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Russland: Eine Anlaufstelle für Frauen in Not

Russland: Eine Anlaufstelle für Frauen in Not

13.06.2018 HILFSPROJEKT

Wenn junge Frauen oder Mädchen in Russland ungewollt schwanger werden, wissen viele von ihnen nicht, an wen sie sich wenden können und wo sie Hilfe finden.

Viele sehen keinen anderen Ausweg als eine Abtreibung. Die russische Orthodoxe Kirche möchte diesen Frauen helfen und richtet daher in immer mehr Eparchien (Bistümern) Zentren ein, in denen verzweifelte Frauen und Mädchen Rat und Hilfe finden und sich für ihr Kind entscheiden können.
Auch in der Eparchie Nischni Nowgorod ist ein solches Zentrum entstanden. Es liegt in Zelenyi Gorod und ist eine wichtige Anlaufstelle für Frauen in Not. Der erste Kontakt findet meist über das kostenlose Nottelefon statt. Hier melden sich Frauen, die nicht mehr weiterwissen. Die Nummer hängt beispielsweise auf Plakaten in den Straßen aus.

Kinder beim Essen.

Die einen Frauen, die sich melden, sind schwanger und verzweifelt, andere müssen vor häuslicher Gewalt fliehen. Die Probleme sind vielfältig. Dementsprechend gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Diese reichen von psychologischer, seelsorglicher und juristischer Beratung über materielle Hilfe in Form von Kinderkleidung oder Lebensmitteln bis hin zur Unterbringung in einem der beiden bereits bestehenden Frauenhäuser.

Aus dem Glauben leben und handeln

Die Mitarbeiter des Zentrums sind Psychologen, Ärzte und erfahrene Betreuerinnen. Es ist wichtig, dass sie aus dem Glauben leben und handeln. „Diese Arbeit erfordert eine tiefe Nächstenliebe, aber auch ein hohes Maß an Professionalität“, erklärt Peter Humeniuk, der Russland-Referent von KIRCHE IN NOT. Es gibt Fälle, die auch den Betreuerinnen an die Substanz gehen.

„Manche Frauen müssen mühsam die einfachsten Grundlagen lernen. Sie wissen nicht einmal, dass ein Baby gebadet werden muss und regelmäßig Nahrung braucht. Von Aufmerksamkeit und Liebe ganz zu schweigen. Sie selbst haben diese Fürsorge nie erfahren und können sie auch nicht weitergeben.

Es hat mich beeindruckt, mit welcher Liebe die Betreuerinnen sich um diese Frauen kümmern und sie Schritt für Schritt an ihre Rolle als Mutter heranführen“, berichtet Humeniuk, der das Projekt kürzlich besucht hat. Geleitet wird es Zentrum von einem Priester. Jedes Haus hat eine Kapelle. „Es ist wichtig, dass die Frauen auch seelsorglich betreut werden und dass sie wissen, dass die Hilfe, die sie erfahren, der christlichen Nächstenliebe entspringt. Der Geist des Evangeliums soll spürbar sein.

Die Häuser stehen allen offen, die Hilfe benötigen, ohne dass dabei die Konfession oder die Religionszugehörigkeit der Hilfesuchenden eine Rolle spielt“, erklärt Humeniuk. Die katholische und die orthodoxe Kirche arbeiten auf dem Gebiet des Lebensschutzes eng zusammen und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus, um gemeinsam das Leben ungeborener Kinder zu retten und ihren Müttern eine Perspektive zu geben.

KIRCHE IN NOT hat sich daher der Eparchie Nischni Nowgorod mit 14.000 Euro bei der Renovierung der Räumlichkeiten des Zentrums beteiligt und unterstützt weitere derartige Initiativen in Russland.

Allen, die geholfen haben, herzlichen Dank! Wir wollen auch in Zukunft beim Ausbau dieser wichtigen Einrichtung helfen.
Eine Mutter reicht ihrem Baby das Fläschchen.
Junge Mutter mit ihrem Kind.
Peter Humeniuk, Referent bei KIRCHE IN NOT für Russland und Mittelasien.

So können Sie helfen

Zahlen und Fakten

14.000 € hat KIRCHEN IN NOT zur Hilfe der Frauen in Russland gesendet.
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