Demnach wurden in Nigeria 2022 vier Priester umgebracht. Darüber hinaus wurden in Mexiko drei Priester von Mitgliedern der Drogenkartelle ermordet. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden zwei Geistliche erschossen.
Mehr als 40 Priester entführt
2022 wurden nach Kenntnis von „Kirche in Not“ insgesamt 42 Priester in verschiedenen Ländern entführt, von denen 36 wieder freigelassen wurden. Drei in Nigeria entführte Priester wurden ermordet, und drei weitere Geistliche werden noch immer vermisst: zwei in Nigeria und der deutsche Missionar Pater Hans-Joachim Lohre, ein Projektpartner von „Kirche in Not“, der im November in Mali verschleppt wurde.
Haiti hat sich zu einem der gefährlichsten Orte in Mittelamerika entwickelt: Fünf Priester wurden dort im Laufe des Jahres kriminellen Banden entführt, wobei alle inzwischen wieder freigelassen wurden.
In Ausübung des Seelsorge-Dienstes festgenommen
Außerdem sind im Jahr 2022 nach Informationen von „Kirche in Not“ mindestens 32 Geistliche in Ausübung ihres Dienstes festgenommen und inhaftiert worden. Die jüngsten Fälle betreffen vier Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die im von Russland besetzten Teil der Ukraine tätig sind. Zwei von ihnen wurden inzwischen freigelassen und in das ukrainische Hoheitsgebiet „abgeschoben“, zwei weitere befinden sich weiterhin in Haft und sollen möglicherweise wegen „Terrorismus“ angeklagt werden. Es steht zu befürchten, dass sie in der Haft gefoltert werden, wie lokale Ansprechpartner berichten.
Ein weiterer aktueller Fall betrifft die Inhaftierung eines Bischofs und zweier Priester in Eritrea. Zwei Monate sind seit ihrem Verschwinden vergangen, ohne dass die Behörden etwas dazu erklärt hätten.
Wie viele katholische Priester und Bischöfe im Jahr 2022 in China festgenommen wurden, lässt sich kaum abschätzen. Nach den von „Kirche in Not“ zusammengetragenen Informationen werden Geistliche aus der Untergrundkirche immer wieder für einige Zeit von den Behörden verschleppt, um sie zu drängen, sich der staatlich anerkannten Kirche anzuschließen. Ein Beispiel ist das Verschwinden von mindestens zehn Priestern, die alle der Untergrundgemeinde von Baoding etwa 160 Kilometer südwestlich von Peking angehören, im Zeitraum von Januar bis Mai 2022.
Darüber hinaus wurde ein Priester in Myanmar während der Proteste gegen das Regime verhaftet. Mehrere Ordensschwestern und zwei Diakone wurden in Äthiopien während des Tigray-Konflikts Ende 2021 verhaftet und 2022 wieder freigelassen.
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– Burkina Faso: Christen sind zunehmend Ziel terroristischer Angriffe
– Hilferuf aus Nigeria im Freiburger Münster
– KIRCHE IN NOT über Christenverfolgung (Glaubens-Kompass-Sendung)
– Glaubens-Kompass „Christenverfolgung heute”
– Glaubens-Kompass „Religionsfreiheit”
– Publikationen zum Thema „Verfolgte Kirche”
Hohe Dunkelziffer
Beobachter nehmen an, dass die tatsächliche Zahl der Entführungen weit höher sein dürfte, da viele Taten nicht bei der Polizei gemeldet werden. Andere Studien nennen weit höhere Zahlen, die jedoch nicht im Einzelfall nachgeprüft werden können. Der Direktor der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der pakistanischen Bischofskonferenz, Emmanuel Yousaf, beschrieb gegenüber „Kirche in Not“ die gegenwärtige Lage: „Es gibt Gesetze, um gegen die Täter vorzugehen, aber sie werden zu wenig umgesetzt. Ein Grund dafür ist, dass diese Gewalt ausschließlich christliche oder hinduistische Frauen und Mädchen betrifft. Der Druck geht stark von der Gesellschaft in Pakistan und der muslimischen Seite aus. Sie setzen die Familien und die Mädchen unter Druck, und deshalb bleiben solche Taten oft unentdeckt.“
Ihr Entführer brachte sie in die 140 Kilometer entfernte Stadt Sargodha; dort wurde das Mädchen in einem Lieferwagen gefangen gehalten. „Ich habe mich gegen ihn gewehrt, aber er hat mir immer etwas ins Essen getan, und geschlagen hat er mich auch“, erzählt die junge Christin. Eine Woche später sprach ihr Entführer bei den lokalen Behörden vor. Er hatte Dokumente dabei, die belegen sollten, dass Mehwish zum Islam konvertiert sei und ihn geheiratet habe.
Nachdem ihre Eltern vom Aufenthalt und der Zwangsheirat ihrer Tochter erfahren hatten, wandten sie sich an die Einrichtung „Christians‘ True Spirit“, die sich für entführte christliche Mädchen einsetzt. Diese beantragte bei Gericht die Auflösung der Ehe – und bekam Recht. Behörden und Gerichte in Pakistan sind nach Angaben lokaler Gesprächspartner sensibler für Fälle von Zwangsverheiratungen und -konversionen geworden. Doch oft ziehen sich entsprechende Verfahren über Monate hin; das Martyrium der jungen Frauen geht in der Zwischenzeit weiter.
Seit rund einem Jahr lebt Mehwish in einer Unterkunft von „Christians‘ True Spirit“ in Lahore, in der sieben weitere Frauen Zuflucht gefunden haben. In ihre Familie kann sie aktuell noch nicht zurück: Oft werden die Entführungsopfer und ihre Angehörigen weiter bedroht oder sind sozial stigmatisiert.
„Ich habe mich geweigert, meinen christlichen Glauben aufzugeben“
Mewishs Mitbewohnerin Shumaim Lazir, ebenfalls 14, hat sich bereits für eine Schneiderlehre entschieden – trotz der traumatischen Erfahrungen, die sie Anfang 2022 durchleiden musste. Sie war in Rahwali, etwa 100 Kilometer von Lahore entfernt, drei Tage lang von zwei muslimischen Männern vergewaltigt worden. Einer der Täter, ein 36-Jähriger, befindet sich in Haft, der andere ist noch auf freiem Fuß. „Einer der Männer wollte mich heiraten, aber ich habe mich geweigert, meinen christlichen Glauben aufzugeben“, berichtet Shumaim.
„Kirche in Not“ hat in einem Anfang 2022 veröffentlichten Bericht Fälle von Zwangsverheiratungen und -konversionen christlicher Frauen und Mädchen in Pakistan, Ägypten, Irak, Syrien, Nigeria und Mosambik dokumentiert. Der Bericht trägt den Titel „Hört ihre Schreie“ und kann kostenlos bestellt werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/hoert-ihre-schreie-broschuere/
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Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich seinen individuellen Bibelspruch oder die Angaben zum Jahresheiligen per E-Mail zusenden zu lassen. Das „Jahresheiligen-Ziehen“ gibt es auch als Kartenset mit 100 Heiligen und Seligen, die neben einem Zitat auch praktische Anregungen für den Alltag enthalten. „Unser Angebot ist eine christliche Alternative zum Wachsgießen in der Silvesternacht“, betonte Ripka. Vor allem aber sei es eine Einladung zu Gebet und Besinnung, was „Kirche in Not“ als pastoralem Hilfswerk sehr wichtig sei.
Das Jahresheiligen-Ziehen findet sich unter: https://www.kirche-in-not.de/kirche-in-not/jahresheiligenziehen/
Das Kartenset zum Jahresheiligenziehen mit 100 Karten kann zum Preis von fünf Euro bestellt werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/jahresheiligen-ziehen/; oder unter Angabe der Artikelnummer 5165 bei: KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 – 64248880, Fax: 089 – 642488850, E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de
Papst Benedikt XVI., der Leo Scheffczyk aus der gemeinsamen Zeit in Freising kannte, nannte ihn einmal einen „herausragenden Prediger und verheißungsvollen Theologen“.
Wir dokumentieren das Interview zum 15. Todestag des am 8. Dezember 2005 verstorbenen Kardinals. Das Gespräch führte Michael Ragg.
KARDINAL LEO SCHEFFCZYK: Nun, wir wissen, dass das christliche Weihnachtsfest im vierten Jahrhundert in Rom in die abendländische Kirche eingeführt und auf den 25. Dezember festgelegt wurde. Dabei spielte die alte heidnische Festfeier des Sonnengottes schon eine Rolle, die als Tag des wachsenden Lichtes begangen wurde. In dem Bestreben, gegen das heidnische Brauchtum ein Gegenstück zu setzen, wurde das Erinnerungsfest an die Geburt Jesu auf diesen Tag gelegt. Dabei wurde dem heidnischen Sonnengott die biblische Bezeichnung Jesu Christi als Sonne der Gerechtigkeit entgegengestellt.
Daran lässt sich ersehen, dass sich der Inhalt des christlichen Festes gegenüber dem heidnischen gänzlich neu bestimmt und wesentlich neu gefasst war. Dort im Heidentum wurde ein immer wiederkehrendes Naturgeschehen gefeiert, hier im christlichen Bereich eine einmalige geschichtliche Gottestat. Die Unterschiede sind also unübersehbar und nicht aufeinander zurückzuführen.
Es gibt noch immer viele Menschen, die doch ahnen, dass Weihnachten eine religiöse Bedeutung hat. Das merkt man daran, dass an Weihnachten die Kirchen voll sind und der Besuch der Weihnachtsgottesdienste sogar noch zunimmt. Wer in die Kirche geht, hört dann die Weihnachtsgeschichte von Jesus im Stall von Bethlehem. Was ist eigentlich dran an dieser „Geschichte“?
Die an Weihnachten gefüllten Gotteshäuser sind ein Beweis dafür, dass die Weihnachtsbotschaft den Menschen noch etwas zu sagen hat, auch wenn sie sich nicht immer von ihrem inneren Kern anrühren lassen. Der Kern aber ist ein geschichtliches Ereignis, von dem in natürlicher Weise berichtet oder erzählt werden muss. Dabei ist es nicht zu umgehen, dass sich ein solcher Bericht in menschliche Darstellungs- und Ausdrucksformen kleidet, dass er in Form einer anschaulichen Geschichte erzählt und eben als Erzählung dargeboten wird. Nur erhebt diese Geschichte den Anspruch, nicht eine phantasiereiche Poesie oder Legende zu sein, sondern wirklich Geschehenes wiederzugeben, so dass wir sagen, es ist nicht eine Geschichte, sondern es ist die Geschichte der Geburt des Erlösers, des Christusereignisses, in der schlichten Form einer allgemeinverständlichen gläubigen Erzählung gehalten, die zugleich auch das Glaubensgeheimnis verkünden will.
In der Weihnachtsgeschichte wird uns gesagt, dass dieser Jesus von einer Jungfrau geboren worden sei. Ist das nur ein Symbol für das Besondere an diesem Geschehen, wie das heute manche Theologen meinen, oder darf man das wörtlich nehmen?
Der Glaube der Kirche versteht die Jungfrauengeburt tatsächlich realistisch und in diesem Sinne wörtlich. Die geistgewirkte jungfräuliche Empfängnis Marias ist sogar einer der Pfeiler des Weihnachtsgeheimnisses. Bei einer Erzeugung Jesu durch Maria und Josef hätte die Christenheit kaum Grund zur Annahme eines Weihnachtswunders kommen können. Es wäre also als ein ganz natürliches Geschehen angesehen worden, bei dem dann das Neuartige, das Gnadenhafte und Göttliche dieser Gottestat nicht mehr hätte zum Vorschein kommen können. In der Jungfrauengeburt geschah eben das, was der Evangelist Johannes andeutet: dass nämlich diese Geburt nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geschah.
Das war wirklich eine ganz besondere Geburt, denn da ist jemand geboren, der laut Bibel von sich selbst sagt, er sei „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Nun wird Weihnachten ja auch als „Fest des Friedens“ bezeichnet und ein solcher Anspruch, wie ihn das Christentum erhebt, scheint ja geradezu in einen Kampf der Kulturen zu führen, wie ihn der islamische Fundamentalismus betreibt. Muss man heute diesen Anspruch Jesu Christi relativieren?
Mit Ihrem Hinweis bestätigen Sie, dass es sich bei der Geburt des Sohnes Gottes in der Menschheit um etwas Einzigartiges handelt, um ein abgrundtiefes Geheimnis, das den reinen Verstandesmenschen gewaltig herausfordert. Dieses Ereignis begründet auch die Einzigartigkeit des Christentums unter den Religionen. Daraus ergeben sich für das Christentum auch praktische Folgerungen, wie etwa die Verpflichtung zur Missionierung und Ausbreitung dieser einzigartigen Botschaft Christi, was dann von den Gegnern des Christentums gleich als Verletzung des Toleranzgedankens angesehen wird. Aber das Festhalten an der Gottheit Christi und der Einzigartigkeit des Christentums besagt nicht einen Anruf zum Kampf gegen die Religionen und Kulturen, sondern gerade im Namen des Gottes der Liebe und des Friedens einen Appell zum Verstehen der anderen Religionen und ihrer Anhänger. Das ist die recht verstandene Toleranz, die nicht aus Gleichgütigkeit gegenüber der Wahrheit erwächst, sondern aus der Anerkennung der Freiheit des Andersdenkenden. Sie hindert nicht die Verkündigung und Verbreitung der eigenen Wahrheit in der Mission und der Neuevangelisierung.
Bei der Geburt Jesu war auch der Mann Marias, Josef, dabei, dem wir oft keine so große Aufmerksamkeit schenken. Worin lag denn seine Aufgabe in dem ganzen Geschehen und worin liegt seine Bedeutung für uns heute?
In der gesamten Geburts- und Kindheitsgeschichte spielt auch der gesetzliche Ehemann Marias und der gesetzliche Vater Jesu, der heilige Josef, eine wichtige Rolle – sowohl in der Darstellung des Evangelisten Matthäus wie auch in der des Lukas. Freilich gehört der heilige Josef nicht in die Ordnung des inneren geheimnisvollen Vollzugs des Weihnachtsgeschehens zwischen Christus, dem Heiligen Geist und Maria hinein, sondern mehr in den Bereich der äußeren, irdisch menschlichen und geschichtlichen Vorbereitung dieses inneren Geheimnisses. Aber zur Verwirklichung eines göttlichen Geheimnisses der Geschichte gehört eben auch all das hinzu, was an menschlicher Zubereitung, an Mithilfe und Grundlegung notwendig war. Darüber hinaus kommt dem heiligen Josef auch eine heilsgeschichtliche Bedeutung zu, wenn man etwa bedenkt, das er es war, der den Namen Jesus in die Einwohnerliste des Römischen Reiches eintrug und ihm damit seinen Platz in der Weltgeschichte zuwies. In all dem erweist sich Josef auch als der erste männliche Christusgläubige, der sein ganzes Leben in den Dienst des Weihnachtsgeheimnisses stellte. So bleibt er der vorbildliche Helfer zur Verwirklichung des Weihnachtsgeheimnisses und der Weggeleiter in dieses Geheimnis hinein.
In der christlichen Verkündigung ist ja gerade in den letzten Jahrzehnten die Rede vom „barmherzigen“ Gott immer stärker herausgestellt worden. Was heißt das eigentlich?
Die im Weihnachtswunder auftretende Liebe Gottes lässt sich in ihrer Eigenart noch genauer als göttliche „Barmherzigkeit“ bestimmen, welche speziell die Liebe Gottes gegenüber dem schwach Gewordenen, dem gefallenen Geschöpf, dem hilfsbedürftigen Menschen besagt. Es ist zutiefst die Liebe Gottes zu den Sündern, zu denen, die sich in der Sünde gegen die Hoheit und Hochheiligkeit Gottes verfehlt und sich dem Anruf Gottes versagt haben. Das aber war die Gesamtsituation der in Adam gefallen Menschheit vor der Ankunft des Versöhners und des Erlösers. Es ist bezeichnend, dass in der Kindheitsgeschichte des Lukasevangeliums mehrere Male vom Erbarmen Gottes die Rede ist. Seinen höchsten Ausdruck findet dieses Erbarmen im Gleichnis vom verlorenen Sohn, das eigentlich das Gleichnis der grenzenlosen, unerschöpflichen Sünderliebe darstellt. Sie hat im Weihnachtsereignis ihre Quelle. Sie fließt von diesem Punkt in das ganze Leben, in die Geschichte der ganzen Menschheit hinein.
In unserer Kultur steht im Weihnachtsfest nicht die Erlösung im Vordergrund. Vielmehr gilt es als das Fest der Geschenke. Passt denn, Herr Kardinal, aus kirchlicher Sicht das Schenken zum Weihnachtsfest?
Wenn man vom Kern des Weihnachtsfestes ausgeht, als der Offenbarung der Liebe Gottes in radikaler Hingabe an die menschliche Gebrechlichkeit und Armut, dann darf man das Weihnachtsgeschehen im Ganzen als ein Geschenk Gottes an die Menschheit betrachten. Das Kind in der Krippe ist die Gnade und Gabe Gottes in Person, durch sich der Mensch unermesslich beschenkt weiß. Dieses Wissen löst im Menschen natürlicherweise einen Impuls aus, von diesem Beschenktsein auch anderen mitzuteilen. Darum ist der Brauch des Schenkens und Sich-Beschenkens, das sich in neuerer Zeit gebildet hat, durchaus sinnvoll. Dieses Schenken ist ein Reflex unseres Beschenktseins durch Christus. Es ist ein Abglanz des Christuslichtes der Weihnacht. Von diesem Sinn und diesem Geist müsste auch unser Schenken beseelt sein.
Weihnachten heißt auch das Fest der Familie. Gerade Menschen ohne Familie leiden häufig in den Weihnachtstagen ganz besonders. Kann man denn Weihnachten nur als Familienfest begehen?
Weihnachten ist vom Ursprung her eben in die Familien eingesenkt und um die Familie zentriert. An der Geburt Jesu in einer Familie geht uns auf, dass die Familie der Ursprung des natürlichen, aber in gewisser Weise auch des übernatürlichen Lebens ist. Deshalb ist die Familie auch der angemessenste Raum für die Feier des Weihnachtsfestes. Wem allerdings dieser Raum versagt bleibt, der muss sich leiblich oder auch geistig einer Gemeinschaft anschließen. Und wer gänzlich einsam bleibt, sei es aus äußerer Notwendigkeit oder aus höherer Fügung, der sollte sich bewusst in die Zurückgezogenheit und Einsamkeit der Krippe von Bethlehem versenken. In der Angleichung an die Zurückgezogenheit der Heiligen Familie im Stall von Bethlehem und an die Armut Jesu kann ihm das Licht der Weihnacht wie am Gegensatz ebenso hell aufgehen. Und in einer bestimmte Weise wird er im Hinblick auf die Krippe immer auch Gemeinschaft empfinden und Gemeinschaft erleben.
Mit dieser Frage rühren wir an die tiefste Möglichkeit, das Weihnachtsfest geistlich fruchtbar zu machen. Das Weihnachtsereignis, die Geburt Christi, kann in geistiger und mystischer Weise in uns selbst wieder Wirklichkeit werden. Der Mensch, der sich im Glauben und in der Liebe mit Christus vereint, kann erfahren, dass Christus gleichsam in ihm geistiger Weise neu aufgeht, neu geboren wird: als Retter, als Helfer, als Tröster und auch als Freund. Indem der Geist, die Kraft, das Leben Christi in unser Herz eingeht, wird Jesus in unserem Herzen in gewisser Weise neu geboren.
Die Heilige Nacht soll ja eine ganz besondere Nacht sein. Das hören wir gerade in diesen Tagen in vielen Geschichten. Nun ist Jesus vor 2000 Jahren geboren. Und doch betet die Kirche gerade am Weihnachtstag „Heute ist Christus geboren“. Warum heute?
Diese Frage zielt auch auf die Möglichkeit einer noch tieferen Einigung mit Christus und zwar in der Feier der Liturgie. Tatsächlich wird in der liturgischen Feier das Ereignis, das man begeht, in gewisser Weise wieder gegenwärtig – zunächst in der Erinnerung, im Gedächtnis. Aber das ist kein bloßes gedankliches Erinnern, das sich nur im Denken des Menschen vollziehen würde. Vielmehr ragt in den Zeichen und Handlungen der Liturgie, vermittels der Gnade, etwas von der Wirklichkeit des Erinnerten in die Feier der Gemeinde hinein. Am tiefsten und intensivsten geschieht diese Vergegenwärtigung Christi im heiligen Messopfer, im Blut und Leib Jesu Christi, welcher der Leib des in Bethlehem geborenen Herrn ist.
Wie kann man konkret aus der Weihnachtsroutine ausbrechen und dieses Fest wieder tiefer erleben?
Nun, alles, was in einem zeitlichen Rhythmus wiederkehrt und sich im Menschenleben wiederholt, kann auch der Routine anheimfallen und so schal und brüchig werden. Der Gefahr der Veräußerlichung, der Entleerung des Festes, ist grundsätzlich mit dem aufrichtigen Willen zu begegnen: zurück zum Ursprung, zum wahren Sinn des Weihnachtsfestes in der geistigen Begegnung mit dem Kind von Bethlehem, mit Christus, dem Herrn. Es ist dies eine Begegnung mit dem Licht Christi, das immer auch den Ernst des Opfers für die anderen bei sich hat. Wer das bedenkt, wird der Gefahr der Routine entgehen.
Wie werden Sie denn selbst das Weihnachtsfest erleben?
Am Heiligen Abend feiere ich die Christmette mit den Senioren eines Altersheims, in dem ich normalerweise auch den Sonntagsgottesdienst halte. Darauf besuche ich die Leute bei ihrem Weihnachtssingen und begrüße sie. Danach bin ich in einer geistlichen Gemeinschaft und feiere mit dieser zusammen.
Bleibt uns, Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen, Herr Kardinal, vielen Dank für dieses Gespräch.
Vergeltung für den Anschlag auf dem Taksim-Platz in Istanbul?
Schon seit dem 20. November fliege die türkische Armee Drohnenangriffe auf Standorte der „Demokratischen Kräfte Syriens“ (Syrian Democratic Forces SDF), einer mehrheitlich kurdischen Militäreinheit im syrischen Bürgerkrieg. Auch Gas- und Erdölförderanlagen seien Ziel der Angriffe.
Syrien, Russland und die Türkei involviert
„Die Türkei rechtfertigt diese militärischen Interventionen mit der Notwendigkeit, ihre Grenzen innerhalb der Sicherheitszone zu Syrien zu schützen“, erklärte Thomas. Außerdem wolle die Türkei jeden Versuch zur Errichtung eines kurdischen Staats unterbinden. Dies läge ebenfalls im Interesse Syriens, das seine Gebiete im Norden wieder zurückerlangen wolle. Auch Russland habe erneut eingegriffen und von den SDF den Rückzug aus drei Regionen gefordert. Dies hätten die kurdischen Truppen jedoch abgelehnt.
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– Rückblick auf unsere Podiumsveranstaltung auf dem Katholikentag mit Schwester Annie aus Syrien
– KIRCHE IN NOT fordert Erleichterungen für humanitäre Hilfen
– Syrien: „Sanktionen haben keine andere Folge, als Menschen weiter ins Elend zu stürzen“
– KIRCHE IN NOT unterstützt Gründer-Zentrum für Christen in Damaskus
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„Menschen sterben, weil sie sich Operationen nicht leisten können“
Immer mehr Menschen würden sterben, weil sie sich Medikamente oder Operationen nicht mehr leisten könnten, sagte Erzbischof Masri: „Viele verzichten bewusst auf lebenswichtige Medikamente oder Eingriffe, weil sie fürchten, die dafür erforderlichen Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können.“ Die Preise für Medikamente seien extrem gestiegen, was besonders für ältere und chronisch kranke Personen verheerend sei.
Einsatz für körperliche und seelische Gesundheit
Ein weiteres aktuelles Projekt ist die Betreuung von älteren Menschen; auch hier hilft „Kirche in Not“. Höhepunkt sind Seniorenfreizeiten, die es älteren und hilfsbedürftigen Menschen ermöglichen, ein paar Tage in Gemeinschaft außerhalb der Stadt Aleppo zu verbringen. Dies sei für die körperliche und vor allem für die seelische Gesundheit wichtig, erklärte Erzbischof Masri: „Es ist eine angenehme Abwechslung für die Senioren und sie kehren wieder voller Energie nach Hause zurück.“ Auch für Jugendliche organisieren die Diözesen in Syrien schon seit längerem Ferienlager und weitere Freizeitaktivitäten.
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„Alle reden von Menschenrechten, wie aktuell rund um die Fußballweltmeisterschaft in Katar“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit führe dabei oft ein Schattendasein. „Es gibt aber keine Menschenrechte erster und zweiter Klasse. Das Recht zu glauben oder auch nicht zu glauben, ist fundamental und ein Gradmesser für den Status weiterer Menschenrechte in einem Land.“ Religionsfreiheit sei auch die Voraussetzung für die Mission von „Kirche in Not“. „Wir können bedrängten Christen nur dann beistehen, wenn wir uns für die universale Geltung der Religionsfreiheit einsetzen und Übertretungen klar benennen.“
In der Reihe Glaubens-Kompass von „Kirche in Not“ sind bislang 86 Schriften erschienen, die sich mit zentralen Themen des christlichen Glaubens, kirchlichen Traditionen und der katholischen Lehre befassen.
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„Wir befürchten, dass der Wintereinbruch in Regionen, wo wegen der zerstörten Infrastruktur das Heizen nicht mehr möglich ist, zu noch mehr Vertriebenen führen wird. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder“, erklärte die Projektreferentin von „Kirche in Not“ für die Ukraine, Magda Kaczmarek, die gerade von einer Reise in die Ukraine zurückgekehrt ist.
Die aktuellen russischen Drohnenangriffe zielten Kaczmarek zufolge „nicht auf strategische Ziele“ ab, sondern darauf, „das tägliche Leben der Ukrainer zu verschlimmern“ und es „unmöglich zu machen, den Winter an diesen Orten zu überleben.“ In einigen Regionen des Landes, vor allem in der okkupierten Ostukraine, würden die Temperaturen im Winter üblicherweise auf unter Minus 20 Grad Celsius fallen. Nach Angaben der ukrainischen Regierung sind die Hälfte der Kraftwerke und Energieanlagen des Landes zerstört.
Als Reaktion auf die dramatische Versorgungslage hat „Kirche in Not“ ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine geschnürt: Dazu gehören Finanzhilfen für den Kauf von Heizöfen und Stromgeneratoren, darunter 40 Generatoren für das in größten Teilen von Russland besetzte ukrainisch griechisch-katholische Exarchat (Bistum) Donezk.
„Viele Menschen haben Angst vor dem Winter“
Auch in den heftig umkämpften Regionen um Charkiw und Saporischschja finanziert „Kirche in Not“ Holzöfen, die von der dortigen römisch-katholischen Diözese ausgegeben werden. In den Wärmestuben, Suppenküchen und Ausgabestellen halten sich viele der verbliebenen Bewohner auf. „Viele alte, kranke und arme Menschen sind in Charkiw geblieben. Sie haben Angst vor dem Winter. Viele fragen sich, wie sie durchhalten sollen“, erklärte Kaczmarek.
Umstellung von Heizungen auf nachhaltige Energien
Die Energiekrise betreffe aber nicht nur die besetzten und umkämpften Gebiete, sondern die ganze Ukraine, stellte Magda Kaczmarek fest: „Ich habe das bei meinem vergangenen Besuch erlebt. Die Schwestern in einem der Klöster, das ich besucht habe, waren ohne Strom und Wasser – und das bei jetzt schon sehr niedrigen Temperaturen.“ Viele dieser Einrichtungen hätten Flüchtlinge aufgenommen und befürchteten, dass das Schlimmste jetzt im Winter noch bevorstehe.
„Wir machen in der Ukraine eine äußerst schwierige Zeit durch“, schreibt Bischof Pawlo Honcharuk aus Charkiw an „Kirche in Not“. „Wir danken Ihnen für die Gebete und die Unterstützung, die wir von so vielen Menschen seit Beginn des Krieges erhalten haben. Möge Gotte alle Wohltäter reichlich belohnen.“
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In den katholischen Schulen im Libanon würden 200.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet; davon seien rund Dreiviertel Christen und ein Viertel Muslime, erklärte Nasr: „Wir wollen unter den Schülern ein Bewusstsein für die verschiedenen Religionen schaffen und sie zusammenbringen. Wir legen Wert auf Offenheit und treten für eine Gesellschaft ein, die sich gegen über allen Religionen im Libanon offen zeigt.“ Viele muslimische Eltern legten Wert darauf, ihre Kinder in christlichen Schulen unterrichten zu lassen, da sie deren Profil und die Qualität der Ausbildung schätzten.
Im Libanon sind rund ein Drittel der sechs Millionen Einwohner Christen und etwa 60 Prozent Muslime. Das Land beheimatet die prozentual größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten, auch wenn ihr Anteil kontinuierlich sinkt. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Krisen wandern gerade gut ausgebildete Christen aus – ein Trend, den die katholischen Schulen im Libanon stoppen wollen, wie Youssef Nasr betonte: „Wir müssen unser Bildungsangebot aufrechterhalten, um die Menschen davon abzuhalten, auszuwandern. Wir arbeiten daran, unser Bildungssystem am Laufen zu halten und so den Eltern und Kindern eine positive Botschaft zu vermitteln.“
Im Libanon beträgt die Inflationsrate rund 168 Prozent, wie der Economic Experts Survey (EES) von Anfang September zeigt. Das Land am Mittelmeer steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seine Geschichte. 80 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, die Preise für Lebensmittel sind um 500 Prozent gestiegen. Zudem hat das libanesische Pfund 90 Prozent an Wert verloren.
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Verwendungszweck: Libanon
Höhepunkte in Kathedralen – Unterstützung durch Radio Horeb und Jesuiten
Maßgeblich beteiligt haben sich in diesem Jahr der katholische Sender Radio Horeb, der zwei Veranstaltungen live übertrug und die Aktion medial begleitete, sowie die Berliner Jesuitenpfarrei St. Canisius, die ein Podiumsgespräch mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Monika Grütters und Thomas Heine-Geldern, dem Geschäftsführenden Präsidenten von „Kirche in Not“ (ACN) International, organisiert hatte.
Augsburg: Aufruf zum mutigen Bekenntnis
Am „offiziellen Termin“ des „Red Wednesday“, dem 23. November 2022, war unter anderem der Augsburger Dom zu einem
Gebetsabend innen und außen blutrot beleuchtet gewesen. Bischof Bertram Meier erinnerte in seiner Predigt daran, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit auch in Deutschland verteidigt werden müsse. Obwohl die Christen in Deutschland keine Verfolgung und Unterdrückung erfahren, werde das Christsein doch immer mehr angefochten und hinterfragt. Selbst Symbole des christlichen Glaubens würden immer öfter aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Christen seien daher in der kommenden Adventszeit dazu aufgerufen, aktiv „Salz der Erde“ zu sein.
Mainzer Bischof Kohlgraf: Religiöse Diskriminierung politisch thematisieren
In seiner Ansprache am 26. November im Mainzer Dom betonte Bischof Peter Kohlgraf, dass es „in unserer manchmal selbstbezogenen Themensetzung in Deutschland“ wichtig sei, „den Blick auf die Situation von Kirchen zu richten, die angefeindet und verfolgt werden“. „Verantwortliche in der Politik thematisieren die alltägliche Diskriminierung und Verfolgung aus religiösen Gründen in vielen Ländern dieser Erde nur selten hörbar oder gar nicht“, beklagte Kohlgraf. Er wünsche sich, dass die Aktion „Red Wednesday“ dazu beitrage, das Gespür für die bedrängte Situation von Christen weltweit zu schärfen.
Als Gast aus der Weltkirche berichtete in Mainz der katholische Bischof von Hyderabad, Samson Shukardin. Er betonte, dass Christen in Pakistan meist nur als „Bürger zweiter Klasse“ behandelt würden. Gesellschaftlich akzeptierte Berufe für Christen seien ausschließlich gering geachtete Tätigkeiten. Übliche Berufe seien beispielsweise Tätigkeiten als Hausmeister, als Arbeiter in Ziegeleien und Kanalisationen sowie als Hilfskräfte in der Landwirtschaft. Religiöse Intoleranz sei gesetzlich verankert und werde von den Christen täglich erfahren.
Entführungen und Zwangsbekehrungen in Pakistan nehmen zu
Ein besonders skandalöses Beispiel dafür sei nach Aussage Bischof Shukardins, dass „jedes Jahr zahlreiche minderjährige Mädchen und Frauen Opfer von Entführungen, Zwangsehen und Zwangsbekehrungen“ würden. Dieses Problem nehme trotz anderslautender gesetzlicher Bestimmungen und internationaler Verpflichtungen Pakistans „mit alarmierender Geschwindigkeit zu“. Die Polizei verschließe bei Anzeigen von Entführungen oft die Augen, wodurch die Täter straffrei blieben.
Bischof Shukardin berichtete weiter, dass auch die pakistanischen „Anti-Blasphemiegesetze“ weiterhin dazu missbraucht würden, um religiöse Minderheiten zu diskriminieren und zu unterdrücken. „Werden einzelne Christen oder Hindus zu Unrecht der Gotteslästerung bezichtigt, muss oft ein ganzer Ort darunter leiden“, erklärte Shukardin. Ein Beispiel von vielen sei das Dorf Shanti Nagar im Großraum Khanewal, das wegen einer einzigen der Gotteslästerung beschuldigten Person von einem Lynchmob angegriffen und niedergebrannt worden sei.
Beteiligung nahezu verdoppelt, nächster „Red Wednesday“ am 22.11.2023
Der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka zeigte sich mit der diesjährigen Beteiligung am „Red Wednesday“ sehr zufrieden. „Es freut mich außerordentlich, dass sich trotz Ukraine-Krieg und Energiekrise beinahe doppelt so viele Pfarreien wie letztes Jahr an der Aktion beteiligt haben“, sagte Ripka. „Gerade in schweren Zeiten muss die Weltkirche füreinander beten und sich gegenseitig stärken.“
Der nächste „Red Wednesday“ sei für den 22. November 2023 geplant. „Pfarreien werden aber auch im nächsten Jahr wieder den ganzen November über Gelegenheit für ihre Gottesdienste und Informationsabende haben“, versicherte Ripka. Der „offizielle“ Termin des Red Wednesday sei immer der letzte Mittwoch vor dem ersten Advent. 2023 sei dies gleichzeitig der evangelische „Buß- und Bettag“. Ripka betonte, dies sei „eine gute Möglichkeit, ökumenische Initiativen in den Diensten der Religionsfreiheit anzustoßen“. „Kirche in Not“ werde sich aktiv darum bemühen.
Informationen über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit weltweit stellt „Kirche in Not“ unter www.religionsfreiheit-weltweit.de zur Verfügung.
Die Studie „Hört ihre Schreie“ über die Entführung, Zwangsverheiratung und Zwangskonversion christlicher Frauen und Mädchen kann kostenlos bestellt werden auf www.kirche-in-not.de/shop.
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Die Veranstaltung war Teil der Aktion „Red Wednesday“, mit der „Kirche in Not“ im November bundesweit für Religionsfreiheit und Solidarität mit verfolgten Christen wirbt. Das Hilfswerk ruft dazu auf, Kirchen und öffentliche Gebäude als sichtbares Zeichen für diese Anliegen rot anzustrahlen und Informationsveranstaltungen zur Religionsfreiheit zu organisieren. Der Innenraum des Freiburger Münsters war daher an diesem Abend rot beleuchtet.
„In den vergangenen 16 Jahren wurden in den nördlichen Bundesstaaten Nigerias etwa 25 000 Christen getötet, über 1,8 Millionen Christen vertrieben und über 13 000 Kirchen zerstört oder von den Vertriebenen zurückgelassen“, erklärte Weihbischof Bakeni in seinem Bericht. Die Kirche im Norden Nigerias, zu dem auch das Bistum Maiduguri gehört, versuche ihre Gläubigen durch Bildung, interreligiösen Dialog und schonungslose Offenlegung jeglicher Christenverfolgung zu schützen. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn die internationale Gemeinschaft „effektiven Druck auf die nigerianische Regierung aufbaut, damit diese endlich zum Schutz der Christen und anderer Minderheiten im Norden Nigerias tätig wird“.
Aktuell herrsche in der Region keine Rechtssicherheit, den Christen würden grundlegende Menschenrechte vorenthalten. Dies werde begünstigt durch „einen Konflikt zwischen demokratischen und theokratischen Elementen in der nigerianischen Verfassung“.
Gastgeber im Freiburger Münster war Weihbischof Dr. Peter Birkhofer. In seiner Ansprache betonte er: „Wo Menschen ins Abseits gestoßen werden, sind wir als Christen herausgefordert, unsere Stimme zu erheben und füreinander einzutreten.“ Der „Red Wednesday“ sei eine solche Stimme. „Die rote Farbe erinnert uns nicht nur an das Blut der Märtyrer, sondern auch an das Feuer der Liebe. Es sagt: Lasst euch anrühren und schaut tiefer! Lernt, hinter die Oberfläche zu schauen“, rief Birkhofer die Gläubigen auf.
Den Abschluss des Abends bildete eine eucharistische Anbetungszeit, in der speziell für die Anliegen der verfolgten Kirche weltweit und insbesondere für die Menschen in Nigeria gebetet wurde.
Nähere Informationen zur Aktion „Red Wednesday“ finden sich auf der Webseite www.redwednesday.de.
Informationen über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit weltweit stellt „Kirche in Not“ unter www.religionsfreiheit-weltweit.de zur Verfügung.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
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BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Nigeria
„Wir freuen uns, wenn der neue Wandkalender seinen Weg in möglichst viele Haushalte findet und so ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit unseren Glaubensgeschwistern weltweit setzt“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Dutschland, Florian Ripka. „Der Kalender eignet sich für Pfarreien und Gruppen auch als Weihnachtsgeschenk. Der Erlös kommt der Arbeit von ,Kirche in Not’ zugute.“
Bestellt werden kann der Kalender am einfachsten unter: https://www.kirche-in-not.de/shop oder per Nachricht an:
KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 – 64248880,
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Sie machen die Bearbeitung einfacher, wenn Sie die Bestellnummern angeben. Diese lauten jeweils: Kalender 2023 im Format DIN A3 10143, Kalender 2023 im Format DIN A4 10142. Lieferung solange der Vorrat reicht.