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Zentralafrikanische Republik: Druck des Neuen Testaments auf Sango

Zentralafrikanische Republik: Druck des Neuen Testaments auf Sango

07.05.2018 HILFSPROJEKT

Die Zentralafrikanische Republik ist bereits seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1960 ein von Krisen geschütteltes Land. Ein Staatsstreich folgte dem nächsten.

Zahlreiche bewaffnete Gruppierungen, die die unterschiedlichsten Namen tragen, aber immer die gleichen Verbrechen begehen, terrorisieren seit jeher die Bevölkerung. Sie plündern die Häuser, brennen Dörfer nieder, entführen unschuldige Menschen, vergewaltigen Frauen und Mädchen und töten. 2013 brach ein blutiger Bürgerkrieg aus. Weite Landesteile sind bis heute von Rebellengruppen kontrolliert. Die Regierung ist untätig und überlässt die Bevölkerung ihrem Schicksal.

Gottesdienst in einem Dorf in der Zentralafrikanischen Republik (© KIRCHE IN NOT/Aurelio Gazzera).

Hilfe erfährt die Bevölkerung fast ausschließlich durch die Kirche. Sie kümmert sich um Waisenkinder, arme und kranke Menschen, betreibt Schulen und Krankenhäuser und nimmt in ihren Klöstern und Missionsstationen Flüchtlinge auf, deren Häuser von Rebellen niedergebrannt wurden.

Priester und Ordensleute stellen sich immer wieder unter Lebensgefahr den Bewaffneten entgegen, um wehrlose Frauen und Kinder zu schützen. Einige Priester wurden Opfer von Entführungen, einige wurden getötet, viele wurden mit Waffen bedroht. Um das Land wiederaufzubauen, ist es nicht nur notwendig, die zerstörten Häuser und Einrichtungen wiederherzustellen, sondern auch und vor allem müssen auch die Herzen und das Gewissen der Menschen gestärkt und erneuert werden.

Das Land kann nur eine Zukunft haben, wenn der Hass überwunden wird und auf der Grundlage von Versöhnung und Vergebung ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.

Außerdem ist es wichtig, dass die Gläubigen die Frohe Botschaft Christi gut kennen. Denn obgleich zwei Drittel der Bevölkerung Christen sind, ist vielerorts der Glaube an Hexerei noch tief verwurzelt und Aberglaube verbreitet. Für den Erzbischof von Bangui, Dieudonné Kardinal Nzapalainga, spielt es dabei eine große Rolle, dass die Menschen die Heilige Schrift lesen und sich in ihre Botschaft vertiefen können.

Aber die Bibel ist zurzeit in der Nationalsprache Sango ausverkauft und muss nachgedruckt werden. Für den Kardinal ist dies eines der wichtigsten Projekte.

KIRCHE IN NOT möchte mit 37.140 Euro helfen, dass 30 000 Exemplare des Neuen Testamentes gedruckt werden können.
Ein Kind aus der Zentralafrikanischen Republik mit dem Katechismus auf Sango.
Taufe eines Kindes in der Zentralafrikanischen Republik.

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Zahlen und Fakten

Für 37.140 € kann KIRCHE IN NOT den Druck von 30.000 Exemplaren finanzieren.
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