Not“ (international Aid to the Church in Need, ACN) die Hilfen für das Land organisiert. Sie hatte die Ukraine bereits im April besucht.
Die seit Kriegsbeginn geleisteten Ukraine-Hilfen in Höhe von fünf Millionen Euro flossen in folgende Bereiche: 1,3 Millionen Euro hat „Kirche in Not“ unmittelbar nach Beginn der Invasion Diözesen und Eparchien zur Verfügung gestellt, um das Überleben und die Arbeit von Priestern und Ordensfrauen in Gemeinden, Heimen und Flüchtlingsunterkünften weiterhin zu gewährleisten.
800.000 Euro gingen in Form von Mess-Stipendien an Priester des lateinischen und des byzantinischen Ritus. Bei Mess-Stipendien handelt es sich um eine freiwillige Gabe für die Feier einer heiligen Messe, oft verbunden mit einem bestimmten Anliegen oder einem Gebetsgedenken für Verstorbene. Da die Priester in der Ukraine sehr wenig Einkommen haben, sind die Mess-Stipendien ein wichtiger Zuschuss für die täglichen Kosten und kommen auch pastoralen oder karitativen Initiativen zugute. So sind viele Geistliche seit Kriegsbeginn vermehrt viele Stunden auf schlecht befahrbaren und gefährlichen Straßen unterwegs, um Gemeindemitglieder in abgelegenen Regionen mit Lebensmitteln zu versorgen und geistlich zu betreuen.
Auch wenn sich die Ukraine nach wie vor im Krieg befindet und ein Ende nicht absehbar ist, laufen in einigen Regionen schon die Aufräumarbeiten und Sanierungen an beschädigten Gebäuden an, damit die Kirche weiterhin für die Menschen da sein kann. Dafür hat „Kirche in Not“ bislang 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ein Beispiel ist die Instandsetzung des römisch-katholischen Priesterseminars in Worsel am Stadtrand von Kiew. Es war in den ersten Kriegswochen von russischen Soldaten besetzt und geplündert worden.
Ein besonderer Bedarf herrscht in der Ukraine derzeit an Transportfahrzeugen. Nur so können Lebensmittel und Hilfsgüter im ganzen Land verteilt werden. „Kirche in Not“ hat mit 600.000 Euro die Anschaffung von 29 Fahrzeugen finanziert, mit denen kirchliche Mitarbeiter humanitäre Hilfe ausliefern können. 100.000 Euro flossen in kleinere pastorale Projekte, zum Beispiel kirchliche Medien- und Bildungsarbeit oder kleinere Anschaffungen für die Seelsorge.
Die fünf Millionen Euro an Ukraine-Hilfen hat „Kirche in Not“ durch Spenden von Wohltätern aus 23 Ländern eingenommen, in denen das Hilfswerk mit eigenen Büros vertreten ist. Staatliche Zuschüsse oder Kirchensteuermittel erhält „Kirche in Not“ nicht.
Die Hilfen für die Arbeit der Kirche in der Ukraine gingen unvermindert weiter, teilte Projektreferentin Magda Kaczmarek mit: „Die größte Last für die kirchlichen Einrichtungen in der Ukraine sind aktuell die laufenden Kosten wie zum Beispiel für Strom und Wasser. Viele Klöster und Seminare haben ja hunderte von Flüchtlingen aufgenommen. Wir haben in den vergangenen Monaten geholfen und wir werden es weiterhin tun, denn wir müssen den Menschen in der Ukraine Hoffnung geben.“
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Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine
Schwester Annie ist eine langjährige Projektpartnerin von „Kirche in Not“; sie pendelt zwischen Syrien und dem Libanon, wo sie verschiedene karitative Projekte koordiniert. Ihre Mitschwester Helen Haigh lebt in England, ist aber dem Nahen Osten seit drei Jahrzehnten verbunden und war lange im Libanon tätig. Beide gehören der Kongregation der „Schwestern Jesu und Mariens“ an.
Oft seien es die Frauen, die in der Misere zurückblieben, berichtet Schwester Annie gegenüber „Kirche in Not“. Im Libanon seien viele Männer auf der Suche nach Arbeit ins Ausland gegangen, um ihre Familie ernähren zu können. In Syrien seien sie vor dem Militärdienst geflüchtet, der Jahre dauere und oft unter unmenschlichen Bedingungen ablaufe.
Deshalb versuchten sie und ihre Mitschwestern gerade die Frauen zu stärken, so Schwester Annie: „Unsere Länder sind vollkommen von der Arbeit der Frauen abhängig. Wir müssten sie darauf vorbereiten, Risiken einzugehen und Führungspositionen zu übernehmen.“
Die „Schwestern Jesu und Mariens“ unterstützen deshalb zurückgebliebene Frauen und ermutigen sie zu einer beruflichen Selbständigkeit. Dazu dienen unter anderem die von „Kirche in Not“ maßgeblich unterstützten „Hope Center“, die in den syrischen Städten Homs, Aleppo und Damaskus angesiedelt sind. Bald sollen auch Niederlassungen im Libanon eröffnet werden, hoffen die Schwestern.
In einem „Hope Center“ können sich Frauen wie Männer bei der Existenzgründung beraten lassen und Mikrokredite erhalten, um kleine Läden, Cafés oder andere Betriebe aufzubauen. Die Zentren vermitteln auch Arbeitsstellen und schulen junge Menschen. Damit soll eine weitere Abwanderung verhindert werden. „Diese Zentren der Hoffnung haben 750 Familien geholfen, neue Arbeit zu finden, und tausende Familien erhalten finanzielle Unterstützung“, berichtet Schwester Annie.
Zusätzlich besuchen die Ordensfrauen und freiwillige Helfer in Syrien und im Libanon notleidende Familien oder alte und kranke Menschen. Sie bringen ihnen Lebensmittel oder Medikamente und haben ein offenes Ohr für sie, „denn die geistliche Hilfe ist noch wichtiger als die materielle“, zeigt sich Schwester Annie überzeugt.
Der Libanon und Syrien seien einst wichtige Leuchttürme der christlichen Präsenz im Nahen Osten gewesen, erklärten Schwester Helen und Schwester Annie. „Bitte helfen Sie, dass diese Länder wieder leuchten können. Hilfswerke wie ,Kirche in Not’ tun das, indem sie weiterhin an die christliche Präsenz im Nahen Osten glauben und den Menschen dort helfen.“
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Bislang unbekannte Täter hatten am 2. Juli in der Kirche St. Elisabeth in Gabú im Nordosten des Landes unter anderem ein Kruzifix, eine Statue der heiligen Elisabeth und zwei Marienfiguren zertrümmert. Zudem richteten sie in der Kirche weitere Verwüstungen an. Die Kirche St. Elisabeth war erst im Juli 2021 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet worden; das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hatte die Arbeiten an dem Gotteshaus maßgeblich unterstützt.
Der Vorfall erregt deshalb so große Aufmerksamkeit, weil es sich um den ersten bekannten Fall von Vandalismus auf eine Kirche in der jüngeren Geschichte Guinea-Bissaus handelt. Der Übergriff fällt außerdem in eine Zeit, in der Beobachter eine Zunahme des islamistischen Extremismus im Land feststellen. Bereits der jährlich erscheinende Bericht der US-Regierung zur Religionsfreiheit und die Dokumentation „Religionsfreiheit 2021“ von „Kirche in Not“ hatten vor einem wachsenden Extremismus in Guinea-Bissau und der gesamten Region gewarnt. Christen stellen in dem Land an der Atlantikküste eine Minderheit von rund 13 Prozent; knapp die Hälfte der Einwohner sind Muslime, 40 Prozent bekennen sich zu traditionellen afrikanischen Religionen. In der Region um Gabú, wo sich der Vorfall ereignete, sind 90 Prozent der Bevölkerung muslimischen Glaubens.
Vor einer „beunruhigenden Welle der Gewalt“, die von radikal-islamischen Gruppen in Westafrika ausgeht, hatten die Bischöfe der französischsprachigen Länder dieser Region, darunter auch Guinea-Bissau, schon im Jahr 2019 in einer gemeinsamen Erklärung gewarnt. Sie riefen alle religiösen Verantwortungsträger dazu auf, „zusammenzustehen, um jede Instrumentalisierung von Religion zu verurteilen.“
Auch der Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von „Kirche in Not“ wies darauf hin, dass in Guinea-Bissau „einige dschihadistische Terrorgruppen zunehmend in illgelale Aktivitäten verwickelt sind“. Dies habe sich bisher noch nicht in Gewalttaten gegen die nicht-muslimische Bevölkerung niedergeschlagen. „Es bleibt abzuwarten, ob die wachsende Präsenz radikaler Islamisten dies ändern wird“, so der Bericht.
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In der zweitgrößten Stadt der Ukraine lebten vor Beginn des russischen Angriffskrieges etwa 1,7 Millionen Menschen, heute seien es noch 700.000, teilte der Bischof „Kirche in Not“ mit. Andere Städte wie Slowjansk oder Kramatorsk, die mitten im Kriegsgebiet liegen, seien nahezu menschenleer. Frauen und Kinder suchten Zuflucht bei Verwandten auf dem Land oder zögen weiter ins Landesinnere.
Auch Schulen und Universitäten arbeiteten weiter; man könne an einigen Automaten noch Geld abheben. Polizei und Feuerwehr seien „vollständig funktionstüchtig“: Häufig seien 24 Stunden nach einem Angriff auf ein Haus oder eine Straße bereits alle Trümmerteile beseitigt.
Diese aufopferungsvolle Arbeit und den Zusammenhalt der Bevölkerung sieht der Bischof als „Zeichen der Nähe Gottes“. Auch Priester, Ordensleute und ehrenamtliche Helfer seien unermüdlich tätig: „Unsere Kirche lebt und ist aktiv. Sie steht den Menschen zur Seite, den Alten und den Kindern, genauso wie sie den Soldaten hilft, die unser Heimatland verteidigen.“ In Charkiw nähmen sich Mitarbeiter der Diözese und Ordensleute der Menschen an, die aus den zerstörten Dörfern nach wie vor nach Charkiw kommen, „obwohl die Stadt jeden Tag unter Beschuss steht“.
Angesichts der seit über fünf Monaten andauernden Kämpfe seien viele Menschen abgestumpft gegenüber den ständigen Gefahren, stellt Honcharuk fest: „Bei Beginn des Krieges haben die Menschen bei Luftangriffen die Schutzräume nicht verlassen. Viele blieben sogar dauerhaft dort. Ich bemerke, dass viele Menschen mutiger geworden sind. Die müde Psyche beginnt, das Gefühl der Gefahr zu unterdrücken.“
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Entführungen und Zwangskonversionen von Minderjährigen aus religiösen Minderheiten seien ein ernstes Problem, das viele Familien in Pakistan betreffe. „Stellen Sie sich die Lage der Eltern vor, die ihre Kinder am Morgen in die Schule schicken und sie dann nie wieder sehen, weil sie entführt wurden“, schilderte Erzbischof. „Manchmal werden ihre Leichen gefunden, und die Eltern können sie beerdigen. In anderen Fällen bleibt ihnen nichts anderes übrig, als um ihre verschwundenen Kinder zu weinen.“ Oft ließen christliche Eltern ihre Kinder aus Angst nicht einmal im Garten spielen.
Jährlich gebe es in Pakistan „mehrere hundert“ Fälle von Entführungen, sexuellen Übergriffen, Zwangskonversionen und -verheiratungen, sagte Shaw. Die Gewalt gegen Minderjährige sei nicht nur eine religiöse Angelegenheit, sondern „eine Frage der Menschenrechte.“ Er rief dazu auf, über diese Fälle zu berichten, denn sie würden von der Öffentlichkeit viel zu oft ignoriert.
Seine Erzdiözese Lahore habe mehrere interreligiöse Gruppen ins Leben gerufen, um moderate Muslime auf die Problematik aufmerksam zu machen und gemeinsam an der Prävention zu arbeiten, sagte Shaw: „Für uns ist es wichtig, diese sozialen Probleme gemeinsam zu lösen. Es gibt Missverständnisse, die durch Dialog überwunden werden können.“
„Kirche in Not“ hat Fälle von Entführungen, Zwangskonversion und sexueller Ausbeutung christlicher Frauen und Mädchen im Bericht „Hört ihre Schreie“ dokumentiert, der Anfang des Jahres in deutscher Sprache erschienen ist. Pakistan gehört neben Mosambik, Nigeria, Ägypten, Syrien und dem Irak zu den Brennpunktländern.
Laut dem Bericht von „Kirche in Not“, „brachten Eltern zahlreiche Fälle zur Anzeige. Trotz Altersnachweisen mit Ausweispapieren scheiterten jedoch etliche Versuche seitens der Eltern, Zwangsverheiratungen zu verhindern.“ In jüngster Zeit haben pakistanische Gerichte nach langen Wartezeiten mehrfach auch zugunsten junger Frauen entscheiden, andere Verfahren stehen noch aus.
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