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KIRCHE IN NOT fordert Bundeskanzler Friedrich Merz zum Handeln auf

KIRCHE IN NOT fordert Bundeskanzler Friedrich Merz zum Handeln auf

Syrischer Übergangspräsident zu Besuch in Berlin

30.03.2026 aktuelles
Anlässlich des Besuchs des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin ruft KIRCHE IN NOT Bundeskanzler Friedrich Merz dazu auf, von der syrischen Führung klare und verbindliche Zusagen zur Religionsfreiheit und zum Schutz von Christen und anderen Minderheiten einzufordern. Projektpartner von KIRCHE IN NOT berichten, dass die Angst vor einer Islamisierung in der Bevölkerung groß sei.

 

Nach Informationen von KIRCHE IN NOT ist die Lage für Christen in Syrien weiterhin von Unsicherheit geprägt. Jüngst seien in mehreren Regionen, darunter Damaskus und Aleppo, Palmsonntagsprozessionen aus „Sicherheitsgründen und aus Solidarität“ abgesagt worden, sagte der maronitische Erzbischof von Aleppo, Joseph Tobji, am Sonntag in einer Predigt. Hintergrund ist unter anderem ein Angriff auf ein christliches Dorf wenige Tage zuvor. „Solche Vorfälle zeigen, dass viele Gläubige ihren Glauben nicht frei und öffentlich leben können“, betont der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka.

Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland (Foto: Blende 11).
KIRCHE IN NOT fordert die Bundesregierung daher auf, den Schutz von Christen, Jesiden und anderen bedrohten Gruppen zu einer zentralen Bedingung der Gespräche mit dem syrischen Präsidenten zu machen. Dazu gehören die uneingeschränkte Gewährleistung der Religionsfreiheit, wirksamer Schutz vor Gewalt sowie die gleichberechtigte Teilhabe aller religiösen Gemeinschaften.

 

„Religionsfreiheit darf nicht eingeschränkt oder aus Sicherheitsgründen dauerhaft verdrängt werden. Bundeskanzler Merz muss diese Fragen klar und unmissverständlich gegenüber dem syrischen Übergangspräsidenten ansprechen“, erklärt Ripka weiter.

Syrien ist ein wichtiges Förderland für KIRCHE IN NOT. Im Jahr 2024 hat das Hilfswerk in Syrien Projekte mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert

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