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KIRCHE IN NOT Deutschland feiert ein kleines Jubiläum: Vor 15 Jahren starteten die TV-Reihen „Spirit“ und „Weitblick“ auf den christlichen Fernsehsendern Bibel TV, EWTN und K-TV. Im TV-Studio in München-Harlaching produzierten Talk-Formaten informiert das Hilfswerk über die Weltkirche und gibt Impulse für ein christliches Leben. – Ein Beitrag von Volker Niggewöhner

 

In der Reihe „Weltblick“ wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Erörterung der geistigen Hintergründe gelegt, die für die weltweit zu beobachtende Christenverfolgung verantwortlich sind. „Das Besondere an dieser Sendung ist, dass wir nicht nur über ein Land sprechen, sondern die Betroffenen für sich selbst sprechen lassen“, so Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland. Dies mache die Informationen authentisch und lebendig. „Wir wollen Stimme der Stimmlosen sein. Das Zeugnis der verfolgten Christen kann uns hierzulande stärken“, so Ripka.

Aufzeichnung im Fernsehstudio von „Kirche in Not“ Deutschland.
Das Gesprächsformat „Spirit“ möchte Impulse geben für einen christlichen Lebensstil und zur Neuevangelisierung Europas beitragen. Hier geben Menschen, die jahrelang auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens waren und teils auf verschlungenen Wegen zu Christus fanden, ihr Lebenszeugnis ab. Ebenso berichten Priester, Ordensleute und Missionare über ihre Berufungsgeschichte. Außerdem stehen spirituelle Themen im Mittelpunkt.

 

Weltkirche und christliche Spiritualität stehen im Mittelpunkt

Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählt Produzent Ripka zwei Bekehrungserlebnisse. „Der ehemalige deutsche Top-Manager Thomas Middelhoff war bei uns zu Gast und berichtete in unserer Sendung, wie er im Gefängnis zu Christus zurückfand.“ Ebenfalls im Gefängnis bekehrt hat sich Torsten Hartung. Der ehemalige Chef einer der größten europäischen Autoschieber-Banden wurde wegen Mordes zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. In den Jahren seiner Einzelhaft begegnete ihm Gott und verwandelte ihn.

 

Heute leitet Hartung ein „Haus der Barmherzigkeit“ für ehemalige jugendliche Strafgefangene. KIRCHE IN NOT unterstützt diese Einrichtung. „Solche starken Zeugnisse sind sehr wertvoll für unsere Zuschauer“, sagt Florian Ripka. „Sie geben ihnen Kraft, im eigenen Alltag immer wieder neu im Glauben anzufangen und christlich zu leben.“

Moderator Berthold Pelster im Gespräch mit Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri in Nigeria.
Im Laufe der Jahre hat KIRCHE IN NOT seine Medienpräsenz konsequent vergrößert. Seit 2014 laufen nach der Fertigstellung eines TV-Studios der mit dem Hilfswerk verbundenen Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung in München insgesamt fünf weiteren Sendungen auf den christlichen Fernsehsendern. Hinzu kommen weitere Formate, die speziell für die sozialen Medien konzipiert wurden.

 

Ebenfalls vor 15 Jahren startete KIRCHE IN NOT seine Radioreihe „Weltkirche aktuell“, die auf dem katholischen Sender Radio Horeb und den deutschsprachigen Sendern der Radio-Maria-Familie zu hören ist und Einblicke in die Weltkirche verschafft.

Moderator Volker Niggewöhner im Radio-Studio von „Kirche in Not“.
Die internationale Medienarbeit von KIRCHE IN NOT gehört zum Grundcharisma des Hilfswerks. Schon der Gründer von KIRCHE IN NOT, der niederländische Prämonstratenser Werenfried van Straaten (1913-2003), verstand es als begeisternder Prediger auch die modernen Medien wirkungsvoll zu nutzen und war ein gern gesehener und gefragter Gesprächsgast.

 

Der Gründer war ein Pionier der katholischen Medienarbeit

Der „Speckpater“ erkannte die Zeichen der Zeit und begann, die katholische Medienarbeit weltweit zu unterstützen. Der Aufbau von Radio- und Fernsehsendern in Afrika, Asien und Lateinamerika entsprang dabei oft einer seelsorglichen Notwendigkeit. In weit entlegenen der Regionen Welt, wo die Gläubigen selten einen Priester zu Gesicht bekommen, sind Radio und Fernsehen wichtige Instrumente der Verkündigung und Seelsorge.

Pater Werenfried van Straaten, der Gründer von „Kirche in Not“, bei einem Fernsehinterview.
Seinen untrüglichen Instinkt bewies Pater Werenfried auch bei der Gründung des „Catholic Radio and Television Network“ (CRTN), das 1987 damit begann, katholische und orthodoxe Radioprogramme für Russland zu produzieren. 1989 startete CRTN den russischsprachigen Radiosender „Radio Blagovest“, der noch vor der politischen Wende in Europa von Monte Carlo aus religiöse Programme in die Sowjetunion ausstrahlte.

 

Christlicher Radiosender schreibt Weltgeschichte

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung konnten viele Russen so erstmals wieder etwas über Gottes Liebe und das Evangelium hören. In den Jahren des politischen Umbruchs sollte der christliche Radiosender sogar Weltgeschichte schreiben: Als im August 1991 kommunistische Putschisten versuchten, Präsident Boris Jelzin zu stürzen, konnte dank der mittlerweile in Russland eingelagerten Sendetechnik von „Radio Blagovest“ Jelzin zum Volk sprechen und so eine Eskalation verhindern. Der Putschversuch war gescheitert.

Als Dank für die friedliche Revolution und den Fall des Kommunismus initiierte KIRCHE IN NOT zusammen mit katholischen wie orthodoxen Kirchenvertretern und mehr als 150 russischen Fernseh- und Radiosendern am 13. Oktober 1991 eine Live-Übertragung der Wallfahrtsfeierlichkeiten aus Fatima. 40 Millionen Menschen in Russland konnten die Übertragung mitverfolgen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Medienarbeit von KIRCHE IN NOT.

Mitarbeiter einer katholischen Radiostation in Tansania, die „Kirche in Not“ unterstützt.
Auch CRTN hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Bis heute wurden über 250 Dokumentarfilme über die Arbeit der katholischen Kirche in verschiedenen Ländern produziert. Auf der Internetplattform des Netzwerks werden nicht nur die unter eigener Regie produzierten Filme angeboten, sondern auch Produkte anderer Organisationen. Dadurch wird die Medienarbeit von Christen in Entwicklungsländern unterstützt. Mancherorts verfügt die Kirche zwar über Sendezeiten in Medien, aber die Finanzmittel für eigene Programme sind knapp. CRTN liefert hier geeignetes Material.

 

Ein weltweites katholisches Netzwerk

Was die Zukunft anbelangt, sieht Florian Ripka die Entwicklung der Medienwelt zwiespältig. „Das Aufkommen der sozialen Medien hat das ganze Medienverhalten der Menschen geändert, leider nicht immer zum Vorteil“, so Ripka. Andererseits seien Facebook & Co. eine Riesenchance für die Verkündigung. „Erstmals in der Menschheitsgeschichte ist es möglich, das Wort Gottes zu fast allen Menschen zu bringen.“ Gerade heute, wo überall auf der Welt die menschlichen Wertvorstellungen zunehmend von Medien geprägt seien, müsse die Kirche diese Möglichkeit dankbar annehmen und mutig nutzen.

Dreharbeiten von CRTN in Nigeria.
Das bedeutet auch ein Angebot auf der Höhe der Zeit: Vor kurzem ist die neue und vollkommen überarbeitete Homepage von „Kirche in Not“ Deutschland online gegangenen. Eine überarbeitete und moderne Mediathek wird demnächst folgen.

 

Auch in Zukunft wird „Kirche in Not“ durch seine Medienarbeit die Frohe Botschaft verkünden und sieht sich dabei in der Tradition des Gründers Werenfried van Straaten, erklärt Florian Ripka. „Pater Werenfried verstand unser Medienapostolat als seelsorglichen Dienst und als unerlässliche Bedingung für den Fortbestand unseres Werkes.

 

Die Unterstützung der katholischen Medienarbeit weltweit und der eigene Medieneinsatz zur Evangelisierung wird darum weiterhin zu unseren Tätigkeitsfeldern gehören.“

 

Volker Niggewöhner (2019)

Weitere Informationen

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: info@kirche-in-not.de

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