Länderbericht Papua-Neuguinea

Frauen in traditioneller Kleidung mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

Frauen in traditioneller Kleidung mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

Einwohner: 5,7 Millionen

Fläche: 462 810 qkm

Religion:
Christen: 95,1 Prozent (darunter 1,8 Millionen Katholiken)
Animisten. 3,6 Prozent
Sonstige: 1,3 Prozent

Die Präambel zur 1975 verabschiedeten und 1995 geänderten Verfassung nennt “unsere edlen Traditionen und christlichen Prinzipien”, doch die Verfassung selbst erkennt keinerlei Staatsreligion an. Stattdessen gewährleistet Artikel 45 die Religionsfreiheit und gestattet die Missionsarbeit.

Die christlichen Kirchen betreiben Gesundheitsfürsorge- und Bildungseinrichtungen,
für die sie grundsätzlich staatliche finanzielle Unterstützung erhalten. Hin und wieder jedoch muss eine Schule oder eine Klinik vorübergehend schließen, wenn die öffentlichen Gelder nicht ausreichen, was aufgrund der finanziell angespannten Lage der Regierung nicht ungewöhnlich ist.

Bischof Francesco Sarego von Goroka, dem Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea und den Solomonen zufolge, werden “70 Prozent sämtlicher Bildungsangebote von christlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt” (Agenzia Fides).

Die starke Ausbreitung unzähliger kleiner kirchlicher Bewegungen hat wiederholt zu Beschwerden über ihre Missionsarbeit geführt; dennoch wurde das Recht, sich zu jeglichem Glauben zu bekennen und missionarisch tätig zu sein, durch die Behörden immer aufrecht erhalten.

(Quelle: Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008. Stand: 2008)

15.Jul 2009 11:39 · aktualisiert: 9.Feb 2010 11:40
KIN / S. Stein