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Christenverfolgung in Eritrea

Christenverfolgung in Eritrea

Schwierige Menschenrechtslage

Nach Angaben des US-amerikanischen Außenministeriums sind in Eritrea zwischen 1200 und 3000 Menschen – die meisten davon sind Christen – wegen ihres religiösen Glaubens in Gefängnissen inhaftiert. Sie wurden zumeist verhaftet, weil sie an Gottesdiensten von staatlich nicht registrierten religiösen Gemeinschaften teilgenommen haben. Viele der Gefangenen wurden ohne fairen Gerichtsprozess eingesperrt. Die Haftbedingungen sind äußerst problematisch und gefährden die Gesundheit der Inhaftierten. Christen, die diese schlimme Situation überlebt haben, berichteten, dass viele Zellen völlig überfüllt waren und dass es weder sanitäre Anlagen noch ausreichende Belüftung gab. Andere berichteten, dass sie in Schiffscontainern eingesperrt waren, die sich unter der gleißenden Sonne extrem stark aufheizten. Viele Betroffene berichteten von Misshandlungen und Folter.

Der UN-Menschenrechtsrat berichtete im Juni 2015 in einer Untersuchung von „systematischen, weit verbreiteten und massiven Menschenrechtsverletzungen, ausgeübt von staatlichen Behörden“. Die Unterdrückung der Bevölkerung – manche Beobachter sagen, sie käme einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit nahe – hat zu einer Massenflucht geführt, was die Lage in dem Land noch weiter verschlimmert, wie katholische Bischöfe berichteten. Wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) berichtet, sollen rund zwölf Prozent aller Eritreer im Ausland im Exil leben, zum Beispiel in Äthiopien oder im Sudan. Viele Flüchtlinge aus Eritrea schlagen sich inzwischen auch nach Europa durch. Allein im Jahr 2016 sollen 52 000 Menschen aus dem Land geflüchtet sein.

Einwohner

5,9 Millionen

Religionszugehörigkeit

50 % Muslime
48 % Christen
2 % Sonstige
Detaillierte Informationen zur Christenverfolgung in Eritrea und der aktuellen Situation im Land finden Sie in unserem Länderbericht „Christenverfolgung in Eritrea “ und dem Gesamtbericht „Christen in großer Bedrängnis“.

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