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Jahresheilige von KIRCHE IN NOT: Crescentia von Kaufbeuren

Jahresheilige von KIRCHE IN NOT: Crescentia von Kaufbeuren

08.01.2021 aktuelles
Die heilige Crescentia von Kaufbeuren ist die himmlische Jahresbegleiterin für 2021 von KIRCHE IN NOT Deutschland. Unser Hilfswerk verbreitet seit Jahren den Brauch des Jahresheiligenziehens; 2020 haben wir dazu sogar ein eigenes Kartenset herausgebracht.

 

Natürlich pflegen wir auch selber diesen Brauch: Nach dem Mittagsgebet in der Hauskapelle von KIRCHE IN NOT in München zog Geschäftsführer Florian Ripka aus 100 Jahresheiligen die heilige Crescentia von Kaufbeuren, die im neuen Jahr unsere Fürsprecherin sein soll.

Klosterkirche in Kaufbeuren.
Wer war Creszentia von Kaufbeuren?

 

Als Anna Höß wird sie 1682 im bayerischen Kaufbeuren geboren. 1703 tritt sie in das dortige Franziskanerinnenkloster und erhält den Ordensnamen Maria Crescentia (= die Wachsende). Da ihr als armer Weberstochter die Mitgift fehlt, wird sie von der Oberin und einzelnen Mitschwestern als „Schmarotzerin“ gemobbt. Später gerät sie sogar einmal unter Hexenverdacht. In allen diesen Anschuldigungen zeigt sie große innere Stärke.

Schwester Crescentia arbeitet unter anderem als Pförtnerin, Novizenmeisterin und ab 1741 Oberin ihres Klosters. Ihre Hilfsbereitschaft und ihr Rat wird von allen Bevölkerungsgruppen geschätzt. Sogar kirchliche und weltliche Würdenträger suchen sie auf. Am 5. April 1744 stirbt Schwester Crescentia.

Dekret der Heiligsprechung Crescentias.
Von da an bis heute reißt der Strom der Wallfahrer an ihrem Grab nicht ab. Ihre Selig- und Heiligsprechung verzögerte sich aufgrund politischer Wirren und der zeitweiligen Aufhebung ihres Klosters immer wieder. 1900 wird sie schließlich selig- und am 25. November 2001 heiliggesprochen. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 5. April, ihr Todestag.

 

Heilige Crescentia und KIRCHE IN NOT: eine gute Verbindung

Die heilige Crescentia schlägt nicht nur als Heilige aus Deutschland eine besondere Brücke zur Arbeit des deutschen Zweigs von KIRCHE IN NOT. Es gibt auch inhaltliche Übereinstimmungen. Das macht ein Zitat der Heiligen deutlich, das auf ihrer Karte beim Jahresheiligenziehen von KIRCHE IN NOT abgedruckt ist: „Zwei Dinge machen wir das Leben wert und geben meinem Leben seinen Inhalt: die Erfüllung des Willens Gottes und das Heil der Nächsten.“

Die „Fazenda da Esperanca” in Irsee bei Kaufbeuren ist nach der heiligen Crescentia benannt.
Und es gibt eine weitere Verbindung von Crescentia mit KIRCHE IN NOT: Nach der Heiligen ist auch die „Fazenda da Esperanca” in Irsee bei Kaufbeuren benannt. Diese Einrichtung für ehemalige drogenabhängige Menschen wird von KIRCHE IN NOT gefördert. Hier werden unter anderem die beliebten Prayerboxen von den Bewohnern der „Fazenda” bestückt.

 

Auf der „Fazenda”, an der der Crescentia-Pilgerweg vorbeiführt, gibt es zudem ein „Haus Werenfried”, das nach dem Gründer von KIRCHE IN NOT benannt ist.

Heilige Crescentia von Kaufbeuren, bitte für uns!

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