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Ukraine: Corona-Schutz für Seelsorger

Ukraine: Corona-Schutz für Seelsorger

18.06.2020 aktuelles
KIRCHE IN NOT stattet in der Ukraine über 2700 griechisch-katholische Geistliche und 1000 Ordensmänner und -frauen mit Corona-Schutzausrüstungen aus.

 

Sie erhalten Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel, um sie bei ihrem seelsorgerischen und karitativen Einsatz zu schützen. Ein weiteres Projekt kommt über 700 Priestern und rund 100 Seminaristen der katholischen Kirche des lateinischen Ritus zugute.

Verteilung von Corona-Schutzausrüstungen in der Ukraine.
In den meisten Ländern Osteuropas sind die offiziellen Corona-Fallzahlen relativ gering – das liegt jedoch auch an den fehlenden Testmöglichkeiten.

 

Das gilt auch für die Ukraine mit aktuell rund 34 000 gemeldeten COVID-19-Fällen. Das Gesundheitssystem in dem Land ist schlecht: Krankenhaus-Patienten müssen häufig Medikamente, Verbandsmaterial und mitunter sogar Bettwäsche selbst mitbringen.

Schwester Elena gibt an der Klosterpforte Lebensmittel aus.
Seelsorger sind auch während der Corona-Pandemie für die Menschen da. Sie besuchen kranke und ältere Menschen, nehmen die Beichte ab, spenden die Krankensalbung und halten Beerdigungen.

 

Seelsorger gehören zur besonderen Risikogruppe

Nach Ärzten und Pflegepersonal gehören sie zur größten Risikogruppe. Sieben katholische Priester in der Ukraine haben sich bislang mit COVID-19 infiziert; einer starb im Alter von 55 Jahren.

Die Pandemie hat die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in der Ukraine noch weiter verschärft: Die Menschen leiden unter Arbeitslosigkeit und Armut. Die Renten reichen kaum zum Überleben. Alkoholismus und häusliche Gewalt greifen um sich. Viele junge Menschen haben die Hoffnung verloren. Hilfsmaßnahmen der Regierung gibt es gut wie nicht.

Redemptoristin aus der Ukraine.
Gerade in dieser Zeit sind Priester und Ordensfrauen die ersten Gesprächspartner für die Bevölkerung. In den Gemeinden sind die Seelsorger darüber hinaus auch organisatorische Führungskräfte: Sie organisieren Hilfen und ermutigen die Menschen, einander so gut wie möglich zu unterstützen.

 

Strenge Hygienemaßnahmen

Ähnlich wie in Westeuropa sind die staatlichen Hygienemaßnahmen sehr streng. Ostern und Pfingsten wurden weitgehend in leeren Kirchen gefeiert, zeitweise dürfen nur zehn Gläubige bei Gottesdiensten anwesend sein.

Aus diesem Grund haben viele Geistliche die Zahl der heiligen Messen erhöht. Viele sind tagsüber ständig in der Kirche anwesend, um die Gläubigen individuell zu betreuen.

Pfarrer Mikolay Leskiw, Priester aus Tscherwonohrad in der Nähe von Lemberg, verteilt die Kommunion.
„In diesen schwierigen Zeiten müssen wir uns noch stärker um unsere Gläubigen kümmern“, berichtet Mikolay Leskiw, Priester aus Tscherwonohrad in der Nähe von Lemberg. „Wir müssen allerdings auch für ihre Sicherheit in der Kirche sorgen.“

 

Versorgung von Schutzausrüstung und Existenzhilfe

Der Seelsorger hat deshalb Desinfektionsmittel und Schutzmasken besorgt. Diese sind jedoch überteuert, „und unsere Mittel sind begrenzt.“ Mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT ist die Versorgung mit Schutzausrüstung vorerst bis August sichergestellt. Denn auch wenn die strengen Vorschriften gelockert werden – die Maskenpflicht wird noch bestehen bleiben.

Das Hilfspaket von KIRCHE IN NOT für die Ukraine umfasst auch Existenzhilfen für 150 Ordensfrauen aus 24 Gemeinschaften in der Diözese Kamjanez-Podilskyj in der Nähe der Grenze zu Rumänen und Moldau. Sie arbeiten in Pfarreien, Waisenhäusern, Altenheimen und Krankenhäusern. Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie ist das Bistum kaum noch in der Lage, für ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Um Seelsorgern in der Ukraine weiterhin helfen zu können, die Corona-Krise zu schultern und für die ihnen anvertrauten Menschen da zu sein, bitten wir um Spenden – entweder online oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Ukraine

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