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KIRCHE IN NOT schnürt zweites Hilfspaket für Beirut

KIRCHE IN NOT schnürt zweites Hilfspaket für Beirut

10.09.2020 aktuelles
Gut fünf Wochen nach der Explosion im Hafen von Beirut, die weite Teile der Stadt zerstörte, stellt KIRCHE IN NOT weitere Nothilfemaßnahmen für die betroffene Bevölkerung zusammen.

 

Mitarbeiter unseres Hilfswerks reisen in diesen Tagen in die libanesische Hauptstadt, um sich die Lage vor Ort anzusehen und noch vor Winterbeginn weitere Hilfsprojekte zu starten. Diese werden vorrangig pastorale Projekte und Wiederaufbauhilfen umfassen.

Unmittelbar nach der Katastrophe hatte KIRCHE IN NOT geholfen, Lebensmittelpakete und weitere notwendige Bedarfsgüter bereitzustellen. Sie kamen 6000 Familien zugute, die am schwersten von der Explosion betroffen sind.

Aufräumarbeiten in einer von der Detonation beschädigten Kirche in Beirut (Foto: Maronitische Kirche Beirut).
Nur drei Kilometer vom Detonationsort liegt der überwiegend von Christen bewohnte Bezirk Aschrafiyya (Achrafieh). Wie Projektpartner gegenüber KIRCHE IN NOT berichteten, seien dort und in weiteren Teilen Beiruts über 100 Kirchen, Klöster, kirchliche Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen zerstört.

 

Kindergärten, Schulen und Kirchen zerstört

Neben der humanitären Notlage befürchtet die Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch, eine Auswanderungswelle der libanesischen Christen: „Viele von ihnen machen sich Sorgen über die wirtschaftliche und politische Situation, die sich fortlaufend verschlechtert. Die Explosion vom 4. August könnte der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.“

Regina Lynch, Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT.
Es bestehe die Gefahr, dass viele Angehörige der christlichen Gemeinschaft, der größten im Nahen Osten, die Geduld verlören und anderswo eine bessere Zukunft suchten. „Wir wollen ihnen durch unsere Unterstützung zeigen, dass es für sie eine Zukunft im Libanon gibt – einem Land, das so lange ein Leuchtturm des Christentums gewesen ist“, sagte Lynch.

 

Längerfristige Nothilfen nötig

KIRCHE IN NOT stimmt die weiteren Nothilfen mit anderen katholischen Hilfsorganisationen ab. Jede Organisation ist dabei für einen anderen Bereich verantwortlich, zum Beispiel für Wiederaufbau, medizinische Versorgung, Schule und Bildung oder Infrastruktur.

Eine kirchliche Jugendgruppe, die bei den Aufräumarbeiten hilft (Foto: Maronitische Kirche in Beirut).
Durch die Explosion haben über 30 000 Familien in Beirut ihre Wohnungen und Häuser verloren. Es seien längerfristige Nothilfen nötig, da die Instandsetzung einige Zeit brauchen werde, erklärte Lynch.

 

Überwältigt zeigte sie sich von der Hilfsbereitschaft der Wohltäter von KIRCHE IN NOT: „So viele Menschen haben mit so viel Mitgefühl auf das Leid der Menschen in Beirut reagiert. Die Nachrichten von unseren Projektpartnern sind voller Dankbarkeit. Die Botschaft ist angekommen: Die Leidtragenden sind nicht allein.“

Um der notleidenden Bevölkerung in Beirut und anderen Regionen des Libanon zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Libanon

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