Spenden
Seit April 2023 ist Regina Lynch geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT (ACN) mit Sitz in Königstein (Taunus). Im Interview mit Filipe d’Avillez vom portugiesischen Zweig unseres Hilfswerks spricht sie über die besorgniserregende Zunahme von Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit und zukünftige Aufgaben.

 

 

Frau Lynch, das Jahr 2023 ist vorüber. Wie fällt ihr Fazit aus?

KIRCHE IN NOT (ACN) hat 2023 seinen aktuellen Bericht zur Religionsfreiheit veröffentlicht. Wir haben 196 Länder untersucht und festgestellt, dass religiöse Diskriminierung und Verfolgung weltweit zugenommen haben und dass sich die Situation in 47 dieser Länder verschlechtert hat. Zu letzteren gehören große Länder wie Indien, China und Pakistan, aber auch viele afrikanische Länder, vor allem in der Sahelzone Westafrikas. Es gibt einige Länder, in denen sich die Situation zaghaft verbessert hat, wie Ägypten, aber in 28 anderen Ländern gibt es eine eklatante Verfolgung, und in weiteren 33 Ländern werden Christen diskriminiert. 62 % der Weltbevölkerung lebt in Ländern lebt, in denen die Religionsfreiheit eingeschränkt oder verletzt wird. Das bedeutet nicht, dass alle diese Bürger verfolgt werden, aber trotzdem ist die Lage sehr ernst.

Weltkarte aus dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2023“: Länder mit schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit.
Wie beurteilen Sie die Situation im Nahen Osten?

Natürlich beschäftigt uns das Heilige Land im Moment sehr, wegen des schrecklichen Konflikts, der die Christen im Westjordanland und auch die kleine Gemeinschaft in Gaza sehr hart trifft. KIRCHE IN NOT (ACN) versucht zu helfen, aber wir befürchten, dass der Konflikt auf den Libanon übergreifen könnte, der nach wie vor das Land mit der höchsten Konzentration an Christen im Nahen Osten ist. Es wäre tragisch, denn wir wissen, dass Christen in der ganzen Region versucht sind, das Land zu verlassen.

In Syrien kann man nicht von Verfolgung sprechen, aber wir zählen nun bereits das dreizehnte Kriegsjahr. Es gibt immer noch viele Konflikte, und das Erdbeben hat alles noch schwieriger gemacht. Es besteht stets die Gefahr, dass Syrien vom Radar verschwindet, daher ist es wichtig, dass wir uns weiterhin auf dieses Land konzentrieren und die Menschen daran erinnern, was dort vor sich geht.

Was den Irak betrifft, so hat sich die Situation für Christen nach dem Besuch von Papst Franziskus im Jahr 2021 etwas verbessert. Die Christen sehen einige positive Zeichen, aber sie haben auch Angst vor einem neuen Ausbruch der Gewalt.

Geflüchtete Frauen mit ihren Kindern in Burkina Faso.
Auf welche Regionen der Welt wird sich die Hilfe von „Kirche in Not“ (ACN) im Jahr 2024 hauptsächlich konzentrieren?

Wir werden uns weiterhin stark auf den Nahen Osten konzentrieren. Außerdem wird Afrika im Fokus stehen: Eines der Länder, das vermutlich nach Nigeria am stärksten von Gewalt betroffen ist, ist Burkina Faso, wo dschihadistische Anschläge zunehmen. Und wir wollen uns auch Mali und Niger widmen, um die Kirche in ihrer Arbeit für Vertriebene zu unterstützen.

Wir sind außerdem sehr besorgt über die Demokratische Republik Kongo, wo die Situation jeden Moment eskalieren könnte. Dort kämpfen die Länder dieser Region sowie bewaffnete Gruppen um Bodenschätze und stürzen die lokale Bevölkerung ins Elend. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen waren von Gewalt geprägt.

Asien macht uns ebenfalls Sorgen. In vielen Ländern hat sich die Situation zusehends verschlechtert. Indien ist ein Beispiel: Obwohl die Verfassung des Landes Religionsfreiheit garantiert und das Land eine ausgeprägte Form des Säkularismus hat, der sich um Toleranz bemüht, erleben wir seit Amtsantritt von Premierminister Narendra Modi einen Abwärtstrend mit weniger Toleranz gegenüber Minderheiten wie Christen und Muslimen. Es gibt derzeit zwölf Bundesstaaten mit Anti-Konversionsgesetzen, die den Übertritt zu einer anderen Religion als dem Hinduismus verbieten. Es gab viele Fälle, in denen Menschen deswegen angegriffen, inhaftiert und fälschlicherweise beschuldigt wurden.

Und natürlich dürfen wir Lateinamerika nicht vergessen, wo viele Ressentiments gegen die Kirche gesät werden, obwohl sie in der Gesellschaft eine herausragende Rolle im Bereich der Erziehung und des Gesundheitswesens spielt und ihr durch die Verbreitung ihrer Soziallehre hilft. Wir sind sehr besorgt über Nicaragua, wo im vergangenen Jahr Dutzende von Priestern verhaftet wurden. Vor kurzem wurden die meisten wieder freigelassen, aber ein Bischof ist nach wie vor im Gefängnis und ein anderer wurde erst vor wenigen Tagen verhaftet.

Ordensschwestern beten in der Pfarrkirche „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt den Rosenkranz. © Pfarrei Heilige Familie

Was sind die großen Herausforderungen für die Kirche in der Ukraine, wo seit zwei Jahren Krieg herrscht?

Niemand weiß, wann der Krieg in der Ukraine enden wird. Wir arbeiten weiterhin mit der katholischen, insbesondere der griechisch-katholischen Kirche zusammen, um das Überleben von Priestern und Ordensschwestern zu sichern, die sich unter anderem um die Binnenvertriebenen kümmern. Im Moment ist die Traumaheilung ein großes Thema, zu der wir hoffentlich beitragen können. Jeder ist dort auf die eine oder andere Weise betroffen. Die Kirche ist sich dessen bewusst und bemüht sich, Wege zu finden, um die Traumata der Bevölkerung zu heilen.

 

Was ist Ihre Vision für KIRCHE IN NOT in den kommenden Jahren?
Wir wollen weiterhin eine führende Stimme für verfolgte und bedürftige Christen auf der ganzen Welt sein, indem wir die Öffentlichkeit auf die Notlagen aufmerksam machen und sie mit unseren Gebeten und unserer materiellen Hilfe unterstützen.

Ich hoffe, dass wir in den kommenden Jahren bei der Erfüllung dieser Aufgabe noch stärker werden und insbesondere in Ländern, in denen die Kirche verfolgt wird oder Not leidet, noch enger mit unseren Projektpartnern zusammenarbeiten können.

Für uns steht das Gebet im Mittelpunkt unseres Handelns, es ist extrem wichtig. Es gibt Länder auf der Welt, in denen es schwierig sein kann, materielle Hilfe zu leisten, oder in denen die Situation so schlimm ist, dass sie es uns nicht erlaubt, Hilfe zu schicken. Aber was wir tun können, ist: die wunderbare Familie unserer Wohltäter zu mobilisieren, die ein wahres „Kraftwerk“ des Gebets sind und die wir immer wieder bitten, für die verfolgte und bedürftige Kirche zu beten. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese geistliche Hilfe zu bewahren und zu fördern.

 

Bitte unterstützen Sie die Hilfe für verfolgte und bedrängte Christen mit Ihrer Spende – online unter online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:


Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

KIRCHE IN NOT: Jahresrückblick 2023

Weitere Informationen

Mindestens 170 Christen wurden zwischen dem 23. und 26. Dezember bei einem koordinierten und gezielten Angriff auf 26 christliche Gemeinden im Bundesstaat Plateau in Zentralnigeria von Fulani-Milizionären getötet.

 

Wie der Leiter der Kommunikationsabteilung der Diözese Pankshin, Pater Andrew Dewan, gegenüber KIRCHE IN NOT (ACN) bestätigte, richteten sich die Angriffe speziell gegen Christen: „Ich wohne in derselben Gemeinde und kann bestätigen, dass die Opfer in den Gebieten, in denen sie sich ereignet haben, mit wenigen Ausnahmen zu 100 % Christen sind“, so Dewan.

Aufgebahrte Särge in der Diözese Pankshin nach dem Weihnachtsmassaker. © Kirche in Not
Die Angriffe begannen in der Nacht zum 23. Dezember in der ländlichen Gemeinde Mushu, wo etwa 18 Menschen getötet und mehrere verletzt wurden. Gerade als die Menschen versuchten, die Geschehnisse in Mushu zu verarbeiten, wurde das Dorf Tudun Mazat angegriffen. Die Angreifer stürmten die Gemeinde am Abend, als die meisten Menschen gerade zu Abend aßen oder Freunde besuchten. Bevor die Menschen Alarm schlagen konnten, waren die Banditen bereits über sie hergefallen. Menschen wurden sofort erschossen, Häuser und geernteter Mais wurden in Brand gesteckt, auch Kirchen und Kliniken wurden niedergebrannt.

 

Attacken haben auch religiöse Gründe

 

„Ich war an jenem Morgen zur Weihnachtsmesse für die katholische Gemeinde gegangen. Von Tudun Mazat aus fielen Fulani-Terroristen über Maiyanga her und töteten 13 Menschen. Etwa 20 weitere Gemeinden wurden in dieser Nacht angegriffen“, sagt Pater Andrew. Alles deute darauf hin, dass Milizionäre der muslimischen Volksgruppe der Fulani-Hirten für dieses Massaker an Christen verantwortlich sind. „In Gemeinden, in denen Christen Seite an Seite mit Fulani leben, waren keine Fulani betroffen, und es wurden keine Fulani-Häuser niedergebrannt. Überlebende Zeugen haben keinen Zweifel, dass die Angreifer Fulani waren“, so Pater Andrew.

Pater Andrew Dewan besichtigt Gebäudeschäden. © Kirche in Not
Die nomadischen muslimischen Fulani-Hirten stammen aus der Sahel-Region, die einst bewohnbar war und Weideland für Viehhirten bot, heute aber eine Wüste ist. Das habe sie veranlasst, nach Süden zu ziehen, um grünere Weiden zu finden. In diesem Teil des nigerianischen „Zentralgürtels“ fänden diese Angriffe der Fulani-Hirten statt, um neues Weideland zu erhalten und so die sesshafte christliche Bevölkerung zu vertreiben. Für den Sprecher der Diözese Pankshin zeigt dieser jüngste Angriff, dass es sich auch um einen religiösen Konflikt handelt. „Die Tatsache, dass es an Weihnachten geschah und dass die Christen in einer gemischten Gemeinschaft, in der Muslime nicht angegriffen werden, gezielt attackiert wurden, weist eindeutig auf einen religiösen Konflikt hin. Das Ziel war es, den Christen ein Maximum an Schmerz und Zerstörung zuzufügen.“

 

Pater Andrew prangerte die Passivität der Sicherheitskräfte bei der Verhinderung der Tragödie an, obwohl es seit Tagen Gerüchte gab, dass die Fulani einen Angriff in diesen Dörfern planten. „Das hätte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzen müssen, aber wie üblich wurden sie überrumpelt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem der Drang der Menschen, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, sehr stark ist“, warnte er.

Ein bewaffneter Fulani-Hirte. © Secretariat of Nigeria (CSN) Directorate of Social Communications
Regina Lynch, Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT (ACN) International
KIRCHE IN NOT fordert Maßnahmen der Regierung

 

Die geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT International, Regina Lynch, bedauert diese neue Welle der Gewalt gegen Christen in Nigeria: „Dieses Jahr begann mit der brutalen Ermordung von Pater Isaac Achi am 15. Januar und endet nun mit der sinnlosen Tötung von mehr als 170 Christen. Viele andere haben im Laufe des Jahres ihr Leben durch Gewalt verloren. Wir fordern die Regierung auf, sich endlich mit diesem Problem zu befassen und für die Sicherheit ihrer Bürger zu sorgen. Wir bitten unsere Freunde und Wohltäter dringend, weiterhin für Nigeria zu beten. KIRCHE IN NOT wird alles tun, um weiterhin in jeder erdenklichen Weise zu helfen. Unsere christlichen Brüder und Schwestern in Nigeria und anderen Ländern der Welt sind die ‚heiligen Unschuldigen‘ des 21. Jahrhunderts. Wir sind zuversichtlich, dass ihr Blut, das sie als Nachfolger Jesu vergießen, die Saat für neue Christen sein wird“.

 

KIRCHE IN NOT (ACN) werde weiterhin verfolgte Christen in Nigeria unterstützen, wo die Christen neben den schrecklichen Konflikten, die von den Fulani verursacht werden, auch unter den Angriffen der Boko Haram-Terroristen und des Islamischen Staates von Westafrika im Norden des Landes leiden.

- Regina Lynch, Internationale Präsidentin von KIRCHE IN NOT
Bitte unterstützen Sie die Nothilfe und die Arbeit der Kirche in Nigeria mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Nigeria

Nigerianischer Bischof über die Hintergründe des Fulani-Terrors in Nigeria

Weitere Informationen

Die militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und den Terrortruppen der Hisbollah im Süden des Libanon hat auch immer mehr Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Nach Informationen von KIRCHE IN NOT (ACN) haben seit Oktober in einigen mehrheitlich von Christen bewohnten Ortschaften bis zu 90 Prozent der Einwohner ihre Heimat verlassen. „Nach wie vor gibt es in der Region fast täglich Raketenbeschuss. Einige Orte sind nahezu menschenleer“, berichtete der Projektreferent von KIRCHE IN NOT für Syrien, Xavier Bisits.
Xavier Bisits, Projektreferent von KIRCHE IN NOT in Syrien. © Kirche in Not
Unser Hilfswerk finanziert einige kirchliche Nothilfeprojekte in der Region, zum Beispiel Lebensmittelpakte, die Verteilung von Medikamenten und Hygieneartikeln, die Ausrüstung einer kirchlichen Krankenstation und den Betrieb katholischer Schulen, die wegen der angespannten Sicherheitslage auf Onlineunterricht umstellen mussten.

 

Beschuss von Hisbollah-Stützpunkten trifft auch zivile Ziele

 

Nach dem Überfall der palästinensischen Hamas auf Israel Anfang Oktober und die dadurch ausgelöste Gegenwehr hat das israelische Militär mehrfach Raketen auf Standorte der Hisbollah im Südlibanon abgefeuert. Die Region gilt als Hauptstützpunkt der islamistischen Gruppierung und enger Verbündeter der Hamas. Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wurden seit Oktober neben 94 Hisbollah-Kämpfern bislang auch mindestens 17 Zivilisten getötet.

Verteilung von Hilfsgütern in der Provinz Tyrus (Archivbild). © Kirche in Not
Wie Projektpartner von KIRCHE IN NOT berichten, würden immer wieder auch zivile Ziele in Mitleidenschaft gezogen. So seien zum Beispiel im Dorf Aalma El Chaeb im Gouvernement Tyrus 15 Häuser zerstört wurden. Dabei seien mehrere Angehörige einer Familie, deren Kinder die katholische Dorfschule besuchten, ums Leben gekommen. In Jaroun (Gouvernement Nabatäa) nahe der Grenze zu Israel sei die melkitische griechisch-katholische Kirche beschädigt worden; glücklicherweise wurde dort niemand verletzt.

 

In einigen Ortschaften hätten ganze Familie bei Angehörigen in der Hauptstadt Beirut oder anderen Landesteilen Zuflucht gesucht; oft sei nur ein Familienmitglied zurückgeblieben, um den Besitz vor Plünderungen zu schützen. Lokalen Quellen zufolge seien vor Weihnachten auch einige Christen wieder zurückgekehrt. Aufgrund der unsicheren Sicherheitslage habe sich diese Bewegung jedoch verlangsamt, sagte Bisits. „Die Menschen haben große Angst, in die Olivenhaine oder auf die Tabakfelder zu gehen, die wichtige Einnahmequellen für die Bevölkerung sind. Das hat schwere wirtschaftliche Folgen.“

Christen in Libanon beim Gebet.

Angst vor einem neuen Krieg

 

Der angespannten Sicherheitslage zum Trotz seien alle Geistlichen und Ordensleute der christlichen Konfessionen in der Region geblieben. Die Bischöfe der maronitischen und melkitischen Kirchen hätten kürzlich die am meisten betroffenen Orte an der Grenze zu Israel besucht und dort Gottesdienste gefeiert. Besondere Sorge gelte den älteren Menschen, die zu gebrechlich seien, um sich in Sicherheit zu bringen, berichtete Bisits. Ordensfrauen in der Ortschaft Debl hätten deshalb begonnen, diesen Menschen in ihrem Kloster Unterschlupf zu gewähren.

 

In anderen Landesteilen stockten die Kirchengemeinden ihre Aufnahmekapazitäten auf, um für den Fall einer größeren Flüchtlingswelle gerüstet zu sein. All dies geschehe in einem Umfeld, das durch eine schwere wirtschaftliche und politische Krise ohnehin schon äußerst prekär sei, betonte Bisits: „Der Libanon ist ohne funktionsfähige Regierung. Die Lage ist besorgniserregend. Die Menschen haben Angst vor einem erneuten Krieg.“

Der beschädigte Innenraum der melkitischen griechisch-katholischen Kirche in Jaroun. © Kirche in Not
Im Libanon sind etwa ein Drittel der sechs Millionen Einwohner Christen. Ihre Zahl geht zurück; viele Menschen wandern ins Ausland ab. Der Süden des Libanon ist mehrheitlich schiitisch geprägt, in der Küstenstadt Tyrus und in Grenznähe zu Israel gibt es einige größere christliche Gemeinden.
Bitte unterstützen Sie die Nothilfe und die Arbeit der Kirche im Libanon mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Libanon

Ihre Spende für Kinderheime im Libanon:

Die Aktion „Red Wednesday 2023“ von KIRCHE IN NOT (ACN) in Deutschland ist am Sonntag (26. November) mit einem Gebetsnachmittag im Paderborner Dom zu Ende gegangen. Deutschlandweit haben in diesem Jahr knapp 160 katholische und evangelische Pfarreien ihre Kirchen als Zeichen der Solidarität mit weltweit verfolgten und diskriminierten Christen rot angestrahlt sowie Gebets- und Informationsabende zum Thema Religionsfreiheit veranstaltet.

 

Höhepunkte in Kathedralen – Unterstützung durch Radio Horeb und EWTN

Die bundesweit größten Veranstaltungen fanden in den Kathedralen von Dresden, Regensburg und Paderborn statt. Außerdem organisierte KIRCHE IN NOT Gebets- und Informationsabende in der Kirche St. Quintin in Mainz, der Pfarrei St. Sebastian in München und im Passauer Dom. Das Erzbistum Freiburg beteiligte sich mit einer heiligen Messe im Freiburger Münster. Die Pfarrei St. Antonius in Bad Wünnenberg gestaltete einen ganzen Tag mit Reliquien des heiligen Stephanus in den Anliegen des „Red Wednesday“.

Reinhard Backes, Projektreferent bei KIRCHE IN NOT (ACN), und Erzbischof Sebastian Shaw aus Lahore in Pakistan.
Das Innere des Regensburger Doms beim „Red Wednesday“.
Der Passauer Dom während des „Red Wednesday“.
Medienpartner des „Red Wednesday“ war der private katholische Sender „Radio Horeb“, der einen Themenabend zur Aktion in seinem Hauptsitz in Balderschwang gestaltete und den „Abend der Zeugen“ aus dem Regensburger Dom am 22. November bundesweit live übertrug. In Bild und Ton wurden beide Veranstaltungen auch vom katholischen Fernsehsender EWTN übertragen.

 

Gäste aus Burkina Faso, Syrien und Pakistan berichteten

Als „Zeugen“ aus der Weltkirche zu Gast waren in Freiburg der Priester Patrick Bonzi aus Burkina Faso; in Balderschwang, München, Dresden, Bad Wünnenberg und Paderborn der armenisch-orthodoxe Bischof von Aleppo (Syrien), Magar Ashkarian, sowie in Mainz, Regensburg und Passau der Erzbischof von Lahore (Pakistan), Sebastian Shaw.

Der Regensburger Dom beim „Red Wednesday“ 2023.
Die Kathedrale in Dresden während des „Red Wednesday“ 2023.
Der Dom von Paderborn beim „Red Wednesday“ 2023.
Das Freiburger Münster von innen.
Die Kirche St. Quintin in Mainz.
Schwerpunkte der Abende waren der hohe Druck durch Islamisten in den Ländern Subsahara-Afrikas, außerdem die durch Bürgerkrieg, Naturkatastrophen, Misswirtschaft und Sanktionen ausgelöste unerträgliche Lage der Christen in Syrien sowie die komplexen Diskriminierungen und Verfolgungen, denen die Kirche in Pakistan ausgesetzt ist.

 

Die ausführlichen Berichte der „Zeugen“ des Red Wednesday 2023 sind auf www.katholisch.tv in voller Länge als Video abrufbar.

Deutsche Bischöfe nahmen Stellung zu weltweiter Christenverfolgung

Deutlich positionierten sich mehrere deutsche Bischöfe gegen die weltweite Christenverfolgung und für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der Mainzer Weihbischof Dr. Udo Bentz und der Paderborner Weihbischof Matthias König zeigten sich in ihren Ansprachen solidarisch mit den Gästen aus der Weltkirche und würdigten den „Red Wednesday“ als belebendes Signal aus der Weltkirche für den Glauben in Deutschland.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer während des „Red Wednesday“ im Regensburger Dom.
Gebetsnachmittag im Paderborner Dom.
Ein besonders starkes ökumenisches Zeichen setzte der „Red Wednesday“ in Dresden. Dort beteten in der blutrot erleuchteten Kathedrale der katholische Bischof Heinrich Timmerevers, der evangelische Landesbischof Tobias Bilz und der armenisch-orthodoxe Bischof Magar Ashkarian gemeinsam für verfolgte Christen weltweit.

 

KIRCHE-IN-NOT-Geschäftsführer: „Zeichen der Zeit erkennen, ökumenisch die Stimme erheben“

„Dieses sichtbare Zeichen der Einheit hat mich unglaublich berührt“, sagte der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka, im Anschluss an den Gebetsabend in Dresden. „Angesichts der gegenwärtigen Krisen und Probleme müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen und gemeinsam unsere Stimmen erheben.“

Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz, der katholische Bischof Heinrich Timmerevers und der armenisch-orthodoxe Bischof Magar Ashkarian (v. l. n. r.) beteten gemeinsam für verfolgte Christen weltweit.
Florian Ripka beim „Abend der Zeugen“ in Balderschwang, dem Sitz des katholischen Senders Radio Horeb.
Teilnehmer am Begegnungstag in St. Sebastian (München) mit Bischof Ashkarian.
Der nächste „Red Wednesday“ sei für den 20. November 2024 geplant. „Pfarreien werden aber auch im nächsten Jahr wieder den ganzen November über Gelegenheit für ihre Gottesdienste und Informationsabende haben“, versicherte Ripka.

 

Nächster „Red Wednesday“ am 20. November 2024

Nähere Informationen zur Aktion „Red Wednesday“ finden sich auf der Webseite www.red-wednesday.de.

Trailer zum „Red Wednesday“ 2023 – Die Welt in ROT für bedrohte Christen

In Nigeria ist nach Informationen von KIRCHE IN NOT (ACN) vergangene Woche ein Priesterseminarist während eines missglückten Entführungsversuchs durch Fulani-Banditen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Banditen hätten am Donnerstag, 7. September, gegen 20 Uhr Ortszeit vergeblich versucht, in das Pfarrhaus der Pfarrei St. Raphael im Dorf Fadan Kamantan (Diözese Kafanchan, Bundesstaat Kaduna) einzudringen, um den Ortspfarrer zu entführen. Nach diesem misslungenen Einbruchsversuch setzten sie das Pfarrhaus von außen in Brand, in dem sich zu diesem Zeitpunkt außer dem Pfarrer noch ein Kaplan und der 25-jährige Priesterseminarist Na’aman Danlami aufhielten. Während die beiden Priester aus dem brennenden Haus fliehen konnten, starb Danlami in den Flammen.
Der ermordete Priesterseminarist Na’aman Danlami © Kirche in Not

Bischof: „Keine Reaktion der Sicherheitskräfte“

Der Bischof von Kafanchan, Julius Kundi, erhob nach dem Angriff schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte. Er sagte gegenüber KIRCHE IN NOT: „Der Überfall dauerte mehr als eine Stunde, aber es gab keine Reaktion oder Unterstützung seitens der Streitkräfte. Einen Kilometer entfernt gibt es einen Kontrollpunkt, aber es gab keinerlei Reaktion von dort.“ Dies sei kein Einzelfall, so Kundi weiter: „Nigerianische Bürger genießen keinen Schutz. Wir bekommen kaum Hilfe von den Sicherheitskräften.“

Am gleichen Tag: Priesterseminarist entführt

Die Aussagen des Bischofs werden durch die Tatsache bestätigt, dass am Tag des tödlichen Überfalls nach Informationen von KIRCHE IN NOT im nigerianischen Bundesstaat Kaduna ein weiterer Priesterseminarist entführt wurde. Ezequiel Nuhu ist Seminarist in Abuja und verbrachte zusammen mit seiner Familie den Urlaub im Süden Kadunas, wo er nun zusammen mit seinem Vater entführt wurde.

Der entführte Priesterseminarist Ezequiel Nuhu © Kirche in Not
Nigeria war in den vergangenen Jahren ein besonders gefährliches Land für katholische Geistliche. Im Jahr 2022 wurden dort vier Priester getötet und 28 entführt. Im Jahr 2023 sind bereits 14 Priester Opfer von Entführungen geworden.

 

Bitte unterstützen Sie die Christen in Nigeria mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Nigeria

Nigerianischer Bischof über die Hintergründe des Fulani-Terrors in Nigeria

Weitere Informationen

In der Diözese Mukatschewo nahe der ungarischen Grenze werden die Bistumsgebäude immer noch als Notunterkünfte für Flüchtlinge genutzt. „Fast die Hälfte der römisch-katholischen Familien hat Binnenvertriebene in ihren Häusern untergebracht“. Das berichtete der Apostolische Administrator der Diözese, Weihbischof Mykola Petro Luchok, KIRCHE IN NOT (ACN).

 

Insgesamt habe die mit einer Million Einwohnern nur dünn besiedelte westukrainische Region Transkarpatien 400 000 Binnenvertriebene aus anderen Teilen des Landes aufgenommen. Weihbischof Luchok erklärte, das Bistum unterstütze mit Hilfsgeldern von KIRCHE IN NOT unter anderem die psychologische Trauma-Beratung für Kriegsopfer, zurückgekehrte Soldaten und Familien von Gefallenen.

Weihbischof Mykola Petro Luchok mit Gläubigen © Kirche in Not
Im Winter war die Region nach russischen Luftangriffen lange Zeit ohne Strom. Dank der Unterstützung von KIRCHE IN NOT konnten Generatoren und Batteriespeichersysteme angeschafft werden, damit die Menschen nicht erfrieren.

 

Viele Familien mit Kindern unter Flüchtlingen

Viele Familien mit Kindern seien unter den Binnenflüchtlingen, berichtet Weihbischof Luchok. Deshalb habe die Diözese Sommerlager für Kinder in den Bergen organisiert. Auch die örtliche Bevölkerung leide weiterhin unter dem Krieg. Manche hätten alle Mittel verloren, um sich und ihre Familien zu versorgen. „Viele Menschen haben die Region Transkarpatien verlassen, darunter viele Führungskräfte“, betonte der Weihbischof. „Eine der Herausforderungen bestand also darin, die täglichen Abläufe völlig neu zu organisieren.“

Binnenflüchtlinge in der Diözese Mukatschewo © Kirche in Not
Vor allem die fehlende Aussicht auf ein Ende des Krieges mache den Menschen zu schaffen. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass kein Ende in Sicht ist. Die Menschen sind psychisch und physisch erschöpft“, erklärte Weihbischof Luchok. Oft sage er ihnen: „Wir sollten uns nicht auf das konzentrieren, was wir verloren haben, sondern darauf, unser Kreuz zu tragen und Wege zu finden, anderen zu helfen. Das Leben ist einfacher, wenn wir nicht an unser eigenes Leid denken, sondern daran, wie wir anderen Menschen helfen können. Wir müssen lernen, einander so gut wie möglich zu dienen, im Frieden oder im Krieg. Wir müssen versuchen, keine Angst zu haben, denn die Angst verschließt unser Herz vor der Gnade.“

 

Dank an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT

Bischof Luchok appellierte an die Unterstützer von „Kirche in Not“, mit ihrer Hilfsbereitschaft nicht nachzulassen: „Wir sind ‚Kirche in Not‘ sehr dankbar für die Hilfe, die wir erhalten haben. Wir hoffen, dass wir sie auch weiterhin erhalten werden, denn der Krieg dauert an und hat viele Verluste in unserem Leben verursacht.“

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in der Ukraine und ihren Einsatz für die Binnenflüchtlinge des Krieges mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

 

Verwendungszweck: Ukraine

Bischof Dzyurakh dankt KIRCHE IN NOT für Hilfe

Weitere Informationen

Nach der international kritisierten Koranverbrennung in Schweden wächst in Pakistan die Sorge vor Gewaltausbrüchen gegenüber Christen und kirchlichen Einrichtungen. Wie Bischof Yousaf Sohan aus Multan im Westen Pakistans KIRCHE IN NOT (ACN) mitteilte, habe die Regierung des mehrheitlich muslimischen Landes die katholische Kirche aufgefordert, ihre Schutzmaßnahmen vor Kirchen, Pfarrzentren und Schulen zu erhöhen.

 

Pakistan sei in mehrere Gefährdungszonen unterteilt, erklärte der Bischof. „Mein Bistum Multan liegt in der roten Zone. Derzeit sind mehrere Kirchengebäude geschlossen, weil sie die aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen.“

 

Drohungen und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Bislang habe es nach der Koranverbrennung verbale Kritik und Drohungen in den sozialen Medien gegeben, so Sohan. Er verurteilte die Koranverbrennung und bedauerte, dass die Handlung eines einzelnen Mannes in Schweden so negative Auswirkungen in einem Land wie Pakistan habe. In dem mehrheitlich muslimischen Land kann die Schändung des Korans zu lebenslanger Haft führen.

Muslima in Indonesien liest im Koran (Archivbild). © Kirche in Not/Magdalena Wolnik
„In einem Land wie Pakistan mit einer ohnehin schwierigen Situation für Christen führen solche Vorfälle zu einem erhöhten Risiko. Wir sollten die Rechte und die Würde der anderen Menschen achten, unabhängig von ihrer Religion“, sagte der Bischof. Die jetzt erhöhten Sicherheitsmaßnahmen brächten für die Kirche auch weitere finanzielle Belastungen mit sich, die diese kaum stemmen könne. KIRCHE IN NOT hat bereits Unterstützung zugesagt.

 

Solidarität mit Muslimen

Die katholische Kirche Pakistans bezeichnete in einer Erklärung der „Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“ die Koranverbrennung als „eklatante Provokation, respektlos und einen Akt von Rassismus und Intoleranz“. Sie drückte ihre Solidarität mit den Muslimen aus und forderte die schwedische Regierung auf, „Maßnahmen zu ergreifen, um den Respekt für alle Religionen in der Gesellschaft zu gewährleisten.“

„Ich bin angewidert von diesen Aktionen“

Ende Juni hatte ein Iraker vor der Hauptmoschee in Stockholm Seiten aus dem Koran verbrannt. Die Tat ereignete sich am Opferfest (Eid al-Adha), den höchsten muslimischen Feiertagen. Der Täter, der sich selbst als atheistisch bezeichnet, und andere Gruppierungen in Schweden kündigten weitere Koranverbrennungen an. Die schwedischen Sicherheitsbehörden hatten die Aktion nicht verboten. In der Folge kam es zu weltweiten Protesten, nicht nur in der muslimischen Welt. Auch Papst Franziskus hatte in einem Interview erklärt: „Ich bin empört und angewidert von diesen Aktionen. Jedes Buch, das von seinen Verfassern als heilig angesehen wird, muss aus Respekt vor den Gläubigen respektiert werden“.

Bischof Yousaf Sohan aus Multan/Pakistan. © Kirche in Not
In Pakistan liegt der Bevölkerungsanteil der Christen bei unter zwei Prozent. Rigide Blasphemiegesetze sind seit Jahren Ausgangspunkt für Diskriminierung und Verfolgung von christlichen und anderen Minderheiten. Ein weiteres Problem ist die Entführung, Zwangskonversion und -verheiratung junger Frauen und Mädchen durch extremistische Muslime. Immer wieder kommt es auch zu Anschlägen und Übergriffen auf christliche Einrichtungen.
Weitere Informationen zur Lage in Pakistan enthält der neue Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von „Kirche in Not“: https://acninternational.org/religiousfreedomreport/de/berichte/land/2023/pakistan

 

Bitte unterstützen Sie die bedrängte christliche Minderheit in Pakistan mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Interreligiöser Dialog für ein friedliches Zusammenleben in Pakistan

Weitere Informationen

In den beginnenden Sommerferien unterstützt KIRCHE IN NOT (ACN) 400 Sommerlager und -freizeiten in Kriegs- und Krisenländern. Zehntausende Kinder und Jugendliche aus Syrien, dem Libanon, der Ukraine und weiteren Staaten erhalten dadurch Abwechslung, Erholung und Trost. Die Sommerfreizeiten werden von lokalen christlichen Gemeinden, Pfadfindern, geistlichen Gemeinschaften oder Diözesen organisiert, oft in ökumenischer Zusammenarbeit.

 

Unterstützung für Kinder aus syrischem Erdbebengebiet und der Ukraine

Mehr als die Hälfte der von KIRCHE IN NOT geförderten Ferienaktivitäten findet in Syrien statt. Dort nehmen zwischen Juni und September allein über 45 000 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen christlichen Konfessionen an Feriencamps teil. Gastgeber sind unter anderem die Diözesen Homs, Aleppo, Latakia, Hama und Damaskus. Viele Kinder leiden unter den Kriegsfolgen oder waren mit ihren Familien vom Erdbeben Anfang Februar betroffen. Für diese Kinder hat KIRCHE IN NOT zusätzliche Mittel bereitgestellt.

Jugendliche bei einem Pfadfinderlager in Syrien (Archivbild von 2021). © Kirche in Not
Auch im Libanon finanziert unser Hilfswerk 106 Sommerlager, an denen etwa 19 000 Kinder und Jugendliche teilnehmen werden. Unter dem Titel „Ferien mit Gott“ können in der Ukraine fünf Ferienprojekte stattfinden, an denen vor allem Flüchtlingsinder teilnehmen werden. Außerdem unterstützt KIRCHE IN NOT Sommercamps speziell für ukrainische Kinder, die mit ihren Familien in Ungarn und Estland Zuflucht gefunden haben.

Weitere Ferienaktivitäten finden in Ägypten, Jordanien, den Palästinensischen Gebieten, Israel oder Armenien statt. Viele haben eine lange Tradition; KIRCHE IN NOT fördert sie schon seit Jahren.

 

KIRCHE IN NOT erhöht Mittel für kirchliche Jugendarbeit

„Bei der Sitzung der Hilfswerke für die Ostkirchen Ende Juni in Rom dankte uns Papst Franziskus für die Unterstützung der jungen Menschen in Osteuropa und im Nahen Osten. Er ermutigte uns, auf die Sehnsüchte zu hören, die sie in ihren Herzen tragen“, erklärte Marco Mencaglia, Projektdirektor in der Zentrale von KIRCHE IN NOT (ACN) in Königstein im Taunus. Unser Hilfswerk verstärkt darum massiv sein Engagement für die jungen Menschen in diesen Ländern. „Wir wollen Teil dieses Programms für die Zukunft sein.“

Marco Mencaglia, Projektdirektor von KIRCHE IN NOT (ACN) International. © Kirche in Not
Bitte unterstützen Sie die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit in Kriegs- und Krisenländern mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Beispiel einer Kinder- und Jugendpastoral in Armenien

Weitere Informationen

Christliche Ferienlager – ein wichtiges Instrument der Seelsorge:

„Ihr Herz begann wieder zu schlagen” – Das Beispiel Syrien

„Der Winter wird schwierig“ – Das Beispiel Ukraine

Anfang Juli trafen sich rund 2000 junge Christen zu einem Jugendtreffen bei Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak. Veranstalterin des Ankawa-Jugendtreffens war die chaldäisch-katholische Kirche, die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Irak.

KIRCHE IN NOT (ACN) hatte die Veranstaltung zum größten Teil finanziert. Sie bestand aus Gottesdiensten, Katechesen, Workshops, Konzerten und Diskussionsrunden. Das dreitägige Treffen war das erste dieser Art nach der Befreiung der christlichen Siedlungsgebiete im Nordirak von den Truppen des „Islamischen Staates“ (IS).

 

Hoffnung in die Jugend

„Die Christen im Irak stehen seit der Belagerung durch den IS vor vielen Herausforderungen. Sie erwarten von der Kirche, dass sie ihnen hilft, ihre Zukunft zu gestalten“, erklärte der gastgebende Erzbischof Bashar Warda aus Erbil gegenüber KIRCHE IN NOT. „Wir streben eine Generation bewusster junger Menschen an. Das Jugendtreffen hat einen wichtigen Anteil daran, diese Hoffnung zu verwirklichen.“ Warda verwies auf die Wiederaufbauleistungen in den vergangenen Jahren: So betreibe die Kirche im Nordirak unter anderem vier Schulen, eine Universität, ein Krankenhaus, ein Priesterseminar und mehrere katechetische Zentren.

Jugendliche bei einer Katechese während des Treffens in Ankawa. © Chaldäische Erzdiözese Erbil
Die 23-jährige Yara Khorany gehörte zum Medienteam des Jugendtreffens. Sie sah in der Veranstaltung die Chance, junge Christen zu ermutigen, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen: „Unsere Mission besteht auch darin, neues Potenzial, neue Führungspersönlichkeiten zu entdecken und zu fördern. Wir sind eine lebendige Kirche; wir wollen dieses Land nicht verlassen.“

 

„Religiöse Diskriminierung besteht nach wie vor“

Die Sorge, junge Christen zum Bleiben zu bewegen, ist nach wie vor allen Verantwortlichen anzumerken. Infolge der Irakkriege und der Verfolgung durch den IS hat im Irak ein Exodus der Christen eingesetzt: Seit den 1990er-Jahren ist ihre Zahl von 1,5 Millionen auf schätzungsweise 150 000 zurückgegangen.

Nächtliche Veranstaltung beim Jugendtreffen in Ankawa. © Chaldäische Erzdiözese Erbil
Dieser Trend konnte zwar in jüngerer Zeit verlangsamt werden, aber laut Yara Khorany sind Christen im Irak nach wie vor mit Schwierigkeiten konfrontiert: „Religiöse Diskriminierung besteht noch immer. Aber es ist insofern anders geworden, als die Kirche sich im Wiederaufbau befindet und versucht, ihr Potenzial zu entdecken.“

 

Unter den Teilnehmern am Jugendtreffen befanden sich viele, die in den Jahren der IS-Herrschaft Angehörige verloren haben oder fliehen mussten. Doch das habe den Glauben und die Zuversicht der jungen Menschen nicht geschwächt, betonte Khorany: „Wir haben den starken Wunsch zu bleiben und die Kirche zu unterstützen, damit das Christentum nicht aus dem Irak verschwindet. Wir sind Menschen des Friedens und wir wollen mit allen anderen Gruppen und Religionen im Land friedlich zusammenleben. Das ist die Botschaft dieses Treffens.“

KIRCHE IN NOT: Wiederaufbau im Irak kommt voran

Bitte unterstützen Sie den Wiederaufbau und das Überleben der Kirche im Irak mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Irak

Weitere Informationen

Einen Monat nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms nahe der südukrainischen Stadt Cherson sind die verbliebenen Menschen in der Region nach wie vor traumatisiert, berichtete Pater Ignatius Moskalyuk im Gespräch mit KIRCHE IN NOT (ACN): „Es war schrecklich mit anzusehen, wie Gebäude im Wasser versanken, Tiere ertranken und Menschen evakuiert werden mussten, die in ihren Häuser geblieben waren.“
Basilianerpater Ignatius Moskalyuk mit Kindern, die in seinem Kloster Lebensmittel erhalten (Archivbild vom Dezember 2022). © Kirche in Not
In Cherson sei das Wasser nach dem Staudammbruch drei bis vier Meter hoch gestiegen, erklärte Pater Ignatius. Er ist einer von zwei Basilianer-Mönchen, die im griechisch-katholischen Kloster „St. Wladimir der Große“ geblieben sind und von dort aus die Bevölkerung pastoral und karitativ betreuen.

 

„Lage der Menschen tut mir im Herzen weh“

Die Situation in Cherson sei „psychisch schwer auszuhalten“, so der Ordensmann. In der nach wie vor umkämpften Stadt seien vor allem ältere, kranke, aber auch jüngere Menschen zurückgeblieben, „die nirgendwo hingehen können“. Viele müssten unter freiem Himmel kampieren, da ihre Wohnungen zerstört seien. Bettlägerige oder gebrechliche Menschen seien überwiegend sich selbst überlassen. „Ihre Lage tut mir im Herzen weh“, sagte Pater Ignatius. „Sie brauchen etwas zu essen, sie brauchen Hygieneartikel, Windeln, Waschpulver, diese Sachen fehlen in Cherson.“

Menschen stehen vor dem Baslianerkloster in Cherson um Hilfe an (Archivbild vom Dezember 2022). © Kirche in Not
Er sei dankbar für die gespendeten Güter, die er und sein Mitbruder direkt weitergeben. „Kirche in Not“ hat unter anderem ein Fahrzeug für die Ordensleute in Cherson finanziert, damit diese Menschen in entlegenen Gebieten erreichen können. „Ein Auto ist für unsere Arbeit unabdingbar, ganz besonders jetzt in dieser bitteren Lage“, betonte Pater Ignatius.

 

„Ich werde bis zum Ende bei euch bleiben“

Täglich kämen Menschen zu seinem Kloster, um Unterstützung zu erhalten, aber auch um die heilige Messe zu besuchen, die Sakramente zu empfangen oder ein Seelsorgegespräch zu führen. „Die Menschen stellen sich viele Fragen und suchen eine Antwort darauf“, so der Ordensmann.

Freiwillige Helfer in der Ukraine (c) KIRCHE IN NOT
Auch viele Menschen, die ungetauft seien, legten Wert auf die Präsenz der Geistlichen vor Ort. Dies habe er erlebt, als er für kurze Zeit in die Westukraine gefahren sei, erzählte Pater Ignatius. „Die Menschen schauten mir in die Augen und fragten: ,Werden Sie zurückkehren?’ Ich sah ihre Tränen und sagte: ,Ich lasse euch nicht im Stich. Ich werde bis zum Ende bei euch bleiben.’“

 

Schätzungsweise noch 40 000 Menschen in Cherson

Im März 2022 eroberten russische Truppen die Stadt Cherson und hielten sie neun Monate besetzt. Nach erbitterten Kämpfen gewann das ukrainische Militär Anfang November wieder die Kontrolle. Es begann eine große Evakuierungsaktion, da die Stadt im Winter überwiegend ohne Strom und Heizung war. Anfang 2023 wurde die Zahl der Einwohner auf noch 40 000 geschätzt.

Straßenszene aus dem Krieg in der Ukraine. © Kirche in Not

Die russischen Truppen bezogen Stellung auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Dnjepr. Von dort aus wird Cherson nach wie vor bombardiert. Am 5. Juli meldete russisches Militär erneute Gebietsgewinne in der Region und die Einnahme einer Brücke. Anfang Juni wurde der nahegelegene Kachowka-Staudamm zerstört, wofür sich die ukrainische und die russische Seite gegenseitig verantwortlich machten.
Bitte unterstützen Sie den Einsatz der katholischen Kirche in der Ukraine für Kriegsopfer und Binnenflüchtlinge mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Ukraine

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in der Ukraine

Weitere Informationen

Kirchenvertreter in Nigeria zeigen sich bestürzt über ein Video, in dem der ehemalige Gouverneur des Bundesstaats Kaduna, Nasir El-Rufai, systematische Benachteiligung von Christen zugibt. El-Rufai hat den zentralnigerianischen Bundesstaat Kaduna von 2015 bis 2023 geleitet. Er gehört der Partei All Progressive Congress (APC) an – der politischen Heimat des neuen Präsidenten Bola Tinubu und seines Vorgängers Muhammadu Buhari.

 

Faire Behandlung trotz Benachteiligung?

In einer Rede vor muslimischen Geistlichen erklärte El-Rufai, warum er keine Christen in die lokale Regierung aufgenommen habe: „Diejenigen, die keine Muslime sind, wählen unsere Partei nicht – zumindest die meisten von ihnen. Warum sollte ich ihnen also das Amt des Vize-Gouverneurs geben?“ Im Süden des Bundesstaats Kaduna sind die Christen in der Mehrheit, im Norden die Muslime. In Nigeria liegt das Verhältnis von Christen und Muslimen bei etwa 50:50.

Beisetzung des entführten und anschließend ermordeten Priesterseminaristen Michael Nnadi aus Kaduna (Archivbild aus 2020). © Kirche in Not
Laut dem ehemaligen Gouverneur habe seine Regierung Christen „immer fair behandelt“. Gleichzeitig hebt er jedoch hervor, dass er mehrheitlich von Muslimen bewohnte Gebiete bevorzugt habe: „Das, was ich Jaba [einem mehrheitlich christlichen Gebiet; Anm. d. Red.] gebe, ist nur ein Teil dessen, was ich Kubau [wo Muslime in der Mehrheit sind] gebe, weil Jaba nicht für uns gestimmt hat.“ Abschließend rief El-Rufai seine Zuhörer auf, dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft Muslime die Kommunalpolitik dominieren.

 

„Hasserfüllte Deklaration“

In einem Schreiben an den seit Ende Mai amtierenden Gouverneur von Kaduna, Uba Sani, das dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) vorliegt, bezeichnete eine Gruppe katholischer Priester die Äußerungen seines Vorgängers als „spalterische, hasserfüllte, jedem staatsmännischen Denken entbehrende Deklaration der politischen Vorherrschaft des Islam in Nigeria“. Die christlichen Gemeinden seien in den vergangenen Jahren „Leidtragende der Schrecken einer ineffizienten Regierungsführung“ gewesen, schreiben die Seelsorger.

Angehende Priester im Bundesstaat Kaduna. © Kirche in Not
Nach Recherchen von „Kirche in Not“ wurden allein seit Anfang 2022 im Bundesstaat Kaduna mindestens elf Priester entführt. Zwei von ihnen wurden ermordet, von zwei anderen fehlt jede Spur. Die Priester kritisierten auch die Untätigkeit der Polizei und der Behörden, Christen und kirchliche Einrichtungen vor islamistischen Gruppen und kriminellen Banden zu schützen: „Als einzige Antwort kamen von der Regierung absurde Anschuldigungen, sie hätten ihre Mörder provoziert und die Gräueltaten seien gerechtfertigte Rachemorde.“

 

„Religion darf nie zur Verschleierung von Versagen verwendet werden“

Trotz dieser scharfen Kritik betonten die Priester aus dem Bundesstaat Kaduna ihren Willen zur Zusammenarbeit mit der Regierung: „Die Religion sollte den Platz einnehmen, der ihr nach der Verfassung zusteht, und darf niemals zur Verschleierung von Inkompetenz und Versagen verwendet werden. Der Frieden und Fortschritt unseres Staates sollen nie einem politischen Zweckdenken weichen.“

Trotz zahlreicher Anschläge durch Boko Haram sind die Gemeinden in Nigeria sehr aktiv und die Gottesdienste gut besucht.
Nach Angaben des am 22. Juni erschienenen Berichts „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von „Kirche in Not“ ist Nigeria eines der Länder, in dem am meisten religiöse Verfolgung herrscht. Vorwiegend Christen, aber auch Muslime und Anhänger traditioneller Glaubensrichtungen fallen der Gewalt zum Opfer. Geistliche und Gläubige leiden unter den Verbrechen der inländischen und ausländischen Dschihadisten und kriminellen Banden. Weitere Informationen zur Lage in Nigeria: https://acninternational.org/religiousfreedomreport/de/berichte/land/2023/nigeria

 

Bitte unterstützen Sie Arbeit der Kirche in Nigeria mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Nigeria

Proteste gegen Gouverneur in Nigeria:

Weitere Informationen

Die katholische Kirche in Südsudan bereitet sich nach Informationen des Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) auf die Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Sudan vor. Der Bischof der Diözese Wau im Nordwesten des Landes, Matthew Remijio Adam Gbitiku, habe sich in einem Brief an die Gläubigen seiner Diözese mit der Bitte gewandt, die Flüchtlinge aufzunehmen, die auf der Suche nach Sicherheit dort eintreffen. Die in der Region tätige Ordensschwester Beta Almendra sagte „Kirche in Not“: „Der Bischof hat uns gebeten, unseren Brüdern und Schwestern aus Khartum zu helfen. Er richtete die Bitte an uns alle, Priester, Ordensleute und Laien. Es ist eine Botschaft der Solidarität mit Khartum und seinen Bewohnern.“

Schwester Beta Almendra (mit Kappe) mit Schülerinnen einer katholischen Schule.
„Wir haben während der Gottesdienste drei Sonderkollekten durchgeführt. Wir sammeln das Geld und senden es in der ersten Juni-Woche nach Khartum. Auf diese Weise können wir denjenigen, die zurückgeblieben sind oder die noch aus der Stadt herauskommen müssen, eine echte Unterstützung zukommen lassen“, erklärte Schwester Almendra.

 

Schätzungsweise 50 000 Menschen hätten bereits die Grenze von Sudan nach Südsudan überquert, aber bisher seien noch nicht viele in Wau angekommen. „Wir haben hier noch keine Flüchtlingslager, da die Menschen vornehmlich zu Fuß kommen. Aber nach und nach werden sie hier eintreffen“, ist sich Schwester Beta Almendra sicher.

 

„Es kann Monate dauern, bis man in Sicherheit ist“

 

Wie in den meisten gewaltsamen Konflikten litten die armen Menschen unverhältnismäßig stark, da sie nicht die Mittel hätten, sich in Sicherheit zu bringen. „Jeder, der über Geld oder Ersparnisse verfügt, hat es geschafft, mit dem Auto oder dem Flugzeug das Land zu verlassen. Alle anderen mussten zu Fuß gehen, und es kann Monate dauern, bis sie einen sicheren Ort wie Wau erreichen. Wir erwarten sie dort und werden sie willkommen heißen“, sagte Schwester Almendra.

Gläubige der Diözese Wau beten den Kreuzweg. © Kirche in Not
Neben den Gefahren des Konflikts in Sudan und den schweren körperlichen Strapazen auf dem Weg in die Sicherheit drohten weitere Gefahren. „Viele der Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, werden ausgeraubt. Die meisten haben ohnehin schon alles zurückgelassen, aber das Wenige, das sie mitnehmen konnten, wird ihnen auch noch gestohlen. Es ist eine schwierige Reise, und sie verlassen ein Land mit vielen, vielen Problemen“, erklärte Schwester Almendra.

 

Nach jahrzehntelangen bewaffneten Auseinandersetzungen spaltete sich Südsudan 2011 von Sudan ab und wurde ein unabhängiger Staat. Seit Mitte April kämpfen im Sudan – insbesondere in dessen Hauptstadt Khartum – rivalisierende Fraktionen des herrschenden Militärs gegeneinander. Bei den Auseinandersetzungen sind bisher mindestens 500 Personen ums Leben gekommen. Tausende sind geflohen und haben Zuflucht in anderen Ländern wie Äthiopien, Ägypten, dem Tschad und Südsudan gesucht.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Südsudan. Spenden Sie entweder online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Südsudan

Katholischer Erzbischof über die Kirche im Südsudan

Weitere Informationen