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Helfen mit Mess-Stipendien

Helfen mit Mess-Stipendien

Wie Sie Priester in armen Ländern unterstützen können

Neben der klassischen Spende können Sie die Arbeit von Priestern weltweit mit Mess-Stipendien unterstützen. Das katholische Kirchenrecht sieht die Möglichkeit vor, dass Gläubige bei einem Priester eine heilige Messe „bestellen” oder „stiften”. Der Priester feiert dann eine heilige Messe in der Intention des Stifters. Natürlich kann man eine heilige Messe nicht „kaufen”, denn Gottes Gnade ist nicht käuflich.

Ein indischer Priester mit seiner Gemeinde
Priester in Papua-Neuginea
Ein Gottesdienst in Russland

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In der heiligen Messe sind alle unsere großen und kleinen Anliegen bestens aufgehoben. Sie wird in Gemeinschaft mit den Engeln, den Heiligen, den Seelen im Läuterungszustand und mit uns gefeiert.

Schon die ersten Christen haben aber den Gottesdienst als eine Feier verstanden, an der alle mitwirken. Es war üblich, dass die Gläubigen Brot, Wein und andere Gaben mitbrachten, sowohl für die Feier selbst als auch zum Unterhalt der Kirche und ihrer karitativen Verpflichtungen. Daraus hat sich der Brauch der Mess-Stipendien entwickelt.

Die Mess-Stipendien leiten wir an hilfsbedürftige Priester in Osteuropa, Afrika, Asien und Lateinamerika weiter. Fast in keinem anderen Land gibt es eine Kirchensteuer. Für viele Priester sind Mess-Stipendien die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Bitte helfen Sie den armen Priestern mit Mess-Stipendien!

Je heilige Messe empfehlen wir eine Spende von fünf Euro. Leider können wir aus rechtlichen Gründen für Mess-Stipendien keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Die Tradition der Mess-Stipendien gibt es schon lange, sie geht bereits auf die Ur-Christen zurück. Diese verstanden den Gottesdienst als eine Feier, bei der sich alle einbringen. Daher brachten sie Brot, Wein und andere Gaben zum Gottesdienst. Diese wurden aber nicht nur als Opfergaben für die heilige Messe verwendet, sondern die Gläubigen halfen damit darüber hinaus auch anderen Menschen und unterstützten den Unterhalt der Kirche und der Gemeinde.

Im Kirchenrecht steht, dass Gläubige bei einem Priester eine heilige Messe bestellen oder stiften können. Das heißt aber nicht, dass man sich eine heilige Messe „kauft“. Gottes Gnade ist nicht käuflich. Vielmehr bedeutet Mess-Stipendium, dass ein Priester für die Anliegen des Stifters betet. Diese müssen sich aber nicht auf die eigene Gemeinde beschränken, schließlich ist die Kirche ja nicht nur hier präsent, sondern überall auf der Welt versammeln sich Menschen zum Gottesdienst.

Die Gläubigen können das Mess-Stipendium auch an KIRCHE IN NOT weitergeben. Im letzten Jahr gab es über 1,4 Millionen Mess-Stipendien, die das Hilfswerk erreichten. Sie machen damit einen Großteil der Unterstützung durch das Hilfswerk aus.

Mess-Stipendien werden an bedürftige Bischöfe und Priester weltweit weitergegeben. Sie vertrauen Gott in einer heiligen Messe die Anliegen der Wohltäter an. Doch mit dem Geld stiftet man nicht nur eine heilige Messe. Jeder kann damit auch viele Priester weltweit unterstützen. Da es in den meisten Ländern keine Kirchensteuer oder andere staatliche Zuwendungen gibt, sind die Geistlichen auf Mess-Stipendien angewiesen. Missionare können dank der Mess-Stipendien vielen armen Menschen helfen.

„Unsere Diözese ist in starker Unruhe“, schreibt ein Pater aus der Demokratischen Republik Kongo, „aber die Mission geht weiter. Wir spüren eine verbissene Entschlossenheit unserer Feinde, die Kirche zu destabilisieren. Der Teufel ist immer am Werk. Wir aber auch.“ Dann schildert der Pater, wie zwei seiner Mitbrüder ermordet wurden, ein dritter nur knapp entkommen konnte, wie andere Priester und Ordensfrauen geschlagen und misshandelt wurden.

Im Fernsehen werde die Kirche offen angegriffen. Und dennoch geht es weiter: Katechese, Einkehrtage, Exerzitien, Seelsorge in entlegenen Gemeinden. Um die Menschen zu trösten, zu stärken und zum Heil zu geleiten, bittet ein Bischof KIRCHE IN NOT um Mess-Stipendien für einen Pater und seine Mitbrüder.

Wie in der Demokratischen Republik Kongo können katholische Priester in vielen Ländern nur überleben, weil Gläubige aus reicheren Ländern sie mit Mess-Stipendien unterstützen.

Vor allem in den islamisch geprägten Ländern sind Mess-Stipendien eine dringend benötigte Hilfe. In Syrien oder dem Irak leben Christen als bedrohte Minderheit. Immer mehr Gläubige halten dem Druck nicht mehr stand und verlassen ihre Heimat.

Da sind die Bischöfe um jeden Priester froh, der bei seiner Herde ausharrt, auch wenn er weiß, dass ihm noch nicht einmal das Existenzminimum sicher ist. Wir erhalten viele solcher Anfragen. Lassen wir die Priester nicht im Stich!

„Wir leben von den Gütern unserer verstorbenen Eltern und Voreltern und vergessen leicht, was wir ihnen schuldig sind. Sie rufen: Trage, leide, bete, faste, gib Almosen für uns! Opfere für uns das heilige Messopfer auf!“

Selige Anna Katharina Emmerick

Dieses Zeichen der Solidarität stärkt die Kirche von innen und macht sie lebendig. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat einmal in einer Enzyklika geschrieben: „Die Kirche lebt von der Eucharistie.“ Ohne Eucharistie gäbe es also keine Kirche. Daher ist es so wichtig, dass wir hier in den reicheren Ländern auch an die Glaubensgeschwister in Armut denken.

Doch Mess-Stipendien sind mehr als nur die weltweite Solidarität zwischen sorgenbeladenen Menschen hier und hilfsbedürftigen Priestern dort. Es ist die Heilsökonomie Gottes, die hier sichtbar wird. Und daran können wir schon durch den kleinen Beitrag des Mess-Stipendiums teilhaben.