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Gebetstage für den Frieden in der Ukraine

Gebetstage für den Frieden in der Ukraine

Experten berichteten über die Lage in dem osteuropäischen Land

27.02.2023 aktuelles
Die aktuelle Lage in der Ukraine und das Gebet für den Frieden standen im Mittelpunkt von Gebets- und Informationstagen von KIRCHE IN NOT Deutschland in München anlässlich des Jahrestages der russischen Invasion in der Ukraine.

 

Die Tage begannen am 24. Februar 2023 mit einer bundesweit auf Radio Horeb ausgestrahlten Gebetsstunde für den Frieden in der Ukraine und in Europa. Der geistliche Assistent von KIRCHE IN NOT Deutschland, Pater Hermann-Josef Hubka betonte dabei: „Verzweifeln wir nicht, auch wenn um uns herum alles dunkel erscheint. Unser Herr wurde gekreuzigt, aber er ist auch wahrhaft auferstanden.”

Magda Kaczmnarek (Mitte), Ukraine-Referentin bei KIRCHE IN NOT, besucht eine Unterkunft für Flüchtlingsfamilien in Lemberg.
Am Samstag, dem 25. Februar, hatte KIRCHE IN NOT Deutschland darüber hinaus zu einem Begegnungsnachmittag ins Münchner Kolpinghaus eingeladen. In einem Podiumsgespräch blickten der Pfarradministrator der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde München, Pfarrer Vladimir Viitovitch, und die für die Ukraine zuständige Projektreferentin von KIRCHE IN NOT, Magda Kaczmarek, auf das vergangene Kriegsjahr zurück und äußerten ihre Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen.

 

Welle der Hilfsbereitschaft

Pfarrer Viitovitch beschrieb, wie seine Pfarrei in München im Frühling 2022 unerwartet Dreh- und Angelpunkt der Hilfslieferungen in die Ukraine und Anlaufstelle für Tausende Flüchtlinge wurde. „Anfangs hatten wir sechs Freiwillige, die das alles koordinierten, nach ein paar Wochen halfen uns bereits regelmäßig an die 2000 Menschen”, erinnerte sich Pfarrer Viitovich an die große Welle der Hilfsbereitschaft in diesen Tagen.

Wärmezelte für die Ukraine

Magda Kaczmarek betonte, wie wichtig die Seelsorge und pastorale Unterstützung der Menschen in der Ukraine bis heute ist. „Im Osten der Ukraine gibt es keine Atheisten mehr”, berichtete sie. „Die Menschen fragen sich, wieso ihrem Land so etwas Schreckliches geschehen konnte und suchen Antworten im Glauben.” Inzwischen kehrten immer mehr Menschen in ihre stark zerstörte Heimat zurück. KIRCHE IN NOT unterstütze die Pfarreien in der Ukraine aktuell beispielsweise mit „Wärmezelten”, in denen die Menschen neben Wärme, Essen und Internet auch Gemeinschaft erfahren.

Menschen in einem „Wärmezelt“ in Brovary bei Kiew.

Berührendes Friedensgebet

Neben diesen Informationen aus erster Hand bildete das Gebet für den Frieden in der Ukraine und in ganz Europa die zweite Säule des Begegnungsnachmittags. Die Besucherinnen und Besucher beteten gemeinsam den Barmherzigkeitsrosenkranz und Studenten des „Collegium Orientale” aus Eichstätt gestalteten im Kolpingsaal ein berührendes Friedensgebet im byzantinischen Ritus.

Friedensgebet des „Collegium Orientale“ im Kolpingsaal München.

Auf Munitionskiste gemalte Ikone geweiht

Am Sonntag, dem 26. Februar 2023 lud schließlich die griechisch-katholische ukrainische Gemeinde zu einer heiligen Messe in die Kathedrale Maria Schutz und St. Andreas nach München ein. Im Anschluss an den Gottesdienst weihte Pfarrer Viitovitch eine auf den Deckel einer Munitionskiste gemalte Ikone ein, auf der die Gottesmutter Maria mit ausgebreitetem Mantel zu sehen ist.

Ein auf Holz gedrucktes Abbild der Ikone erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Begegnungstage am Ende mit nach Hause. Die Ikone kann kostenlos im Shop von KIRCHE IN NOT bestellt werden.

Ikone, die auf eine Munitionskiste aus der Ukraine gemalt worden ist.
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Verwendungszweck: Ukraine

Ein Jahr Krieg in der Ukraine: Magda Kaczmarek (KIRCHE IN NOT) berichtet über die Lage

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