Das westafrikanische Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Folgen des Bürgerkrieges sind auch 21 Jahre nach dessen Ende noch überall spürbar. Nach dem Krieg kam Ebola und forderte rund 4000 Menschenleben, dann folgte die Corona-Pandemie.
Täglich kommen hunderte Kinder hierher, machen Hausaufgaben und bekommen eine warme Mahlzeit. In den Kindergarten gehen etwa 100 Schützlinge – auch aus muslimischen Familien. Etwa elf Prozent der Einwohner Sierra Leones sind Christen, über 65 Prozent Muslime. „Viele Einwohner haben katholische Schulen besucht. Deshalb haben die meisten Eltern kein Problem damit, dass die Kinder mit dem Christentum in Berührung kommen“, berichtet Schwester Gianna. Am Sonntag schickten viele Eltern ihre Kinder schön angezogen zu den Ordensfrauen, um mit ihnen zu beten.
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Anton Lässer wurde 1961 in Höchst (Vorarlberg) geboren und war nach seinem Studium der Betriebswirtschaft zunächst als Unternehmensberater tätig. 1992 begann er mit dem Studium der Theologie an der Theologischen Fakultät in Augsburg, das er 1999 mit einem Lizenziat in Dogmatik in Rom abschloss. Im gleichen Jahr wurde er zum Priester geweiht. Bereits während seiner theologischen Ausbildung begründete er die Radioinitiative „Radio Horeb“ und war Vorsitzender der Internationalen Christlichen Rundfunkgemeinschaft e.V.
Dank unseres Präsidenten
Pater Anton folgt auf Pater Martin Barta. Der aus der Slowakei stammende Priester der Gemeinschaft „Werk Jesu des Hohepriesters – Familie Mariens“ hatte unserem Hilfswerk seit 2011 als Internationaler Geistlicher Assistent vorgestanden. In unserem aktuellen Rundbrief „Echo der Liebe“ dankt Kardinal Piacenza Pater Martin für die langjährige gute und fruchtbare Zusammenarbeit: „Danke, dass du uns auf die Wege jener Nächstenliebe geführt hast, die auf dem Halm des Glaubens Früchte bringt und den Wohlgeruch des Herrn verbreitet.“
KIRCHE IN NOT Deutschland wünscht Pater Anton und Pater Martin Gottes reichen Segen und die Gaben des Heiligen Geistes für Ihre neuen Aufgaben.
Obwohl das Christentum seit fast zweitausend Jahren in Indien präsent sei, würden Christen von radikalen Hindus oft als nicht indisch dargestellt. Die Anti-Konversionsgesetze in einigen indischen Bundesstaaten würden oft als Deckmantel für die Diskriminierung von Christen missbraucht: „Bestimmte Gruppen beschuldigen zwar die Kirche, sie würde Gläubige abwerben. Aber die Kirche tut das nicht. In den vergangenen 30 Jahren hat die Zahl der Christen in Indien prozentual nicht zugenommen.“
Bischof Lobo führt die verbreiteten Ressentiments gegen Christen auch auf die unterschiedliche religiöse Praxis zurück: „Hindus und Muslime beten oft zu Hause in ihren Familien. Sie besuchen seltener ihre Tempel oder Moscheen. Da die christlichen Kirchen aber sonntags und manchmal sogar täglich voll sind, entsteht der Eindruck, dass wir Christen zahlreicher sind als in Wirklichkeit. Das macht uns zur Zielscheibe für Diskriminierung.“
Radikale Hindus werfen christlichen Missionaren vor, Menschen mit Lebensmitteln oder Geld zum Religionswechsel zu zwingen. Sie hätten aber keine Vorbehalte, die sozialen Einrichtungen der Kirche zu nutzen, betonte Lobo: „Ich habe vor Kurzem ein katholisches Krankenhaus in Bangaluru (Bangalore) in Südindien besucht. Dort werden 3000 Patienten behandelt. Die meisten von ihnen sind keine Christen. Unsere Krankenhäuser werden geschätzt. Dennoch wird den Christen vorgeworfen, mit solchen Einrichtungen Menschen abzuwerben.“
Der Blick auf die bevorstehenden indischen Parlamentswahlen im Jahr 2024 lasse befürchten, dass die antichristlichen Äußerungen wieder zunehmen. Die mangelnde Organisation der Oppositionsparteien könne zu einem erneuten Sieg der BJP führen, erklärte der Bischof, zumal die Regierung Erfolge im Bereich der Wirtschaftspolitik vorweisen könne.
Mindestens 50 Tote, 23 000 Menschen auf der Flucht
Anfang Mai waren im Bundesstaat Manipur an der Grenze zu Myanmar bei gewaltsamen Demonstrationen mindestens 50 Menschen getötet wurden, mehr als 23 000 Menschen seien laut lokalen Medien geflohen. Auslöser waren Forderungen der hinduistischen Meitei-Volksgruppe, als „geschützter Stamm“ anerkannt zu werden; Gegner befürchten weitere Diskriminierungen im Sozial- und Arbeitsbereich.
Bei Demonstrationen sei es nach Berichten lokaler Beobachter zu Übergriffen auf überwiegend christliche Stammesgemeinschaften gekommen; auch mehrere Kirchen sollen niedergebrannt worden sein. Das indische Militär war mit mehreren tausend Kräften im Einsatz. Die Situation gilt mittlerweile als wieder unter Kontrolle.
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Verwendungszweck: Indien
– Indien: Gewalttätige Kampagne gegen Christen
– „Es wird immer schwieriger, ein Christ in Indien zu sein“ – Interview mit Veronique Vogel, Indien-Referentin von KIRCHE IN NOT
– Bericht „Verfolgt und vergessen?” über verfolgte Christen bestellen
– Internetseite zum Bericht „Verfolgt und vergessen?”
– Ein Traum wurde Wirklichkeit – KIRCHE IN NOT unterstützt Kirchenbau in Indien
– „Wir geben nicht auf” – Dokumentation über Christen im Bundesstaat Chhattisgarh
– Beiträge über Indien finden Sie auch in unserer Mediathek
Samaan leitete von 1990 bis 2021 die Eparchie Assiut, die größte koptisch-katholische Diözese in Ägypten, etwa 400 Kilometer südlich von Kairo. Im Laufe dieser Jahrzehnte wurde er zu einem guten Freund und Arbeitspartner von KIRCHE IN NOT. Er war mehrfach in der internationalen Zentrale des Hilfswerks in Königstein im Taunus und in zahlreichen der 23 Nationalbüros des Hilfswerks zu Gast. Auf vielen Veranstaltungen von KIRCHE IN NOT informierte er über die Lage der Christen in Ägypten, in Deutschland zuletzt bei einem Begegnungstag Anfang 2020. KIRCHE IN NOT hatte außerdem einen Besuch des Bischofs bei den Institutionen der Europäischen Union in Brüssel organisiert.
Kyrillos William Samaan wurde am 01. Oktober 1946 in der Nähe von Assiut in eine kinderreiche christliche Familie geboren. Vier seiner Geschwister ergriffen ebenfalls einen geistlichen Beruf. Sein Theologiestudium in Rom fiel in die Zeit der großen politischen Spannungen zwischen Ägypten und Israel. Samaan musste wieder in seine Heimat zurückkehren und fünf Jahre Militärdienst leisten, bevor er am 10. Juni 1974 zum Priester geweiht wurde.
In jüngerer Zeit half Bischof Kyrillos dabei, die koptisch-katholische Gemeinde in Ägypten durch die schwierigen Jahre des „Arabischen Frühlings“ zu führen, in denen es mehrfach zu Angriffen auf Christen kam. Er beklagte, dass Christen in Ägypten oft als Bürger zweiter Klasse angesehen würden und setzte sich für einen Dialog mit moderaten islamischen Kräften ein. Ein großes Anliegen war ihm auch die Ökumene. „Wir haben eine Mission zu erfüllen: inmitten einer Welt voller Gewalt Zeugen der Liebe Gottes zu sein“, sagte er auf einer Veranstaltung von KIRCHE IN NOT.
Samaan, der mehrere Sprachen fließend beherrschte, war international ein gefragter Gesprächspartner und Ratgeber. Erst im vergangenen Jahr hatte ihn Papst Franziskus zum Apostolischen Visitator für die koptisch-katholischen Gläubigen in den USA und Kanada ernannt.
Der Bevölkerungsanteil der Christen in Ägypten liegt zwischen zehn und 20 Prozent. Die Mehrheit von ihnen sind koptisch-orthodox. Eine kleine Minderheit gehört der koptisch-katholischen Kirche an, die in Einheit mit Rom steht. Erst am vergangenen Mittwoch hatte Papst Franziskus das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Tawadros II., bei seinem Rombesuch eingeladen, gemeinsam mit ihm bei der Generalaudienz zu den versammelten Menschen zu sprechen.
„Wir wollen fair und gerecht behandelt werden“
Nigerias Katholiken hofften, dass die Wahl des gemäßigten Muslims Tinubu ihre Sicherheit verbessert. Besonders die Christen in Nordnigeria, wo sie in der Minderheit sind und seit Jahren unter dschihadistischem Terror leiden, träumten von besseren Bedingungen nach den Wahlen. „Wir verlangen nichts Besonderes, wir wollen nur fair und gerecht behandelt werden. Das ist aktuell nicht der Fall“, resümierte Erzbischof Ndagoso.
„Dialog des Lebens“
Trotz der Gewalt, die auch eine religiöse Komponente habe, lebten Christen und Muslime vor Ort harmonisch zusammen, betonte der Erzbischof: „Immer, wenn ich in eine Pfarrei gehe, besuche ich den örtlichen Imam, und andere Priester tun es genauso. Christen und Muslime leben zusammen, gehen auf den gleichen Markt, ihre Kinder besuchen die gleiche Schule. Sie leben zusammen, und das ist der Dialog des Lebens.“
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Verwendungszweck: Nigeria
– Nigeria: „Neun Jahre Folter, neun Jahre voller Qualen“
– Bischof aus Nigeria: „Die Regierung hat die Lage nicht im Griff“
– „In Nigeria geschieht ein Völkermord“
– Interview mit Bischof Wilfried Anagbe (Audio)
– Ein Hilferuf aus Nigeria im Freiburger Münster: Rückblick auf Abend der Zeugen
– Bischof kritisiert „Verschwörung des Schweigens“ über Christenverfolgung in Nigeria
– Nigeria nach dem Anschlag an Pfingsten: „Die Unsicherheit hat das ganze Land erfasst“
– Nigeria: „Ich habe die Menschen beschützt wie eine Henne ihre Küken“
– Nigeria nach dem Anschlag an Pfingsten: „Die Unsicherheit hat das ganze Land erfasst“
– KIRCHE IN NOT verurteilt den Anschlag an Pfingstsonntag in Nigeria
– Beiträge über Nigeria finden Sie auch in unserer Mediathek
Widersprüchliche Verfassung
Wie der von „Kirche in Not“ im Frühjahr 2023 auf Deutsch erschienene Bericht „Verfolgt und vergessen?“ erläutert, ist die aktuell gültige irakische Verfassung von 2005 widersprüchlich. Sie schützt zum einen die religiösen Rechte von Christen und anderen Minderheiten, zum anderem bestimmt sie den „Islam zur Staatsreligion und zu einer Quelle der Gesetzgebung“. Der Übertritt vom Islam zum Christentum ist nach wie vor gesetzlich verboten.
Gleichzeitig hatte die irakische Regierung Schritte auf die Christen und anderen religiösen Minderheiten zugemacht. So ist zum Beispiel Weihnachten seit 2020 im Irak ein nationaler Feiertag. Politiker betonten immer wieder, dass die Christen wichtiger Bestandteil der irakischen Gesellschaft seien.
Folgen des Papstbesuchs noch immer spürbar
Große Bedeutung kam in diesem Zusammenhang auch dem Irak-Besuch von Papst Franziskus im März 2021 zu, betonte Erzbischof Nizar: „Er hat Hoffnung in unser Herz gepflanzt. Er hat uns das Gefühl gegeben, dass die katholische Kirche uns nicht vergessen hat.“ Die Auswirkungen des Besuchs seien noch immer spürbar.
„Kirche in Not“ hatte damals die Versorgung der Vertriebenen im kurdischen Teil des Irak unterstützt und nach der Rückeroberung der vom IS besetzten Gebiete ein Aufbauprogramm für die zerstörten christlichen Ortschaften der Ninive-Ebene gestartet, so dass etwa die Hälfte der einstigen Bewohner zurückkehren konnte. „Ohne ,Kirche in Not’ wäre unsere Situation heute eine andere“, betonte Erzbischof Nizar. „Ihre Hilfe hat entscheidend dazu beigetragen, den Christen einen besseren Lebensstandard zu ermöglichen und ihnen zu helfen, dass sie im Irak bleiben können.“
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Verwendungszweck: Irak
Barmherziger Gott,
Dein Sohn Jesus hat auf seinem Kreuzweg
das Leid der Welt auf sich genommen.
Daran erinnern wir uns in diesen Tagen.
Wir beten für Papst Franziskus, der erkrankt ist.
Steh ihm bei und gib ihm Kraft, sein Kreuz zu tragen.
Schenke ihm Zuversicht und Trost.
Lass ihn die Nähe vieler Menschen spüren,
die jetzt für ihn beten.
Gib ihm Gesundheit,
damit er seinen Hirtendienst fortsetzen kann.
Dein Wille geschehe.
Mit Papst Franziskus sowie allen Kranken und Leidenden
schenke uns die Gewissheit:
Das Kreuz ist nicht das Ende.
Der österliche Sieg überstrahlt das Dunkel,
so bedrohend es auch scheinen mag.
Sei gepriesen in Zeit und Ewigkeit. Amen.
Eine der jungen Frauen, die am Ende der Generalaudienz am 8. März Papst Franziskus begegnen wird, ist Maryamu Joseph. Sie stammt aus Bazza im Bundesstaat Adamawa im Nordosten Nigerias. Die heute 19-Jährige war neun Jahre lang in der Hand der Terrorgruppe Boko Haram. Erst im Juli 2022 gelang ihr die Flucht. Im Interview mit „Kirche in Not“ erzählt sie ihre Geschichte.
Maryamu Joseph: Neun Jahre leben in Gefangenschaft, neun Jahre Folter, neun Jahre voller Qualen! Worte können dem nicht gerecht werden, was ich erlitten habe.
Wann und wo wurden Sie gefangen genommen?
Die Kämpfer von Boko Haram haben mein Dorf im Februar 2013 überfallen. Damals war ich sieben Jahre alt. Nach einem Massaker mit vielen Toten verschleppten sie 22 Christen. Drei Woche mussten wir laufen, bis wir am Ort unserer Gefangenschaft ankamen. Sie gaben mir einen muslimischen Namen: Aisha. Sie warnten uns, nicht wie Christen zu beten, sonst würden wir getötet. Als ich zehn war, wollten sie mich mit einem ihrer Chefs verheiraten, aber ich weigerte mich. Zur Strafe sperrten sie mich ein ganzes Jahr lang in einen Käfig. Einmal am Tag brachten sie mir etwas zu essen, und schoben es unter der Tür durch, ohne den Käfig ein einziges Mal zu öffnen.
Ja, im November 2019 nahmen sie zwei meiner Geschwister gefangen und brachten sie ebenfalls in das Lager. Sie töteten meinen Bruder direkt vor meinen Augen. Ein paar Tage später bekam ich schlimme Albträume und begann zu halluzinieren.
Wie ist Ihnen nach neun Jahren die Flucht gelungen?
Am 8. Juli 2022 war nachts alles ruhig im Lager. Alle schliefen, nur ich nicht und die Mitgefangenen, die mit mir in einer Hütte untergebracht waren. Wir beschlossen zu fliehen. Ich hatte Gewissensbisse wegen meiner jüngeren Schwester, die anderswo im Lager war. Aber ich stellte mir vor, den Rest meines Lebens gefangen bleiben zu müssen. Also musste ich gehen, egal was passierte. Wir schlichen uns aus dem Lager. Zwei Tage lang rannten wir, bis wir in die Stadt Maiduguri kamen. Ich brach ohnmächtig zusammen. Später wurde ich das Traumazentrum der Diözese Maiduguri gebracht.
Der Schmerz hat nachgelassen, seit ich in Maiduguri angekommen bin. Ich habe keine Halluzinationen mehr. Am Anfang konnte ich keine Männer in meiner Nähe ertragen. Mittlerweile habe ich gelernt, den Hass loszulassen. Ich bin nicht mehr so aggressiv wie am Anfang und verstehe mich gut mit meinen Therapeuten. Was meine Arbeit angeht, so möchte ich im Zentrum lernen, schöne Kleider, Taschen und Schuhe herzustellen.
Was erhoffen Sie sich für die Zukunft?
Im Moment denke ich nicht darüber nach. Ich möchte von dem Schmerz und der Qual, die ich fühle, befreit werden. Bald werde ich wieder in die Schule gehen können. Später würde ich gern einmal Jura studieren, um wehrlose Menschen zu verteidigen. Ich würde mich riesig freuen, wenn mein Wunsch in Erfüllung gehen würde.
Auf das Schicksal entführter und missbrauchter Frauen und Mädchen in Nigeria, Pakistan, Ägypten, Irak und andernorts macht eine Fallstudie von „Kirche in Not“ mit dem Titel „Hört Ihre Schreie“ aufmerksam. Sie kann bestellt und heruntergeladen werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/hoert-ihre-schreie-broschuere/
Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Nigeria für Terroropfer mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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Mieten für die ersten sechs bis zwölf Monate
Die lokalen Projektpartner suchen nun nach Wohnraum; „Kirche in Not“ wird für die ersten sechs bis zwölf Monate die Miete übernehmen. Die christlichen Kirchen in Aleppo haben darüber hinaus bereits ein Ingenieur-Komitee beauftragt, die Schäden an den Häusern von Gemeindemitgliedern zu erfassen und die Wiederaufbaukosten zu kalkulieren. „Kirche in Not“ wird auch dabei helfen.
Die jetzt geleisteten Hilfen gehören zu den wenigen, die vor Ort ankommen. Bisits, der noch am Tag der Katastrophe in die Region gereist war, hatte kritisiert, dass es nach dem Erdbeben „fast keine Anzeichen für eine internationale Reaktion“ zur Hilfe in Nordsyrien gebe: „Die Welt darf Syrien nicht vergessen.“
Bitte unterstützen Sie „Kirche in Not“ bei der Organisation der materiellen Hilfe über die christlichen Gemeinden Syriens – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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„Wir sind Benedikt XVI. unendlich dankbar“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka. „Joseph Ratzinger war unserem Hilfswerk schon in seiner Zeit als Kardinal sehr verbunden. Als Papst hat er ,Kirche in Not’ 2011 in den Rang einer Päpstlichen Stiftung erhoben und damit auf ein neues Fundament gestellt. Ohne Benedikt XVI. wären wir nicht das, wir heute sind.“
Kostenlose Bestellmöglichkeit der gedruckten Version unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/gebet-fuer-papst-em-benedikt-xvi/; oder unter Angabe der Artikelnummer 10150 bei: KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 – 64248880, Fax: 089 – 642488850, E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de
ACN zur päpstlichen Stiftung erhoben
Papst Benedikt hat die Arbeit des internationalen katholischen Hilfswerks viele Jahre lang maßgeblich begleitet. Kardinal Piacenza erinnert daran, dass es Benedikt XVI. gewesen sei, der im Jahr 2011 „Kirche in Not“ in den Rang einer Päpstlichen Stiftung erhoben und einen umfassenden Modernisierungsprozess bei „Kirche in Not“ einleitet hatte. In dem Bestätigungsschreiben (Chirograph) hatte der Papst die Verdienste des Hilfswerks gewürdigt, „das die Kirche seit 65 Jahren überall dort begleitet, wo es an finanziellen Mitteln fehlt und oder es zu Verstößen gegen die Religionsfreiheit kommt, so dass die Ausübung des Evangelisierungsauftrages schwierig oder gar unmöglich wird.“ „Kirche in Not“ hat mit dieser Umwandlung zur Päpstlichen Stiftung ihre bis heute gültige Gestalt bekommen. Zum ersten Präsidenten ernannte Papst Benedikt XVI. Mauro Kardinal Piacenza.
Kardinal Joseph Ratzinger war der Arbeit von „Kirche in Not“ schon in seiner Zeit als Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation verbunden. Schon im Jahr 2002 hatte er erklärt: „Ich unterstütze ,Kirche in Not’, weil ich weiß, dass da wirklich Dienst am Glauben getan wird. Manche meinen ja, man dürfe nur Soziales im engsten Sinne des Wortes unterstützen; was einer glaube, solle man jedem selbst überlassen. Aber in Wirklichkeit ist nichts wichtiger, als Gott zu den Menschen zu bringen, als ihnen zu Christus zu helfen, weil nur dann die Kräfte des Glaubens erwachen, die die entscheidende Art von Energie für die Weltgeschichte sind. ,Kirche in Not’ hilft der Not des Glaubens und tut damit das, was für unsere Welt am allermeisten nötig ist.“
Thomas Heine-Geldern, Geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ International erklärt: „Diese Kraft des Glaubens, von der Papst Benedikt sprach, kann „Kirche in Not“ jedes Jahr in den Hunderttausenden von Spenden erleben, die es ermöglichen, die Kirche und den Glauben in der Welt zu stärken.“
Ein Papst, der sich für die Ausbildung junger Menschen einsetzt
Heine-Geldern erinnert zudem daran, wie sehr Papst Benedikt die Jugendlichen am Herzen lagen: „Auch dieses wichtige Anliegen hat er uns anvertraut durch die Betreuung, Verbreitung und Weiterentwicklung des Jugendkatechismus YOUCAT.“
Christentum als Religion der Freiheit und der Liebe
Das bleibende Erbe des verstorbenen Papstes für die ganze Kirche sei „das Gefühl der Identität und Zugehörigkeit inmitten der Diktatur des Relativismus, der oft zum Fundamentalismus geworden ist“, erklärt Kardinal Piacenza. Benedikt XVI. habe den Gläubigen vermittelt, dass das Christentum ebenso Religion der Freiheit ebenso wie Religion der Liebe sei. „Er hat aufgezeigt, dass an der Basis vieler eingeforderter Rechte der Relativismus zu finden ist, und dass die Freiheit, wo sie von der Realität getrennt wird, sich selbst vernichtet.“
Diesen Wunsch erfüllen wir gerne:
Allmächtiger Gott,
du bist der Herr der Kirche.
Durch die Nachfolger der Apostel führst du sie durch die Zeiten.
Wir vertrauen dir unseren verstorbenen Papst emeritus Benedikt XVI. an.
Als Mitarbeiter der Wahrheit hat er in Klugheit und Demut
die Schönheit des Glaubens, die Kraft selbstloser Liebe
und die Zuversicht christlicher Hoffnung verkündet.
Nimm deinen Diener auf in dein himmlisches Reich.
Vergilt ihm seinen treuen Hirtendienst.
Erfülle an ihm, worauf er gehofft, was er gelehrt und gepredigt hat.
Schenke ihm das ewige Leben.
Gott, steh deiner Kirche bei.
Gib ihr deinen Geist der Treue und der Wahrheit,
damit wir einst alle zur Vollendung gelangen in deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch deinen Sohn Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.
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