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Im Jahr 2022 sind weltweit mindestens 17 Priester und Ordensleute der katholischen Kirche eines gewaltsamen Todes gestorben. Insgesamt wurden mehr als 100 Priester und Ordensschwestern entführt, verhaftet oder getötet. Das geht aus einer Aufstellung des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) zum Jahresende hervor.

 

Demnach wurden in Nigeria 2022 vier Priester umgebracht. Darüber hinaus wurden in Mexiko drei Priester von Mitgliedern der Drogenkartelle ermordet. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden zwei Geistliche erschossen.

Ruinen des von Terroristen zerstörten Krankenhauses von Maboya (DR Kongo), in dem Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki ums Leben kam. © Kirche in Not

Im Jahr 2022 wurden nach den „Kirche in Not“ vorliegenden Informationen auch fünf Ordensschwestern in Ausübung ihrer Mission ermordet: Schwester Luisa Dell’Orto im Juni in Haiti, die Schwestern Mary Daniel Abut und Regina Roba im August im Südsudan, Schwester Mari de Coppi im September in Mosambik sowie Schwester Marie-Sylvie Vakatsuraki im Oktober in der Demokratischen Republik Kongo.

 

Mehr als 40 Priester entführt

 

2022 wurden nach Kenntnis von „Kirche in Not“ insgesamt 42 Priester in verschiedenen Ländern entführt, von denen 36 wieder freigelassen wurden. Drei in Nigeria entführte Priester wurden ermordet, und drei weitere Geistliche werden noch immer vermisst: zwei in Nigeria und der deutsche Missionar Pater Hans-Joachim Lohre, ein Projektpartner von „Kirche in Not“, der im November in Mali verschleppt wurde.

Der deutsche Afrikamissionar Hans-Joachim Lohre, der seit vielen Jahren in Mali lebt und arbeitet, wurde Ende November 2022 mutmaßlich verschleppt. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihm.
Nigeria führt die Liste mit insgesamt 28 Entführungen im Jahr 2022 an. Kamerun folgt mit sechs Entführungen; dort waren im September fünf Priester auf einmal verschleppt und fünf Wochen später wieder freigelassen worden. In Äthiopien, Mali und auf den Philippinen wurde jeweils ein Priester entführt.

 

Haiti hat sich zu einem der gefährlichsten Orte in Mittelamerika entwickelt: Fünf Priester wurden dort im Laufe des Jahres kriminellen Banden entführt, wobei alle inzwischen wieder freigelassen wurden.

Übersichts der Länder mit schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit aus der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2021“. Am 20. April 2023 wird die neue Studie vorgestellt.
Ebenfalls in Nigeria wurden im zu Ende gehenden Jahr die meisten Ordensfrauen verschleppt: „Kirche in Not“ hat von sieben Entführungen Kenntnis erhalten. In Burkina Faso wurde eine Schwester, in Kamerun – zusammen mit den fünf oben erwähnten Priestern – noch eine weitere Ordensfrau entführt. Glücklicherweise wurden alle diese Ordensschwestern später wieder freigelassen.

 

In Ausübung des Seelsorge-Dienstes festgenommen

 

Außerdem sind im Jahr 2022 nach Informationen von „Kirche in Not“ mindestens 32 Geistliche in Ausübung ihres Dienstes festgenommen und inhaftiert worden. Die jüngsten Fälle betreffen vier Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die im von Russland besetzten Teil der Ukraine tätig sind. Zwei von ihnen wurden inzwischen freigelassen und in das ukrainische Hoheitsgebiet „abgeschoben“, zwei weitere befinden sich weiterhin in Haft und sollen möglicherweise wegen „Terrorismus“ angeklagt werden. Es steht zu befürchten, dass sie in der Haft gefoltert werden, wie lokale Ansprechpartner berichten.

Bischof Abangalo Fondong mit freigelassenen Geiseln seiner Diözese Mamfe in Kamerun. © Kirche in Not
Große Sorgen macht sich „Kirche in Not“ um die Lage in Nicaragua, wo die Regierung massiv gegen die katholische Kirche vorgeht. Dort wurden im zu Ende gehenden Jahr elf Mitglieder des Klerus verhaftet. Es handelt sich um zwei Seminaristen, einen Diakon, einen Bischof und sieben Priester. Bischof Rolando Alvarez aus Matagalpa, der derzeit unter Hausarrest steht, soll am 10. Januar 2023 wegen „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ vor Gericht gestellt werden. „Kirche in Not“ hat auch Berichte erhalten über Priester in Nicaragua, denen es nicht erlaubt ist, ihre Gemeinden zu verlassen, und über mindestens zehn Geistliche, die von der Regierung an der Rückkehr in das Land gehindert werden.

 

Ein weiterer aktueller Fall betrifft die Inhaftierung eines Bischofs und zweier Priester in Eritrea. Zwei Monate sind seit ihrem Verschwinden vergangen, ohne dass die Behörden etwas dazu erklärt hätten.

Der unter Hausarrest stehende Rolando José Alvarez Lagos, Bischof von Matagalpa in Nicaragua. © Jacques Berset / Kirche in Not
Unklare Lage in China

 

Wie viele katholische Priester und Bischöfe im Jahr 2022 in China festgenommen wurden, lässt sich kaum abschätzen. Nach den von „Kirche in Not“ zusammengetragenen Informationen werden Geistliche aus der Untergrundkirche immer wieder für einige Zeit von den Behörden verschleppt, um sie zu drängen, sich der staatlich anerkannten Kirche anzuschließen. Ein Beispiel ist das Verschwinden von mindestens zehn Priestern, die alle der Untergrundgemeinde von Baoding etwa 160 Kilometer südwestlich von Peking angehören, im Zeitraum von Januar bis Mai 2022.

 

Darüber hinaus wurde ein Priester in Myanmar während der Proteste gegen das Regime verhaftet. Mehrere Ordensschwestern und zwei Diakone wurden in Äthiopien während des Tigray-Konflikts Ende 2021 verhaftet und 2022 wieder freigelassen.

Beerdigung eines getöteten Pfarrers in Nigeria.

- Pater Pier Luigi Maccalli - Der Afrikamissionar wurde zwei Jahre lang von Islamisten in der Wüste gefangengehalten
„Kirche in Not“ ruft die beteiligten Länder auf, alles zu tun, um die Sicherheit und Freiheit von Priestern, Ordensschwestern und anderen pastoralen Mitarbeitern zu gewährleisten, die sich in den Dienst der Bedürftigsten stellen. Das internationale Hilfswerk bittet auch alle Freunde und Wohltäter, für diejenigen zu beten, die noch in Gefangenschaft sind, sowie für die Gemeinden und Familien derjenigen, die ihr Leben verloren haben.

Helfen Sie verfolgten Christen weltweit

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in aller Welt durch Ihre Spende an „Kirche in Not“ – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

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Entführt von Islamisten: Ein Afrikamissionar berichtet

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Angesichts weiterhin ansteigender Fälle von Entführungen und Zwangsverheiratungen junger Frauen und Mädchen aus religiösen Minderheiten in Pakistan haben vor wenigen Wochen mehr als dreißig Organisationen einen Appell an die pakistanische Regierung gerichtet. Sie fordern, diese Vorfälle einheitlich zu dokumentieren und dem Parlament vorzulegen. Unter den Organisationen befindet sich auch die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Pakistanischen Bischofskonferenz, die vom weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) unterstützt wird.
Ausbildung zur Schneiderin in der Einrichtung von „Christians‘ True Spirit“. © Kirche in Not
Laut einem Bericht, der dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen im Sommer vorgelegt wurde, sind für 2021 mindestens 78 Fälle belegt, bei denen junge Frauen in Pakistan entführt, zur Konversion zum Islam gezwungen und zwangsverheiratet wurden. Autor der Studie ist das Zentrum für soziale Gerechtigkeit (CJS) in Lahore; für 2022 liegen dort aktuell noch keine Zahlen vor. Betroffen sind vor allem junge Frauen aus der christlichen oder hinduistischen Minderheit. Der Bevölkerungsanteil der Christen in Pakistan liegt bei rund zwei Prozent.

 

Hohe Dunkelziffer

 

Beobachter nehmen an, dass die tatsächliche Zahl der Entführungen weit höher sein dürfte, da viele Taten nicht bei der Polizei gemeldet werden. Andere Studien nennen weit höhere Zahlen, die jedoch nicht im Einzelfall nachgeprüft werden können. Der Direktor der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der pakistanischen Bischofskonferenz, Emmanuel Yousaf, beschrieb gegenüber „Kirche in Not“ die gegenwärtige Lage: „Es gibt Gesetze, um gegen die Täter vorzugehen, aber sie werden zu wenig umgesetzt. Ein Grund dafür ist, dass diese Gewalt ausschließlich christliche oder hinduistische Frauen und Mädchen betrifft. Der Druck geht stark von der Gesellschaft in Pakistan und der muslimischen Seite aus. Sie setzen die Familien und die Mädchen unter Druck, und deshalb bleiben solche Taten oft unentdeckt.“

Die Pschologin Aghania Rafaqat schult die jungen Frauen. © Kirche in Not
Eines der Entführungsopfer ist die 14-jährige Christin Mehwish Bibi. Sie stammt aus Sheikhupura in der Provinz Punjab im Nordosten Pakistans. Um ihre junge Familie zu unterstützen, arbeitete die junge Frau als Kindermädchen. Am 4. August 2021 bot ihr ein muslimischer Nachbar an, sie mit dem Auto an ihre Arbeitsstelle mitzunehmen. „Er bot mir ein Getränk an. Es war mit starken Beruhigungsmitteln versetzt und ich weiß nicht mehr, was dann geschah“, berichtet Mehwish.

 

Ihr Entführer brachte sie in die 140 Kilometer entfernte Stadt Sargodha; dort wurde das Mädchen in einem Lieferwagen gefangen gehalten. „Ich habe mich gegen ihn gewehrt, aber er hat mir immer etwas ins Essen getan, und geschlagen hat er mich auch“, erzählt die junge Christin. Eine Woche später sprach ihr Entführer bei den lokalen Behörden vor. Er hatte Dokumente dabei, die belegen sollten, dass Mehwish zum Islam konvertiert sei und ihn geheiratet habe.

Psychologin Aghania Rafaqat (rechts) betet mit einem der misshandelten Mädchen. © Kirche in Not
Verfahren zur Befreiung dauern oft Monate

 

Nachdem ihre Eltern vom Aufenthalt und der Zwangsheirat ihrer Tochter erfahren hatten, wandten sie sich an die Einrichtung „Christians‘ True Spirit“, die sich für entführte christliche Mädchen einsetzt. Diese beantragte bei Gericht die Auflösung der Ehe – und bekam Recht. Behörden und Gerichte in Pakistan sind nach Angaben lokaler Gesprächspartner sensibler für Fälle von Zwangsverheiratungen und -konversionen geworden. Doch oft ziehen sich entsprechende Verfahren über Monate hin; das Martyrium der jungen Frauen geht in der Zwischenzeit weiter.

 

Seit rund einem Jahr lebt Mehwish in einer Unterkunft von „Christians‘ True Spirit“ in Lahore, in der sieben weitere Frauen Zuflucht gefunden haben. In ihre Familie kann sie aktuell noch nicht zurück: Oft werden die Entführungsopfer und ihre Angehörigen weiter bedroht oder sind sozial stigmatisiert.

Auch die 14-jährige Christin Maira Shahbaz aus Faisalabad wurde entführt und zwangsislamisiert
Die Psychologin Aghania Rafaqat betreut Mehwish und ihre Leidensgenossinnen. Sie berichtet: „Manche meiner Klientinnen sind aggressiv und bekommen Weinkrämpfe. Sie erleben tiefe Traurigkeit und haben große Angst vor der Zukunft. Die Albträume führen nicht selten zu schweren psychischen Störungen.“ Eine Zeitlang hatte Mewish Angst vor jedem fremden Mann: „Ich geriet in Panik, wenn Elektriker oder Klempner in unsere Unterkunft kamen, um etwas zu reparieren.“ Ihr Zustand hat sich etwas gebessert; sie überlegt aktuell, ob sie eine Ausbildung als Schneiderin oder Köchin beginnen soll.

 

 

„Ich habe mich geweigert, meinen christlichen Glauben aufzugeben“

 

Mewishs Mitbewohnerin Shumaim Lazir, ebenfalls 14, hat sich bereits für eine Schneiderlehre entschieden – trotz der traumatischen Erfahrungen, die sie Anfang 2022 durchleiden musste. Sie war in Rahwali, etwa 100 Kilometer von Lahore entfernt, drei Tage lang von zwei muslimischen Männern vergewaltigt worden. Einer der Täter, ein 36-Jähriger, befindet sich in Haft, der andere ist noch auf freiem Fuß. „Einer der Männer wollte mich heiraten, aber ich habe mich geweigert, meinen christlichen Glauben aufzugeben“, berichtet Shumaim.

Betende Frau in Pakistan (Foto: Magdalena Wolnik/KIRCHE IN NOT).
Psychologin Aghania Rafaqat zufolge werden sich die betroffenen jungen Frauen trotz aller Fortschritte nie ganz erholen können: „Sie können die Traumata nicht vergessen. Ich kann ihnen nur dabei helfen, die Situation zu akzeptieren und weiterzuleben.“ Dabei spiele auch die religiöse Dimension eine Rolle: „Ihre Hand zu halten und mit ihnen zu beten, ist oft auch sehr hilfreich.“

 

„Kirche in Not“ hat in einem Anfang 2022 veröffentlichten Bericht Fälle von Zwangsverheiratungen und -konversionen christlicher Frauen und Mädchen in Pakistan, Ägypten, Irak, Syrien, Nigeria und Mosambik dokumentiert. Der Bericht trägt den Titel „Hört ihre Schreie“ und kann kostenlos bestellt werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/hoert-ihre-schreie-broschuere/

Bitte unterstützen Sie Arbeit der Kirche in Pakistan und den Einsatz für entführte Frauen und Mädchen mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

 

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„Hört ihre Schreie“: Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten

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Als geistliche Einstimmung für das neue Jahr stellt das Hilfswerk „Kirche in Not“ Deutschland zwei Onlineangebote bereit: Homepagebesucher haben die Möglichkeit, sich einen Bibelvers oder einen „Jahresheiligen“ für 2024 zu ziehen.
Kartenset zum Jahresheiligen-Ziehen von „Kirche in Not“. © Kirche in Not
„Es ist ein schöner und ökumenischer Brauch, sich mit einem Wort aus der Heiligen Schrift ins neue Jahr begleiten zu lassen“, erklärte Florian Ripka, der Geschäftsführer von „Kirche in Not“. „Aus dem katholischen Brauchtum stammen die sogenannten ,Jahresheiligen’: Sich nach einem Gebet einen Heiligen oder Seligen zulosen lassen, der ein Fürsprecher im kommenden Jahr sein kann oder dessen Lebensgeschichte sich näher zu entdecken lohnt.“

 

Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich seinen individuellen Bibelspruch oder die Angaben zum Jahresheiligen per E-Mail zusenden zu lassen. Das „Jahresheiligen-Ziehen“ gibt es auch als Kartenset mit 100 Heiligen und Seligen, die neben einem Zitat auch praktische Anregungen für den Alltag enthalten. „Unser Angebot ist eine christliche Alternative zum Wachsgießen in der Silvesternacht“, betonte Ripka. Vor allem aber sei es eine Einladung zu Gebet und Besinnung, was „Kirche in Not“ als pastoralem Hilfswerk sehr wichtig sei.

Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Detuschland. © Kirche in Not
Die beiden Internetseiten mit dem Bibelvers- und dem Jahresheiligen-Ziehen würden das ganze Jahr über von zahlreichen Besuchern frequentiert, erklärte Ripka: „Das zeigt das Bedürfnis nach geistlicher Stärkung, die wir gerade in unsicheren Zeiten alle gute brauchen können. Unsere virtuellen ,Loskörbe’ sind gut gefüllt – einfach zugreifen.“
Hier geht es zum Bibelversziehen von „Kirche in Not“: https://www.kirche-in-not.de/kirche-in-not/bibelversziehen/

 

Das Jahresheiligen-Ziehen findet sich unter: https://www.kirche-in-not.de/kirche-in-not/jahresheiligenziehen/

 

Das Kartenset zum Jahresheiligenziehen mit 100 Karten kann zum Preis von fünf Euro bestellt werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/jahresheiligen-ziehen/; oder unter Angabe der Artikelnummer 5165 bei: KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 – 64248880, Fax: 089 – 642488850, E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

Heilig ist Trumpf – Die Jahresheiligen-Karten von KIRCHE IN NOT

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Im Advent 2004 gab Kardinal Leo Scheffczyk (1920-2005) KIRCHE IN NOT ein auch heute noch viel beachtetes Interview über die Verflachung und Verfälschung des Weihnachtsfestes, die Einzigartigkeit des Christentums unter den Religionen und darüber, wie man Weihnachten heute neu erleben kann.

Papst Benedikt XVI., der Leo Scheffczyk aus der gemeinsamen Zeit in Freising kannte, nannte ihn einmal einen „herausragenden Prediger und verheißungsvollen Theologen“.

Wir dokumentieren das Interview zum 15. Todestag des am 8. Dezember 2005 verstorbenen Kardinals. Das Gespräch führte Michael Ragg.

Leo Kardinal Scheffczyk (1920-2005). © Leo-Scheffczyk-Zentrum Bregenz
MICHAEL RAGG: Herr Kardinal, häufig kann man in der Vorweihnachtszeit hören und lesen, Weihnachten sei gar kein christliches Fest, das Weihnachtsfest sei viel älter als das Christentum, da habe man eben die Wintersonnenwende oder irgendeinen Sonnengott gefeiert und die Kirche habe dieses Fest einfach übernommen. Was unterscheidet das christliche Weihnachtsfest von seinen heidnischen Vorläufern?

KARDINAL LEO SCHEFFCZYK: Nun, wir wissen, dass das christliche Weihnachtsfest im vierten Jahrhundert in Rom in die abendländische Kirche eingeführt und auf den 25. Dezember festgelegt wurde. Dabei spielte die alte heidnische Festfeier des Sonnengottes schon eine Rolle, die als Tag des wachsenden Lichtes begangen wurde. In dem Bestreben, gegen das heidnische Brauchtum ein Gegenstück zu setzen, wurde das Erinnerungsfest an die Geburt Jesu auf diesen Tag gelegt. Dabei wurde dem heidnischen Sonnengott die biblische Bezeichnung Jesu Christi als Sonne der Gerechtigkeit entgegengestellt.

 

Daran lässt sich ersehen, dass sich der Inhalt des christlichen Festes gegenüber dem heidnischen gänzlich neu bestimmt und wesentlich neu gefasst war. Dort im Heidentum wurde ein immer wiederkehrendes Naturgeschehen gefeiert, hier im christlichen Bereich eine einmalige geschichtliche Gottestat. Die Unterschiede sind also unübersehbar und nicht aufeinander zurückzuführen.

Koptische Ikone mit der Darstellung der Krippenszene.
Heute steht also im Zentrum von Weihnachten Jesus Christus. Wenn jetzt aber ein außerirdischer Besucher käme, und er würde mal einen Nachmittag lang durch eine unserer Großstädte bummeln, dann müsste er zu dem Schluss kommen, an Weihnachten gehe es um einen dicken Mann mit weißem Bart und rotem Mantel, den man Weihnachtsmann nennt. Was hat dieser Weihnachtsmann mit Weihnachten zu tun?
Das angeführte Beispiel beweist die Verflachung und Verfälschung einer christlichen Wahrheit zu einer billigen Belustigungsfigur für Kinder in einer kommerzialisierten Gesellschaft. Die Vorstellung vom Weihnachtsmann leuchtet das erste Mal schon im
18. Jahrhundert auf. Sie sollte die Gestalt des Christkindes als Geschenkgeber und Gabenspender ersetzen. An diesem Detail vom Wandel des Christkindes zum Weihnachtsmann lässt sich etwas von dem vorsichgehenden dramatisch religiös-kulturellen Verweltlichungsprozess erkennen, bei dem christliche in weltliche Vorstellungen umgeprägt und damit zugleich auch belanglos und irgendwie banal werden. Für den Christen wird daran anlässlich des Weihnachtsfestes die große Aufgabe deutlich, diesen Prozess nicht als unabwendbar hinzunehmen, sondern ihm die christliche Tradition entgegenzusetzen, und sei es auch nur im Kreis der Familie und der Kinder, die eben nicht dem Weihnachtsmann, sondern Christus oder dem Christkind begegnen wollen.

 

Es gibt noch immer viele Menschen, die doch ahnen, dass Weihnachten eine religiöse Bedeutung hat. Das merkt man daran, dass an Weihnachten die Kirchen voll sind und der Besuch der Weihnachtsgottesdienste sogar noch zunimmt. Wer in die Kirche geht, hört dann die Weihnachtsgeschichte von Jesus im Stall von Bethlehem. Was ist eigentlich dran an dieser „Geschichte“?
Die an Weihnachten gefüllten Gotteshäuser sind ein Beweis dafür, dass die Weihnachtsbotschaft den Menschen noch etwas zu sagen hat, auch wenn sie sich nicht immer von ihrem inneren Kern anrühren lassen. Der Kern aber ist ein geschichtliches Ereignis, von dem in natürlicher Weise berichtet oder erzählt werden muss. Dabei ist es nicht zu umgehen, dass sich ein solcher Bericht in menschliche Darstellungs- und Ausdrucksformen kleidet, dass er in Form einer anschaulichen Geschichte erzählt und eben als Erzählung dargeboten wird. Nur erhebt diese Geschichte den Anspruch, nicht eine phantasiereiche Poesie oder Legende zu sein, sondern wirklich Geschehenes wiederzugeben, so dass wir sagen, es ist nicht eine Geschichte, sondern es ist die Geschichte der Geburt des Erlösers, des Christusereignisses, in der schlichten Form einer allgemeinverständlichen gläubigen Erzählung gehalten, die zugleich auch das Glaubensgeheimnis verkünden will.

Kardinal Leo Scheffczyk und Papst Benedikt XVI. 2005. © Leo-Scheffczyk-Zentrum Bregenz
Maria ist ein Pfeiler des Weihnachtsgeheimnisses

In der Weihnachtsgeschichte wird uns gesagt, dass dieser Jesus von einer Jungfrau geboren worden sei. Ist das nur ein Symbol für das Besondere an diesem Geschehen, wie das heute manche Theologen meinen, oder darf man das wörtlich nehmen?
Der Glaube der Kirche versteht die Jungfrauengeburt tatsächlich realistisch und in diesem Sinne wörtlich. Die geistgewirkte jungfräuliche Empfängnis Marias ist sogar einer der Pfeiler des Weihnachtsgeheimnisses. Bei einer Erzeugung Jesu durch Maria und Josef hätte die Christenheit kaum Grund zur Annahme eines Weihnachtswunders kommen können. Es wäre also als ein ganz natürliches Geschehen angesehen worden, bei dem dann das Neuartige, das Gnadenhafte und Göttliche dieser Gottestat nicht mehr hätte zum Vorschein kommen können. In der Jungfrauengeburt geschah eben das, was der Evangelist Johannes andeutet: dass nämlich diese Geburt nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geschah.

Das war wirklich eine ganz besondere Geburt, denn da ist jemand geboren, der laut Bibel von sich selbst sagt, er sei „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Nun wird Weihnachten ja auch als „Fest des Friedens“ bezeichnet und ein solcher Anspruch, wie ihn das Christentum erhebt, scheint ja geradezu in einen Kampf der Kulturen zu führen, wie ihn der islamische Fundamentalismus betreibt. Muss man heute diesen Anspruch Jesu Christi relativieren?
Mit Ihrem Hinweis bestätigen Sie, dass es sich bei der Geburt des Sohnes Gottes in der Menschheit um etwas Einzigartiges handelt, um ein abgrundtiefes Geheimnis, das den reinen Verstandesmenschen gewaltig herausfordert. Dieses Ereignis begründet auch die Einzigartigkeit des Christentums unter den Religionen. Daraus ergeben sich für das Christentum auch praktische Folgerungen, wie etwa die Verpflichtung zur Missionierung und Ausbreitung dieser einzigartigen Botschaft Christi, was dann von den Gegnern des Christentums gleich als Verletzung des Toleranzgedankens angesehen wird. Aber das Festhalten an der Gottheit Christi und der Einzigartigkeit des Christentums besagt nicht einen Anruf zum Kampf gegen die Religionen und Kulturen, sondern gerade im Namen des Gottes der Liebe und des Friedens einen Appell zum Verstehen der anderen Religionen und ihrer Anhänger. Das ist die recht verstandene Toleranz, die nicht aus Gleichgütigkeit gegenüber der Wahrheit erwächst, sondern aus der Anerkennung der Freiheit des Andersdenkenden. Sie hindert nicht die Verkündigung und Verbreitung der eigenen Wahrheit in der Mission und der Neuevangelisierung.

Weihnachtskarten von KIRCHE IN NOT.
Die katholische Kirche nennt Maria die „Mutter Gottes“. Oft wird der Vorwurf laut, dadurch würde Maria zur Göttin gemacht. Was bedeutet dieser Titel?
Gegen diesen Titel hat man in alter wie in neuer Zeit den Einwand erhoben, dass er etwas Unmögliches behaupte. Denn, so sagt man, Gott kann nicht geboren werden. Aber das behauptet dieser Titel tatsächlich nicht. Er besagt vielmehr, dass der menschgewordene Sohn Gottes, weil in ihm die Einheit von Gottheit und Menschheit geschlossen und gegeben war, von einer menschlichen Mutter geboren wurde. Diese konnte dann, weil diese Einheit von Gott und Mensch in der Person gegeben war, auch wirklich als Gottesmutter bezeichnet werden. So ist der Titel Gottesmutter für Maria eine wichtige Stütze und eine neuerliche Bekräftigung des Geheimnisses der gott-menschlichen Einheit in Christus und auch eine Hilfe zur Erklärung des Weihnachtsgeheimnisses.

 

Der Heilige Josef – ein vorbildlicher Helfer

Bei der Geburt Jesu war auch der Mann Marias, Josef, dabei, dem wir oft keine so große Aufmerksamkeit schenken. Worin lag denn seine Aufgabe in dem ganzen Geschehen und worin liegt seine Bedeutung für uns heute?
In der gesamten Geburts- und Kindheitsgeschichte spielt auch der gesetzliche Ehemann Marias und der gesetzliche Vater Jesu, der heilige Josef, eine wichtige Rolle – sowohl in der Darstellung des Evangelisten Matthäus wie auch in der des Lukas. Freilich gehört der heilige Josef nicht in die Ordnung des inneren geheimnisvollen Vollzugs des Weihnachtsgeschehens zwischen Christus, dem Heiligen Geist und Maria hinein, sondern mehr in den Bereich der äußeren, irdisch menschlichen und geschichtlichen Vorbereitung dieses inneren Geheimnisses. Aber zur Verwirklichung eines göttlichen Geheimnisses der Geschichte gehört eben auch all das hinzu, was an menschlicher Zubereitung, an Mithilfe und Grundlegung notwendig war. Darüber hinaus kommt dem heiligen Josef auch eine heilsgeschichtliche Bedeutung zu, wenn man etwa bedenkt, das er es war, der den Namen Jesus in die Einwohnerliste des Römischen Reiches eintrug und ihm damit seinen Platz in der Weltgeschichte zuwies. In all dem erweist sich Josef auch als der erste männliche Christusgläubige, der sein ganzes Leben in den Dienst des Weihnachtsgeheimnisses stellte. So bleibt er der vorbildliche Helfer zur Verwirklichung des Weihnachtsgeheimnisses und der Weggeleiter in dieses Geheimnis hinein.

Am 21. Februar 2001 wurde Leo Scheffczyk von Papst Johannes Pail II. in den Kardinalsrang erhoben. © Leo-Scheffczyk-Zentrum Bregenz
Zurück zu Jesus selbst. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass hier ein Gott, wie das Christentum es verkündet, als ein schwaches Baby in einem ärmlichen Stall zur Welt kommt. Das ist ja ohne wirkliches Vorbild. Wie geht das zusammen?
Das Weihnachtsgeheimnis ist zuletzt ein Geheimnis der übergroßen Liebe Gottes, wie es der heilige Paulus im Titusbrief ausdrückt, wenn er sagt: „Erschienen ist die Güte und Menschenliebe Gottes.“ Dabei steht im Hintergrund das Bewusstsein von der unvergleichlichen Größe Gottes und von der Geringheit, von der Armut, geradezu von der Nichtigkeit des menschlichen Geschöpfes. Aber Gott hat diese unendliche Differenz nicht gescheut. Er wollte und konnte diese Distanz kraft seiner Menschenliebe, die er schon in der Schöpfung und in der Begnadung bewies, überwinden. Dabei wollte Gott das Menschliche gleichsam an seinem tiefsten Punkt ergreifen, nämlich in der Schwäche und Bedürftigkeit eines Kindes. Vor allem der Bericht des Matthäus zeigt eine deutliche Neigung zum Armen, zum Bedrängten, zum Gefährdeten, dem Jesus vor allem verpflichtet sein wollte. Damit aber hat der Herr zugleich dem Armsein und Kindsein eine einzigartige Würde und Bedeutsamkeit zuerkannt, die wir heute, im Zeitalter der Zivilisation des Todes, als ernste Mahnung verstehen sollten.

 

Einheit von Barmherzigkeit und Opfer

In der christlichen Verkündigung ist ja gerade in den letzten Jahrzehnten die Rede vom „barmherzigen“ Gott immer stärker herausgestellt worden. Was heißt das eigentlich?
Die im Weihnachtswunder auftretende Liebe Gottes lässt sich in ihrer Eigenart noch genauer als göttliche „Barmherzigkeit“ bestimmen, welche speziell die Liebe Gottes gegenüber dem schwach Gewordenen, dem gefallenen Geschöpf, dem hilfsbedürftigen Menschen besagt. Es ist zutiefst die Liebe Gottes zu den Sündern, zu denen, die sich in der Sünde gegen die Hoheit und Hochheiligkeit Gottes verfehlt und sich dem Anruf Gottes versagt haben. Das aber war die Gesamtsituation der in Adam gefallen Menschheit vor der Ankunft des Versöhners und des Erlösers. Es ist bezeichnend, dass in der Kindheitsgeschichte des Lukasevangeliums mehrere Male vom Erbarmen Gottes die Rede ist. Seinen höchsten Ausdruck findet dieses Erbarmen im Gleichnis vom verlorenen Sohn, das eigentlich das Gleichnis der grenzenlosen, unerschöpflichen Sünderliebe darstellt. Sie hat im Weihnachtsereignis ihre Quelle. Sie fließt von diesem Punkt in das ganze Leben, in die Geschichte der ganzen Menschheit hinein.

Die Ikone „Selige Jungfrau Maria, Schmerzensmutter und Trösterin der Syrer“ wurde von KIRCHE IN NOT auf eine „Pilgerreise“ durch Syrien geschickt. Innige Marienverehrung war ein Wesensmerkmal, das Leo Scheffczyk und Pater Werenfried verband.
Jesus, so verkündet es die Kirche, ist in die Welt gekommen, um uns Menschen zu „erlösen“. Aber man weiß ja heute gar nicht mehr, wovon …
Im Weihnachtsereignis erscheint Christus tatsächlich als der Retter, der Heiland, der Erlöser der Welt. Die Erlösung aber ist im Wesen und im Kern, wie das Wort schon sagt, eine Herauslösung vor allem aus der Sünde, aus dem ewigen Tod und aus der Gewalt des Bösen, auch des Bösen in Person, des Teufels. Sie ist aber zugleich auch eine Einigung des Menschen mit Gott, mit seiner Heiligkeit und mit dem göttlichen Leben der Gnade, für die wir eins werden mit Gott. Heute zeigt man allerdings für den Begriff der Erlösung, vor allem durch das Kreuz, keine große Vorliebe – wegen seiner Nähe zum Opfer und zur Sühne. Man greift deshalb lieber zu dem Begriff der Befreiung, der sich auch auf die irdischen Nöte und Bedrängnisse des Menschen ausdehnen lässt. Man sagt dann mit Betonung, Gott habe in der Erlösung den Menschen aus gänzlich freier Liebe vom tiefsten Elend befreit. Aber auch dann muss man erklären, warum die Befreiung gerade auf dem Weg des Kreuzes vor sich ging. Die Weihnachtsberichte deuten an, dass die freiwillige Hingabe an den Vater am Kreuz der Ausdruck der vollkommenen, der selbstlosesten Liebe ist. Eine größere Liebe aber hat niemand, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde, erklärt uns der heilige Johannes.

 

Abglanz des Christuslichtes

In unserer Kultur steht im Weihnachtsfest nicht die Erlösung im Vordergrund. Vielmehr gilt es als das Fest der Geschenke. Passt denn, Herr Kardinal, aus kirchlicher Sicht das Schenken zum Weihnachtsfest?
Wenn man vom Kern des Weihnachtsfestes ausgeht, als der Offenbarung der Liebe Gottes in radikaler Hingabe an die menschliche Gebrechlichkeit und Armut, dann darf man das Weihnachtsgeschehen im Ganzen als ein Geschenk Gottes an die Menschheit betrachten. Das Kind in der Krippe ist die Gnade und Gabe Gottes in Person, durch sich der Mensch unermesslich beschenkt weiß. Dieses Wissen löst im Menschen natürlicherweise einen Impuls aus, von diesem Beschenktsein auch anderen mitzuteilen. Darum ist der Brauch des Schenkens und Sich-Beschenkens, das sich in neuerer Zeit gebildet hat, durchaus sinnvoll. Dieses Schenken ist ein Reflex unseres Beschenktseins durch Christus. Es ist ein Abglanz des Christuslichtes der Weihnacht. Von diesem Sinn und diesem Geist müsste auch unser Schenken beseelt sein.

Glaubens-Kompass aus der gleichnamigen Faltblattreihe von KIRCHE IN NOT.
Wenn wir diesen Sinn des Schenkens erkannt haben, was und wie sollen wir schenken, um ihm gerecht zu werden?
Bei Christen müsste das Schenken vom Geist des Christuskindes erfüllt und bestimmt sein. Diesem Geist liegt nun einmal jeder Prunk und jeder übertriebene Aufwand fern. Es liegt ihm aber die Hinwendung zu den Armen und die Abhilfe der Not der Armen nahe. In einer Kultur des weihnachtlichen Schenkens sollte deshalb das Schenken nicht nur als Geste der Hinwendung zu den Nächsten, zu den verwandten Menschen verstanden werden, sondern immer auch als Opfer für die Armen, für die Notleidenden angesehen und aufgenommen werden.

 

Weihnachten heißt auch das Fest der Familie. Gerade Menschen ohne Familie leiden häufig in den Weihnachtstagen ganz besonders. Kann man denn Weihnachten nur als Familienfest begehen?
Weihnachten ist vom Ursprung her eben in die Familien eingesenkt und um die Familie zentriert. An der Geburt Jesu in einer Familie geht uns auf, dass die Familie der Ursprung des natürlichen, aber in gewisser Weise auch des übernatürlichen Lebens ist. Deshalb ist die Familie auch der angemessenste Raum für die Feier des Weihnachtsfestes. Wem allerdings dieser Raum versagt bleibt, der muss sich leiblich oder auch geistig einer Gemeinschaft anschließen. Und wer gänzlich einsam bleibt, sei es aus äußerer Notwendigkeit oder aus höherer Fügung, der sollte sich bewusst in die Zurückgezogenheit und Einsamkeit der Krippe von Bethlehem versenken. In der Angleichung an die Zurückgezogenheit der Heiligen Familie im Stall von Bethlehem und an die Armut Jesu kann ihm das Licht der Weihnacht wie am Gegensatz ebenso hell aufgehen. Und in einer bestimmte Weise wird er im Hinblick auf die Krippe immer auch Gemeinschaft empfinden und Gemeinschaft erleben.

- Leo Kardinal Scheffczyk (1920-2005)
Jesus Christus ist geboren, um uns Menschen zu retten, haben Sie gesagt. Aber was bedeutet das für mein Leben jetzt und hier? Wie kann Christus in mir geboren werden?

Mit dieser Frage rühren wir an die tiefste Möglichkeit, das Weihnachtsfest geistlich fruchtbar zu machen. Das Weihnachtsereignis, die Geburt Christi, kann in geistiger und mystischer Weise in uns selbst wieder Wirklichkeit werden. Der Mensch, der sich im Glauben und in der Liebe mit Christus vereint, kann erfahren, dass Christus gleichsam in ihm geistiger Weise neu aufgeht, neu geboren wird: als Retter, als Helfer, als Tröster und auch als Freund. Indem der Geist, die Kraft, das Leben Christi in unser Herz eingeht, wird Jesus in unserem Herzen in gewisser Weise neu geboren.

 

 

Die Heilige Nacht soll ja eine ganz besondere Nacht sein. Das hören wir gerade in diesen Tagen in vielen Geschichten. Nun ist Jesus vor 2000 Jahren geboren. Und doch betet die Kirche gerade am Weihnachtstag „Heute ist Christus geboren“. Warum heute?

Diese Frage zielt auch auf die Möglichkeit einer noch tieferen Einigung mit Christus und zwar in der Feier der Liturgie. Tatsächlich wird in der liturgischen Feier das Ereignis, das man begeht, in gewisser Weise wieder gegenwärtig – zunächst in der Erinnerung, im Gedächtnis. Aber das ist kein bloßes gedankliches Erinnern, das sich nur im Denken des Menschen vollziehen würde. Vielmehr ragt in den Zeichen und Handlungen der Liturgie, vermittels der Gnade, etwas von der Wirklichkeit des Erinnerten in die Feier der Gemeinde hinein. Am tiefsten und intensivsten geschieht diese Vergegenwärtigung Christi im heiligen Messopfer, im Blut und Leib Jesu Christi, welcher der Leib des in Bethlehem geborenen Herrn ist.

Weihnachtskrippe
Der Weg aus der Routine

 

Wie kann man konkret aus der Weihnachtsroutine ausbrechen und dieses Fest wieder tiefer erleben?

Nun, alles, was in einem zeitlichen Rhythmus wiederkehrt und sich im Menschenleben wiederholt, kann auch der Routine anheimfallen und so schal und brüchig werden. Der Gefahr der Veräußerlichung, der Entleerung des Festes, ist grundsätzlich mit dem aufrichtigen Willen zu begegnen: zurück zum Ursprung, zum wahren Sinn des Weihnachtsfestes in der geistigen Begegnung mit dem Kind von Bethlehem, mit Christus, dem Herrn. Es ist dies eine Begegnung mit dem Licht Christi, das immer auch den Ernst des Opfers für die anderen bei sich hat. Wer das bedenkt, wird der Gefahr der Routine entgehen.

 

Wie werden Sie denn selbst das Weihnachtsfest erleben?

Am Heiligen Abend feiere ich die Christmette mit den Senioren eines Altersheims, in dem ich normalerweise auch den Sonntagsgottesdienst halte. Darauf besuche ich die Leute bei ihrem Weihnachtssingen und begrüße sie. Danach bin ich in einer geistlichen Gemeinschaft und feiere mit dieser zusammen.

 

 

Bleibt uns, Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen, Herr Kardinal, vielen Dank für dieses Gespräch.

Prof. Christoph Ohly über Weihnachten: "Und das Wort ist Fleisch geworden ..."

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„Wenn die kurdischen Truppen sich nicht zurückziehen, deutet alles darauf hin, dass eine türkische Bodenoffensive im Norden Syriens unmittelbar bevorsteht.“ Dies erklärte der Patriarchalvikar der chaldäisch-katholischen Kirche in der Region Dschazira, Nidal Abdel Massih Thomas, gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN).

 

Vergeltung für den Anschlag auf dem Taksim-Platz in Istanbul?

 

Schon seit dem 20. November fliege die türkische Armee Drohnenangriffe auf Standorte der „Demokratischen Kräfte Syriens“ (Syrian Democratic Forces SDF), einer mehrheitlich kurdischen Militäreinheit im syrischen Bürgerkrieg. Auch Gas- und Erdölförderanlagen seien Ziel der Angriffe.

Kirche in Qamischli, nahe der türkischen Grenze. © Kirche in Not
An der Grenze zur Türkei seien ebenfalls zivile Ziele bombardiert worden. Der Priester vermutet: „Diese Angriffe dienen als Vergeltung für den Anschlag auf dem Taksim-Platz in Istanbul.“ Bei dem Bombenattentat waren am 13. November sechs Menschen getötet und über 80 verletzt worden. Die türkische Regierung beschuldigt die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK als Drahtzieher; die PKK wies jedoch eine Beteiligung zurück.

 

Syrien, Russland und die Türkei involviert

 

„Die Türkei rechtfertigt diese militärischen Interventionen mit der Notwendigkeit, ihre Grenzen innerhalb der Sicherheitszone zu Syrien zu schützen“, erklärte Thomas. Außerdem wolle die Türkei jeden Versuch zur Errichtung eines kurdischen Staats unterbinden. Dies läge ebenfalls im Interesse Syriens, das seine Gebiete im Norden wieder zurückerlangen wolle. Auch Russland habe erneut eingegriffen und von den SDF den Rückzug aus drei Regionen gefordert. Dies hätten die kurdischen Truppen jedoch abgelehnt.

Nidal Abdel Massih Thomas, Patriarchalvikar der chaldäisch-katholischen Kirche in der Region Dschazira/Syrien. © Kirche in Not
In den Regionen nördlich der Stadt Aleppo lebten auch noch einige Christen, betonte der chaldäisch-katholische Geistliche, doch seit 2015 finde dort „die größte je dagewesene Auswanderungswelle“ statt. Er blickt skeptisch in die Zukunft: „Wir wissen nicht, was die Türkei vorhat, und legen unser Schicksal in die Hände Gottes.“
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Weihnachten 2022 – Spenden für verfolgte Christen: Lebenshaltungskosten in Syrien:

 

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Die medizinische Versorgung in Syrien sei kaum noch aufrechtzuerhalten, Krankheiten und Seuchen breiteten sich aus. Das erklärte der melkitisch griechisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Georges Masri, gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN): „Nach der Covid-19-Pandemie ist in 13 der 14 syrischen Provinzen die Cholera ausgebrochen.“ Die neue Epidemie ist nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen.

 

„Menschen sterben, weil sie sich Operationen nicht leisten können“

 

Immer mehr Menschen würden sterben, weil sie sich Medikamente oder Operationen nicht mehr leisten könnten, sagte Erzbischof Masri: „Viele verzichten bewusst auf lebenswichtige Medikamente oder Eingriffe, weil sie fürchten, die dafür erforderlichen Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können.“ Die Preise für Medikamente seien extrem gestiegen, was besonders für ältere und chronisch kranke Personen verheerend sei.

Georges Masri, melkitisch griechisch-katholischer Erzbischof von Aleppo. © Kirche in Not
Hinzu komme, dass nach wie vor viele Krankenhäuser zerstört und viele qualifizierte Ärzte ins Ausland gegangen seien: „Wir brauchen junge Menschen, die Medizin studieren und in Syrien bleiben“, monierte der Bischof. Die katholische Kirche im Land könne zwar den Ärztemangel nicht ausgleichen, aber sie habe ihre Hilfe bei der Verteilung von Medikamenten und in der Krankenseelsorge verstärkt. So hat „Kirche in Not“ unter anderem den Bau einer öffentlichen Apotheke in Aleppo mitfinanziert, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet.

 

Einsatz für körperliche und seelische Gesundheit

 

Ein weiteres aktuelles Projekt ist die Betreuung von älteren Menschen; auch hier hilft „Kirche in Not“. Höhepunkt sind Seniorenfreizeiten, die es älteren und hilfsbedürftigen Menschen ermöglichen, ein paar Tage in Gemeinschaft außerhalb der Stadt Aleppo zu verbringen. Dies sei für die körperliche und vor allem für die seelische Gesundheit wichtig, erklärte Erzbischof Masri: „Es ist eine angenehme Abwechslung für die Senioren und sie kehren wieder voller Energie nach Hause zurück.“ Auch für Jugendliche organisieren die Diözesen in Syrien schon seit längerem Ferienlager und weitere Freizeitaktivitäten.

Medikamentenausgabe in einer Pfarrei in Aleppo. © Kirche in Not
Auch wenn sie die strukturellen Probleme wie die zerstörte Infrastruktur und die allgegenwärtige Korruption in Politik und Verwaltung nicht lösen können, habe diese Unterstützung eine große Wirkung, betonte der Erzbischof: „Sie hilft uns, dass wir die Bevölkerung in dieser schweren Krise unterstützen können. Wir sind allen Wohltäter zu großem Dank verpflichtet. Beten wir füreinander.“
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Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember veröffentlicht der deutsche Zweig des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) einen neuen Glaubens-Kompass Religionsfreiheit. Das Heft im Format DIN A6 stellt auf 16 Seiten kompakt Inhalt und Bedeutung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit vor. Außerdem benennt die neue Publikation die Hauptmotive religiöser Verfolgung und geht auf Brennpunktländer ein, in denen Christen und andere religiöse Gruppen diskriminiert und verfolgt werden. Der Glaubens-Kompass ist mit Fotos aus den Projektländern von „Kirche in Not“ illustriert.
Titelblatt des neuen Glaubens-Kompass Religionsfreiheit © Kirche in Not
„Keine Menschenrechte erster und zweiter Klasse“

 

„Alle reden von Menschenrechten, wie aktuell rund um die Fußballweltmeisterschaft in Katar“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit führe dabei oft ein Schattendasein. „Es gibt aber keine Menschenrechte erster und zweiter Klasse. Das Recht zu glauben oder auch nicht zu glauben, ist fundamental und ein Gradmesser für den Status weiterer Menschenrechte in einem Land.“ Religionsfreiheit sei auch die Voraussetzung für die Mission von „Kirche in Not“. „Wir können bedrängten Christen nur dann beistehen, wenn wir uns für die universale Geltung der Religionsfreiheit einsetzen und Übertretungen klar benennen.“

Florian Ripka (Mitte) im Gespräch mit Volker Kauder, langjähriger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und aktuell Professor für Religionsfreiheit an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.
Zu diesem Zweck gibt „Kirche in Not“ alle zwei Jahre einen internationalen Report „Religionsfreiheit weltweit“ heraus, der die Menschenrechtslage in 196 Ländern in den Blick nimmt. Unabhängige Experten und Journalisten arbeiten daran mit. Der neue Glaubens-Kompass Religionsfreiheit orientiert sich an den dort gewonnenen Erkenntnissen. Die Neuauflage von „Religionsfreiheit weltweit“ wird im April 2023 erscheinen.

 

In der Reihe Glaubens-Kompass von „Kirche in Not“ sind bislang 86 Schriften erschienen, die sich mit zentralen Themen des christlichen Glaubens, kirchlichen Traditionen und der katholischen Lehre befassen.

Der neue Glaubens-Kompass Religionsfreiheit ist kostenlos. Bestellt werden kann er am einfachsten unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/glaubens-kompass-religionsfreiheit/ oder per Nachricht an:

 

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Telefon: 089 – 64248880,
Fax: 089 – 642488850

E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

 

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KIRCHE IN NOT setzt sich für Religionsfreiheit weltweit ein

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Angesichts des Wintereinbruchs in der Ukraine und der Zerstörung großer Teile der Energieversorgung finanziert das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) Öfen und Generatoren für kirchliche Einrichtungen. Dort finden viele Einwohner und Flüchtlinge Zuflucht. Einfache Holzöfen werden auch in der lokalen Bevölkerung verteilt.

 

„Wir befürchten, dass der Wintereinbruch in Regionen, wo wegen der zerstörten Infrastruktur das Heizen nicht mehr möglich ist, zu noch mehr Vertriebenen führen wird. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder“, erklärte die Projektreferentin von „Kirche in Not“ für die Ukraine, Magda Kaczmarek, die gerade von einer Reise in die Ukraine zurückgekehrt ist.

Projektreferentin Magda Kaczmarek (2. v. links) mit Projektpartnern bei ihrem jüngsten Ukraine-Besuch. © KIRCHE IN NOT
Angriffe sollen es unmöglich machen, den Winter zu überleben

 

Die aktuellen russischen Drohnenangriffe zielten Kaczmarek zufolge „nicht auf strategische Ziele“ ab, sondern darauf, „das tägliche Leben der Ukrainer zu verschlimmern“ und es „unmöglich zu machen, den Winter an diesen Orten zu überleben.“ In einigen Regionen des Landes, vor allem in der okkupierten Ostukraine, würden die Temperaturen im Winter üblicherweise auf unter Minus 20 Grad Celsius fallen. Nach Angaben der ukrainischen Regierung sind die Hälfte der Kraftwerke und Energieanlagen des Landes zerstört.

 

Als Reaktion auf die dramatische Versorgungslage hat „Kirche in Not“ ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine geschnürt: Dazu gehören Finanzhilfen für den Kauf von Heizöfen und Stromgeneratoren, darunter 40 Generatoren für das in größten Teilen von Russland besetzte ukrainisch griechisch-katholische Exarchat (Bistum) Donezk.

 

„Viele Menschen haben Angst vor dem Winter“

 

Auch in den heftig umkämpften Regionen um Charkiw und Saporischschja finanziert „Kirche in Not“ Holzöfen, die von der dortigen römisch-katholischen Diözese ausgegeben werden. In den Wärmestuben, Suppenküchen und Ausgabestellen halten sich viele der verbliebenen Bewohner auf. „Viele alte, kranke und arme Menschen sind in Charkiw geblieben. Sie haben Angst vor dem Winter. Viele fragen sich, wie sie durchhalten sollen“, erklärte Kaczmarek.

Zerstörte Häuser in der Ostukraine nahe der russischen Grenze. © KIRCHE IN NOT
Der Bischof von Charkiw-Saporischschja, Pawlo Honcharuk, bat „Kirche in Not“ wegen des Wintereinbruchs um weitere Hilfen: „Für viele Menschen wird es eine große Herausforderung sein, ihre Wohnungen zu heizen, denn viele haben keinen Zugang zu Strom und Gas. Viele Menschen haben sich bereits mit der Bitte um Hilfe an uns gewandt.“

 

Umstellung von Heizungen auf nachhaltige Energien

 

Die Energiekrise betreffe aber nicht nur die besetzten und umkämpften Gebiete, sondern die ganze Ukraine, stellte Magda Kaczmarek fest: „Ich habe das bei meinem vergangenen Besuch erlebt. Die Schwestern in einem der Klöster, das ich besucht habe, waren ohne Strom und Wasser – und das bei jetzt schon sehr niedrigen Temperaturen.“ Viele dieser Einrichtungen hätten Flüchtlinge aufgenommen und befürchteten, dass das Schlimmste jetzt im Winter noch bevorstehe.

- Magda Kaczmarek, Projektreferentin bei KIRCHE IN NOT International
Bischof Pawlo Honcharuk mit Vertretern verschiedener Hilfsorganisationen
Aufgrund des Strom- und Gasmangels suchen zahlreiche Pfarreien, Klöster und Priesterseminare nach neuen Energiequellen und wollen ihre Heizsysteme jetzt umstellen. Auch hier hilft „Kirche in Not“. So zum Beispiel im Priesterseminar von Ternopil in der Westukraine, das auf eine Heizung mit Holzpellets aus eigener Produktion umgerüstet hat. Damit konnten die Energiekosten erheblich gesenkt werden.

 

„Wir machen in der Ukraine eine äußerst schwierige Zeit durch“, schreibt Bischof Pawlo Honcharuk aus Charkiw an „Kirche in Not“. „Wir danken Ihnen für die Gebete und die Unterstützung, die wir von so vielen Menschen seit Beginn des Krieges erhalten haben. Möge Gotte alle Wohltäter reichlich belohnen.“

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Adventsgrüße aus der Ukraine: Weihbischof Hrutsa dankt KIRCHE IN NOT

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„Ohne die Hilfe, die wir erhalten, könnten wir nicht weitermachen. Wir brauchen sie dringend“: Diesen Appell äußerte der Vorsitzende des Sekretariats für die katholischen Schulen im Libanon, Youssef Nasr, in einem Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN).
Youssef Nasr, Vorsitzender des Sekretariats für katholische Schulen im Libanon. © Sekretariat für katholische Schulen im Libanon.
Den 320 kirchlichen Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen im Libanon drohe ohne Unterstützung aus dem Ausland das Aus, weil durch den Verfall der Landeswährung die Lehrergehälter nahezu wertlos geworden seien und der Schulbetrieb nicht mehr aus eigener Kraft aufrechterhalten werden könne. Eltern würden das Schulgeld nach wie vor in libanesischen Pfund bezahlen; Strom, Heizung und weitere Betriebskosten müssten aber mittlerweile in US-Dollar beglichen werden. Besonders schwer sei die Lage in den Einrichtungen, die noch bis 2017 Unterstützung vom Staat erhalten haben, diese bleibe jedoch seitdem aus.

 

Gelebte Toleranz und Dialog der Religionen

 

In den katholischen Schulen im Libanon würden 200.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet; davon seien rund Dreiviertel Christen und ein Viertel Muslime, erklärte Nasr: „Wir wollen unter den Schülern ein Bewusstsein für die verschiedenen Religionen schaffen und sie zusammenbringen. Wir legen Wert auf Offenheit und treten für eine Gesellschaft ein, die sich gegen über allen Religionen im Libanon offen zeigt.“ Viele muslimische Eltern legten Wert darauf, ihre Kinder in christlichen Schulen unterrichten zu lassen, da sie deren Profil und die Qualität der Ausbildung schätzten.

Religionsunterricht an einer katholischen Schule im Libanon. © Ismael Martinez Sanchez/Kirche in Not
Die katholischen Schulen seien die „rechte Hand der Kirche“ im Libanon und verkörperten ihre Sendung: „In unseren Schulen ist die Atmosphäre von christlichen Werten durchdrungen. Wir bezeugen unseren Glauben gegenüber Schülern, Mitarbeitern und Eltern“, erklärte Nasr.

 

„Wir müssen die Menschen davon abhalten, auszuwandern“

 

Im Libanon sind rund ein Drittel der sechs Millionen Einwohner Christen und etwa 60 Prozent Muslime. Das Land beheimatet die prozentual größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten, auch wenn ihr Anteil kontinuierlich sinkt. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Krisen wandern gerade gut ausgebildete Christen aus – ein Trend, den die katholischen Schulen im Libanon stoppen wollen, wie Youssef Nasr betonte: „Wir müssen unser Bildungsangebot aufrechterhalten, um die Menschen davon abzuhalten, auszuwandern. Wir arbeiten daran, unser Bildungssystem am Laufen zu halten und so den Eltern und Kindern eine positive Botschaft zu vermitteln.“

Graffito mit der Aufschrift „Hoffnung“ (Hope) in einer Straße in Beirut.
Dank der Hilfe von „Kirche in Not“ und weiteren Organisationen sei es möglich, den Lehrern einen kleinen Geldbetrag in US-Dollar auszuzahlen, damit sie sich die notwendigsten Dinge kaufen können. Die Hilfe aus dem Ausland helfe auch die Heiz- und Stromkosten zu berappen, die 40 Prozent der Gesamtausgaben ausmachten. „Kirche in Not“ hat ein Hilfsprogramm für 200 katholische Schulen im Libanon aufgelegt und unterstützt mittellose Eltern dabei, das Schulgeld aufzubringen. „Es wäre nahezu unmöglich, ohne diese Hilfe weiterzumachen“, sagte Nasr. „Wir zählen weiterhin auf diese Hilfe bei unsrer Mission, ohne die unsere Existenz aufs Spiel gesetzt wäre.“

 

Im Libanon beträgt die Inflationsrate rund 168 Prozent, wie der Economic Experts Survey (EES) von Anfang September zeigt. Das Land am Mittelmeer steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seine Geschichte. 80 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, die Preise für Lebensmittel sind um 500 Prozent gestiegen. Zudem hat das libanesische Pfund 90 Prozent an Wert verloren.

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Die Aktion „Red Wednesday 2022“ des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) in Deutschland ist am Samstag (26. November) mit einem „Abend der Zeugen“ im Mainzer Dom zu Ende gegangen. Deutschlandweit haben in diesem Jahr knapp 170 katholische und evangelische Pfarreien ihre Kirchen als Zeichen der Solidarität mit weltweit verfolgten und diskriminierten Christen rot angestrahlt sowie Gebets- und Informationsabende zum Thema Religionsfreiheit veranstaltet.

 

Höhepunkte in Kathedralen – Unterstützung durch Radio Horeb und Jesuiten

Maßgeblich beteiligt haben sich in diesem Jahr der katholische Sender Radio Horeb, der zwei Veranstaltungen live übertrug und die Aktion medial begleitete, sowie die Berliner Jesuitenpfarrei St. Canisius, die ein Podiumsgespräch mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Monika Grütters und Thomas Heine-Geldern, dem Geschäftsführenden Präsidenten von „Kirche in Not“ (ACN) International, organisiert hatte.

Weihbischof John Bogna Bakeni und Bischof Bertram Meier im Augsburger Dom © Kirche in Not
Weitere Höhepunkte der diesjährigen Aktion waren „Abende der Zeugen“ mit Gästen aus dem Irak, Nigeria und Pakistan in den rot ausgeleuchteten Kathedralen von Passau, Regensburg, Freiburg im Breisgau, Augsburg und Mainz. In Neumarkt in der Oberpfalz war das Münster anlässlich einer ökumenischen Andacht zum „Red Wednesday“ ebenfalls rot erleuchtet gewesen.

 

Augsburg: Aufruf zum mutigen Bekenntnis

Am „offiziellen Termin“ des „Red Wednesday“, dem 23. November 2022, war unter anderem der Augsburger Dom zu einem
Gebetsabend innen und außen blutrot beleuchtet gewesen. Bischof Bertram Meier erinnerte in seiner Predigt daran, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit auch in Deutschland verteidigt werden müsse. Obwohl die Christen in Deutschland keine Verfolgung und Unterdrückung erfahren, werde das Christsein doch immer mehr angefochten und hinterfragt. Selbst Symbole des christlichen Glaubens würden immer öfter aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Christen seien daher in der kommenden Adventszeit dazu aufgerufen, aktiv „Salz der Erde“ zu sein.

Gebetswache vor dem rot beleuchteten Augsburger Dom © Kirche in Not
„Kirche in Not“-Geschäftsführer Florian Ripka (r) im Augsburger Dom © Kirche in Not
Aus Nigeria berichtete während des Augsburger „Abends der Zeugen“ Weihbischof John Bogna Bakeni über die Christenverfolgung durch Terroristen des „Islamischen Staates Westafrika“ und der islamistischen Sekte „Boko Haram“ in seinem Land.

 

Mainzer Bischof Kohlgraf: Religiöse Diskriminierung politisch thematisieren

In seiner Ansprache am 26. November im Mainzer Dom betonte Bischof Peter Kohlgraf, dass es „in unserer manchmal selbstbezogenen Themensetzung in Deutschland“ wichtig sei, „den Blick auf die Situation von Kirchen zu richten, die angefeindet und verfolgt werden“. „Verantwortliche in der Politik thematisieren die alltägliche Diskriminierung und Verfolgung aus religiösen Gründen in vielen Ländern dieser Erde nur selten hörbar oder gar nicht“, beklagte Kohlgraf. Er wünsche sich, dass die Aktion „Red Wednesday“ dazu beitrage, das Gespür für die bedrängte Situation von Christen weltweit zu schärfen.

- Bischof Dr. Peter Kohlgraf
Bischof Peter Kohlgraf im Mainzer Dom © Kirche in Not
Pakistanischer Bischof Shukardin: „Religiöse Intoleranz gesetzlich verankert“

Als Gast aus der Weltkirche berichtete in Mainz der katholische Bischof von Hyderabad, Samson Shukardin. Er betonte, dass Christen in Pakistan meist nur als „Bürger zweiter Klasse“ behandelt würden. Gesellschaftlich akzeptierte Berufe für Christen seien ausschließlich gering geachtete Tätigkeiten. Übliche Berufe seien beispielsweise Tätigkeiten als Hausmeister, als Arbeiter in Ziegeleien und Kanalisationen sowie als Hilfskräfte in der Landwirtschaft. Religiöse Intoleranz sei gesetzlich verankert und werde von den Christen täglich erfahren.

Entführungen und Zwangsbekehrungen in Pakistan nehmen zu

Ein besonders skandalöses Beispiel dafür sei nach Aussage Bischof Shukardins, dass „jedes Jahr zahlreiche minderjährige Mädchen und Frauen Opfer von Entführungen, Zwangsehen und Zwangsbekehrungen“ würden. Dieses Problem nehme trotz anderslautender gesetzlicher Bestimmungen und internationaler Verpflichtungen Pakistans „mit alarmierender Geschwindigkeit zu“. Die Polizei verschließe bei Anzeigen von Entführungen oft die Augen, wodurch die Täter straffrei blieben.

Bischof Samson Shukardin im Mainzer Dom © Kirche in Not
Pakistanische Anti-Blasphemiegesetze unterdrücken Minderheiten

Bischof Shukardin berichtete weiter, dass auch die pakistanischen „Anti-Blasphemiegesetze“ weiterhin dazu missbraucht würden, um religiöse Minderheiten zu diskriminieren und zu unterdrücken. „Werden einzelne Christen oder Hindus zu Unrecht der Gotteslästerung bezichtigt, muss oft ein ganzer Ort darunter leiden“, erklärte Shukardin. Ein Beispiel von vielen sei das Dorf Shanti Nagar im Großraum Khanewal, das wegen einer einzigen der Gotteslästerung beschuldigten Person von einem Lynchmob angegriffen und niedergebrannt worden sei.

Beteiligung nahezu verdoppelt, nächster „Red Wednesday“ am 22.11.2023

Der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka zeigte sich mit der diesjährigen Beteiligung am „Red Wednesday“ sehr zufrieden. „Es freut mich außerordentlich, dass sich trotz Ukraine-Krieg und Energiekrise beinahe doppelt so viele Pfarreien wie letztes Jahr an der Aktion beteiligt haben“, sagte Ripka. „Gerade in schweren Zeiten muss die Weltkirche füreinander beten und sich gegenseitig stärken.“
Der nächste „Red Wednesday“ sei für den 22. November 2023 geplant. „Pfarreien werden aber auch im nächsten Jahr wieder den ganzen November über Gelegenheit für ihre Gottesdienste und Informationsabende haben“, versicherte Ripka. Der „offizielle“ Termin des Red Wednesday sei immer der letzte Mittwoch vor dem ersten Advent. 2023 sei dies gleichzeitig der evangelische „Buß- und Bettag“. Ripka betonte, dies sei „eine gute Möglichkeit, ökumenische Initiativen in den Diensten der Religionsfreiheit anzustoßen“. „Kirche in Not“ werde sich aktiv darum bemühen.

„Abend der Zeugen“ im Mainzer Dom © Kirche in Not
Weihbischof Dr. Peter Birkhofer und Weihbischof John Bakeni im Freiburger Münster
Der Regensburger Dom von außen beleuchtet (Seitenansicht) © Kirche in Not
Der irakische Priester Nashwan Cosa im Passauer Dom © Kirche in Not
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom © Kirche in Not
Der Passauer Dompropst Dr. Michael Bär © Kirche in Not
Nähere Informationen zur Aktion „Red Wednesday“ finden Sie auf der Webseite www.redwednesday.de.

Informationen über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit weltweit stellt „Kirche in Not“ unter www.religionsfreiheit-weltweit.de zur Verfügung.

Die Studie „Hört ihre Schreie“ über die Entführung, Zwangsverheiratung und Zwangskonversion christlicher Frauen und Mädchen kann kostenlos bestellt werden auf www.kirche-in-not.de/shop.

 

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Ansprache von Bischof Kohlgraf

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„Die Kirche im Norden Nigerias wird verfolgt und muss alles tun, damit ihre Gläubigen nicht verzweifeln.“ Das berichtete der Weihbischof von Maiduguri, John Bogna Bakeni, am Sonntag (20. November 2022) während eines Informations- und Gebetsabends des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) im Freiburger Münster.

 

Die Veranstaltung war Teil der Aktion „Red Wednesday“, mit der „Kirche in Not“ im November bundesweit für Religionsfreiheit und Solidarität mit verfolgten Christen wirbt. Das Hilfswerk ruft dazu auf, Kirchen und öffentliche Gebäude als sichtbares Zeichen für diese Anliegen rot anzustrahlen und Informationsveranstaltungen zur Religionsfreiheit zu organisieren. Der Innenraum des Freiburger Münsters war daher an diesem Abend rot beleuchtet.

Weihbischof John Bogna Bakeni (Bistum Maiduguri/Nigeria). © Kirche in Not

„Christen im Norden Nigerias brauchen Schutz“

 

„In den vergangenen 16 Jahren wurden in den nördlichen Bundesstaaten Nigerias etwa 25 000 Christen getötet, über 1,8 Millionen Christen vertrieben und über 13 000 Kirchen zerstört oder von den Vertriebenen zurückgelassen“, erklärte Weihbischof Bakeni in seinem Bericht. Die Kirche im Norden Nigerias, zu dem auch das Bistum Maiduguri gehört, versuche ihre Gläubigen durch Bildung, interreligiösen Dialog und schonungslose Offenlegung jeglicher Christenverfolgung zu schützen. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn die internationale Gemeinschaft „effektiven Druck auf die nigerianische Regierung aufbaut, damit diese endlich zum Schutz der Christen und anderer Minderheiten im Norden Nigerias tätig wird“.

 

Aktuell herrsche in der Region keine Rechtssicherheit, den Christen würden grundlegende Menschenrechte vorenthalten. Dies werde begünstigt durch „einen Konflikt zwischen demokratischen und theokratischen Elementen in der nigerianischen Verfassung“.

- Weihbischof John Bogna Bakeni
Weihbischof Dr. Peter Birkhofer und Weihbischof John Bogna Bakeni. © Kirche in Not

Weihbischof Birkhofer: „Red Wednesday“ als Stimme für Menschen im Abseits

Gastgeber im Freiburger Münster war Weihbischof Dr. Peter Birkhofer. In seiner Ansprache betonte er: „Wo Menschen ins Abseits gestoßen werden, sind wir als Christen herausgefordert, unsere Stimme zu erheben und füreinander einzutreten.“ Der „Red Wednesday“ sei eine solche Stimme. „Die rote Farbe erinnert uns nicht nur an das Blut der Märtyrer, sondern auch an das Feuer der Liebe. Es sagt: Lasst euch anrühren und schaut tiefer! Lernt, hinter die Oberfläche zu schauen“, rief Birkhofer die Gläubigen auf.


Gebet für die verfolgte Kirche

 

Den Abschluss des Abends bildete eine eucharistische Anbetungszeit, in der speziell für die Anliegen der verfolgten Kirche weltweit und insbesondere für die Menschen in Nigeria gebetet wurde.

Nähere Informationen zur Aktion „Red Wednesday“ finden sich auf der Webseite www.redwednesday.de.

Informationen über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit weltweit stellt „Kirche in Not“ unter www.religionsfreiheit-weltweit.de zur Verfügung.

„Kirche in Not“-Geschäftsführer Florian Ripka im Freiburger Münster. © Kirche in Not
Rund um die Aktion „Red Wednesday“ sind in nächster Zeit weitere „Abende der Zeugen“ mit rot beleuchteten Kirchen geplant:

 

  • am Mittwoch, 23. November, ab 19:15 Uhr im Augsburger Dom mit Weihbischof John Bogna Bakeni aus Maiduguri (Nigeria) unter der Leitung von Bischof Dr. Bertram Meier – Live übertragen durch den katholischen Sender „Radio Horeb“. Der Dom wird dazu innen und außen rot beleuchtet.

 

  • am Mittwoch, 23. November, ab 19:00 Uhr in der Münsterpfarrei Neumarkt in der Oberpfalz mit Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad (Pakistan) und dem katholischen Priester Emmanuel Yousaf aus Lahore (Pakistan) unter der Leitung von Domkapitular Norbert Winner. Das Neumünster wird dazu innen und außen rot beleuchtet.

 

  • am Donnerstag, 24. November, ab 19:10 Uhr in der Pfarrkirche St. Anton in Balderschwang mit Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad (Pakistan) und dem katholischen Priester Emmanuel Yousaf aus Lahore (Pakistan) unter der Leitung von Pfr. Dr. Richard Kocher – Live übertragen durch den katholischen Sender „Radio Horeb“.

 

  • am Samstag, 26. November, ab 18:00 Uhr im Mainzer Dom mit Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad (Pakistan) und dem katholischen Priester Emmanuel Yousaf aus Lahore (Pakistan) unter der Leitung von Bischof Dr. Peter Kohlgraf.
Unterstützen Sie den Einsatz der Kirche in Nigeria mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

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Verwendungszweck: Nigeria

Predigt von Weihbischof Birkhofer

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Der deutsche Zweig des weltweiten katholische Hilfswerks „Kirche in Not“ bietet für das kommende Jahr 2023 einen Wandkalender an. Er zeigt ausdrucksstarke Fotografien aus verschiedenen Projektländern, in denen „Kirche in Not“ bedrängten und notleidenden Christen beisteht. Die Fotos stammten vom spanischen Fotografen Ismael Martinez Sanchez und stellen Szenen von Kenia über den Libanon und Syrien bis nach Georgien und Brasilien dar.

 

„Wir freuen uns, wenn der neue Wandkalender seinen Weg in möglichst viele Haushalte findet und so ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit unseren Glaubensgeschwistern weltweit setzt“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Dutschland, Florian Ripka. „Der Kalender eignet sich für Pfarreien und Gruppen auch als Weihnachtsgeschenk. Der Erlös kommt der Arbeit von ,Kirche in Not’ zugute.“

Kalenderblatt für den Monat April 2023. © Ismael Martinez Sanchez/KIRCHE IN NOT
Der Wandkalender zeigt pro Monat ein Bild und enthält das Kalendarium mit Datum und Wochentag. Mit einer Spiralbindung und Haken lässt er sich ganz einfach an der Wand befestigen. Der Kalender ist sowohl im Format DIN A3 als auch im kleineren DIN A4 erhältlich. Er kostet zehn (Format DIN A3) bzw. sieben Euro (Format DIN A4).

 

Bestellt werden kann der Kalender am einfachsten unter: https://www.kirche-in-not.de/shop oder per Nachricht an:

 

KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 – 64248880,
Fax: 089 – 642488850, E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

 

Sie machen die Bearbeitung einfacher, wenn Sie die Bestellnummern angeben. Diese lauten jeweils: Kalender 2023 im Format DIN A3 10143, Kalender 2023 im Format DIN A4 10142. Lieferung solange der Vorrat reicht.

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