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Lateinamerika

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Paraguay steht vor großen Herausforderungen: Der Abstand zwischen armen und reichen Menschen wird immer größer. Hinzu kommt, dass viele Menschen in ländlich geprägten Gebieten dort keine Perspektive sehen und in die Städte abwandern. Doch die erhofften besseren Lebensbedingungen bleiben jedoch in der Regel ein Traum.

 

Häufig wird die Landbevölkerung aber auch vertrieben, um Platz für Großgrundbesitzer zu machen. Die Kirche ist die einzige glaubwürdige Institution in einem Land mit großen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten.

Der Glaube ist bei den meisten Menschen traditionell tief verwurzelt. 90 Prozent der knapp sieben Millionen Einwohner Paraguays sind katholisch, und im Gegensatz zum großen Nachbarland Brasilien oder einigen anderen lateinamerikanischen Ländern gibt es nur einen geringen Zulauf zu Sekten.

Gottesdienst in Paraguay.
Die Kirche in Paraguay ist aber arm, und der gute Wille reicht nicht, sondern es werden auch Mittel gebraucht, um die Seelsorge- und Evangelisierungsarbeit durchführen zu können. So ist die Kirche stark auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

 

Kirche auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen

Seit 67 Jahren sind Franziskaner in Paraguay tätig. Inzwischen sind es 44 Ordensmänner, davon 20 Priester. Sie sind in acht Pfarreien und vier Schulen tätig und haben fünf Zentren für Straßenkinder eingerichtet, in denen sie rund 500 Jungen und Mädchen betreuen, die kein Zuhause haben und um die sich sonst niemand kümmert.

Pater Miguel Angel Cáceres, der Provinzial der Franziskaner, schreibt uns: „Wir sind sehr froh über unsere pastorale Arbeit, die der gute Gott immer im Übermaß gesegnet hat. Wir möchten diesen Weg fortsetzen, aber die Ernte ist groß, und es gibt nur wenige Arbeiter.“

Prozession in Paraguay.
Besonders dankbar ist er für die Mess-Stipendien in Höhe von 8.040 Euro, mit denen wir dank Ihrer Hilfe im vergangenen Jahr die 20 Priester seines Ordens in Paraguay unterstützen konnten.

 

Die Mess-Intentionen kommen nicht nur den Priestern selbst zugute, sondern sie werden auch für die Ausbildung der jungen angehenden Ordensmänner verwendet.

Auch wenn Kuba nicht mehr die Schlagzeilen dominiert: Es polarisiert bis heute. Für die einen Urlaubsziel und Versuchsland einer sozialistischen Gesellschaftsordnung, für die anderen Land großer sozialer Verwerfungen und gewalttätiger Unterdrückung.

Nach dem Ende der Castro-Ära im Frühjahr 2018 sahen viele Beobachter die Chance auf Wandel gekommen. Einen Wandel, den der kubanische Priester Rolando Montes de Oca (37) nicht entdecken kann. Er stammt aus Camagüey, etwa 500 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Havanna. Derzeit hält er sich zum Studium in Rom auf – und verfolgt die Entwicklungen in seiner Heimat mit Sorge.

Tobias Lehner vom weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT sprach mit Montes über die neue Verfassung Kubas, die alte Bekenntnisse zur Religionsfreiheit wiederholt, über die bestehenden Einschränkungen für das kirchliche Leben – und darüber, was KIRCHE IN NOT mit seinem persönlichen Glaubensweg zu tun hat.
Wiederaufbauarbeiten an einer zerstörten Kirche.
Gläubige auf Kuba treffen sich zu einem Gebetskreis unter freiem Himmel.
Gläubige auf Kuba treffen sich zu einem Gebetskreis unter freiem Himmel.
Tobias Lehner: Pater Rolando, seit April 2018 ist die Castro-Ära auf Kuba vorbei: Auf Fidel und Raul Castro folgte Miguel Diaz-Canel als neuer Präsident. Wie geht es den Menschen unter der neuen Regierung?

Rolando Montes de Oca: Die Situation hat sich kaum verändert. Auch der neue Präsident betont immer wieder, er wolle den Revolutionsprozess fortsetzen, den Fidel Castro begonnen hat. Das heißt: Der Sozialismus bleibt Staatsdoktrin. In seiner ersten Rede nach der Wahl hat Diaz-Canel sogar versichert, dass die wichtigsten Entscheidungen immer noch Raul Castro treffen wird.

Die neue Staatsführung hat als eine ihrer ersten Amtshandlungen eine neue Verfassung auf den Weg gebracht. Neben marktwirtschaftlichen Öffnungen sollen darin auch die bürgerlichen Rechte gestärkt werden. Wie steht es in der neuen Verfassung um die Religionsfreiheit?

Die kubanische Regierung will ein demokratisches Image verbreiten. Sie will Kuba als ein Land präsentieren, in dem jeder Bürger volle Freiheit genießen kann. Auch in der alten Verfassung gab es bereits einen Artikel, wonach der kubanische Staat „die Religionsfreiheit anerkennt, respektiert und gewährleistet“. Das wurde zumindest behauptet. Jetzt sind diese Aussagen unverändert erhalten geblieben. Es gab und gibt Kultfreiheit. Das heißt: Die Menschen können sich in den Kirchen versammeln, um Gottesdienst zu feiern. Aber Kultfreiheit ist nicht gleich Religionsfreiheit.

Was meinen Sie damit?

Kubanische Familien können zum Beispiel nicht frei über die Erziehung ihrer Kinder entscheiden. Sie sind verpflichtet, sie im Kindergarten und in der Schule nach der marxistischen und atheistischen Ideologie erziehen zu lassen. Die neue Verfassung sagt das auch ganz klar: Ziel des Staates ist, die sozialistische Ideologie und Moral zu verbreiten. Organisationen, die sich für Errichtung und Verteidigung der sozialistischen Gesellschaft einsetzen, stehen unter besonderem staatlichen Schutz.

Ein kubanischer Bischof verteilt die Kinderbibel von Kirche in Not.
Was bedeutet das für die Kirche?

Es ist nach wie vor kaum möglich, neue Kirchen zu bauen. Vor kurzem wurden einige Kirchen geweiht – nach über 60 Jahren Verhandlungen und Verzögerungen. Der Kirche auf Kuba wird kein Platz in den Medien eingeräumt. Abgesehen von den Papstbesuchen auf Kuba und einigen wenigen Minuten pro Jahr, in denen die Bischöfe über das Lokalradio kurze Botschaften senden können, ist die Kirche von den Medien ausgeschlossen. In Pfarreien werden häufig pastorale Aktivitäten oder Veranstaltungen verboten – den Grund versteht keiner und niemand weiß, wer dafür verantwortlich ist. Das ist für die Pfarrgemeinden Alltag. Es gibt durchaus Bemühungen von Seiten der kommunistischen Partei, bessere Beziehungen zur katholischen Kirche aufzubauen. Aber der Preis dafür wäre, dass wir zu den riesigen sozialen Problemen im Land schweigen. Und das können wir nicht!

Das scheint den Spielraum der Kirche jenseits der Liturgie sehr stark einzuschränken …

Die Kirche auf Kuba hat mittlerweile gelernt, Fenster zu öffnen, wo Türen zu geschlagen werden. Wir geben nicht auf. Weil es keinen Zugang zu staatlichen Medien gibt, veröffentlichen viele Bistümer eigene Zeitschriften. Diese beschäftigen sich neben Glaubensthemen auch mit Alltagsfragen der Kubaner.

Weil kirchliche Mitarbeiter nicht in den staatlichen Schulen unterrichten dürfen, betreibt die Kirche viele Bildungszentren. Dort werden neben Fachwissen – zum Beispiel bei der beruflichen Weiterbildung – auch christliche Werte vermittelt. Weil wir keine Kirchen bauen dürfen, öffnen viele Privatpersonen ihre Häuser für die heilige Messe oder den Religionsunterricht. Unsere größte Aufgabe und gleichzeitig unsere größte Sorge ist die Vermittlerrolle der Kirche im nationalen Versöhnungsprozess.

Pater Rolando Montes de Oca. Foto: Bruno Barata
Worum geht es bei diesem Prozess?

Die kubanische Bevölkerung ist gespalten, politisch wie gesellschaftlich. Die Kirche versucht, alle aufzunehmen und allen Raum zu geben. Leider haben sich bislang weder die Regierung noch die radikale Opposition offen für den Dialog gezeigt. Und so wird von allen Seiten die Kirche beschuldigt: Dass sie sich von der Opposition instrumentalisieren lasse. Dass sie linke Ideologien übernehme. Dass sie die Interessen der USA verteidige. Die Kirche auf Kuba wird vielfach missverstanden. Wir wollen ein Kuba mit allen und für alle bauen!

Was braucht die Kirche auf Kuba für diese Aufgabe und was können Organisationen wie KIRCHE IN NOT dazu beitragen?

Die Probleme der Kirche auf Kuba sind die Probleme aller Kubaner – in erster Linie der Mangel an finanziellen Mitteln. KIRCHE IN NOT hat immer sehr viel getan, um unsere pastorale Arbeit zu unterstützen: von der Priesterausbildung über die kirchliche Medienarbeit und der Renovierung von baufälligen oder durch Unwetter zerstörten Kirchen, bis hin zur Schulung von Katecheten und der Verbreitung von Bibeln und Katechismen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind überall im Land zu spüren: Menschen bekehren sich, die christlichen Werte werden verbreitet. Durch die Hilfe von KIRCHE IN NOT handelt die unsichtbare Hand Gottes an uns!

Ihr eigener Glaubensweg ist ja eng mit KIRCHE IN NOT verbunden …

Das stimmt! Meine erste Erfahrung mit Gott ist mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT verbunden. Als ich ein Kind war, wollte ich unbedingt ein Buch haben, das mir den Glauben erläutert. Mit Dankbarkeit denke ich an den Tag, als mir unser Pfarrer die Kinderbibel überreicht hat. Ich habe sie verschlungen. Ich bewahre sie noch heute in meinem Zimmer auf. Ich habe sie sogar verwendet, als ich Pfarrer auf Kuba war und Kindern Religionsunterricht erteilt habe. Ich habe mich in Gott verliebt, der mich durch die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT angesprochen hat!

Das Interview wurde im Original auf Italienisch geführt und für die deutschsprachige Veröffentlichung gekürzt und redigiert.

Helfen Sie den Christen in Kuba

Um die pastorale und karitative Arbeit der Kirche auf Kuba weiterhin unterstützen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden.

Ferienzeit, Sommerspaß, unbeschwert die Kindheit genießen: Für Kinder hierzulande ist das weitgehend selbstverständlich. Für Millionen ihrer Altersgenossen weltweit ist das jedoch ein unerreichbarer Wunschtraum. Sie leben in Krieg, Armut, Elend und Gefahr.

Die Mitarbeiter von KIRCHE IN NOT stoßen bei ihrer Projektarbeit in über 140 Ländern immer wieder auf beeindruckende Zeugnisse kindlichen Glaubens. Drei Berichte aus unterschiedlichen Weltregionen haben wir aufgezeichnet.
Kinder aus Aleppo mit Luftballons.
Straßenszene in Aleppo.

Aleppo, Syrien

Jad Abed ist zehn Jahre alt und lebt in Aleppo. Seine Heimatstadt wurde zum Inbegriff von Krieg und Terror. Seit eineinhalb Jahren schweigen dort die Waffen weitgehend, während andernorts noch Krieg tobt. Aleppo ist schwer gezeichnet.

Abeds Schule wurde von Bomben verwüstet. Er berichtet: „Ich bin in der fünften Klasse. Unsere Klassenzimmer befinden sich jetzt in einem Keller ohne Heizung und Strom.“ Jad ist begeisterter Basketballer und singt gerne.

Schule von Bomben verwüstet

KIRCHE IN NOT hat die Kirchengemeinden unterstützt, damit sie auch während des Krieges Sport- und Freizeitprogramme anbieten konnten. „Ich glaube, dass böse Menschen nicht singen“, sagt Jad, „deshalb war Musik während des Krieges sehr wichtig.“

Jad hat seinen besten Freund während der Kämpfe verloren. „Er starb durch einen Bombenangriff, als er auf den Schulbus wartete. Ich habe jetzt einen Fürsprecher im Himmel.“ Auch das Wohnhaus seiner Familie wurde von Raketen getroffen.

„Dabei stürzte ein Teil des Hauses ein“, berichtet Jad. „Mein Vater holte mich und meine Mutter heraus. Viele Bilder und Erinnerungsstücke sind verbrannt. Ich hoffe, dass nicht alle meine Spielzeuge kaputt sind.“

Heute lebt Jad mit seinen Eltern in einer Notunterkunft und wird durch die Kirchengemeinde versorgt. KIRCHE IN NOT hilft dabei in vielfältiger Weise.

„Mein Vater bekommt jeden Monat ein Lebensmittelpaket von der Kirche“, erzählt Jad. „Meine Eltern bekommen auch etwas Geld, damit sie die Schulgebühren für mich bezahlen können.“

Unterstützung bei Schulgebühren

Noch wichtiger aber als diese Hilfe ist Jad, dass er in der Kirche Antwort auf seine Fragen bekommt: „Ich habe angefangen, schwierige Fragen zu stellen. Ich fragte, ob Gott wirklich existiert, warum er uns ausgewählt hat, in diesen schwierigen Zeiten zu leben.

Die Kirche antwortet auf diese Frage in der Sonntagsschule und bei einigen Aktivitäten und Spielen. Sie zeigen uns, wie sehr Gott uns liebt.“

Jad Abed aus Aleppo.

Karatschi, Pakistan

Die 11-jährige Dolly Sarwar Bhatti kommt aus Karatschi, der größten Stadt Pakistans. Ihr Heimatland gehört zu den gefährlichsten Brennpunkten der Christenverfolgung weltweit. Ein rigides Blasphemiegesetz stellt jede kritische Äußerung gegen den Islam unter Todesstrafe.

„Christen in Pakistan leben nicht sicher”

Immer wieder kommt es zu Lynchjustiz an Christen; eine Situation, unter der auch Dolly und ihr Bruder leiden: „Christen in Pakistan leben nicht sicher. Deshalb dürfen wir niemals ohne unsere Eltern aus dem Haus. Wir spielen nicht auf der Straße.“

Auch vor der Kirche, die Dolly mit ihrer Familie regelmäßig besucht, stehen immer zwei Aufseher. KIRCHE IN NOT fördert aufgrund der Gefahrenlage in Pakistan ebenfalls Maßnahmen, die der Sicherheit von Gläubigen und kirchlichen Gebäuden dienen.

Außerdem unterstützt unser Hilfswerk den Neubau von Kirchen und religiösen Zentren, christliche Bildungsprogramme und den Unterhalt von Ordensgemeinschaften.

Sicherheitskontrolle vor einer Kirche in Pakistan.
Kinder in einer katholischen Schule in Pakistan.
Pakistanisches Mädchen liest in einer Kinderbibel auf Urdu.
Diskriminierung bereits in der Schule

Trotz ihres jungen Alters hat Dolly in der Schule bereits Diskriminierung erlebt: „Die muslimischen Kinder bezeichnen die christlichen Mädchen als „cheap“ (billig). Sie trinken nicht aus demselben Wasserhahn wie wir und setzen sich nie neben uns.“

Seit einem Jahr jedoch kann sie die Schule gar nicht mehr besuchen: „Mein Vater wurde schwer krank und verlor seine Arbeit. Wir konnten das Schulgeld nicht mehr bezahlen. Das war der traurigste Augenblick in meinem Leben.“ Denn trotz der Schikanen lernt Dolly gern und träumt von ihrem großen Berufswunsch: „Ich möchte gern Flugbegleiterin werden. Ich habe noch Hoffnung, dass mein Leben erfolgreich sein wird, weil ich eine gute Schülerin und Tochter Gottes bin.“

„Ich lese regelmäßig in der Bibel”

Der Glaube an Gott sei in aller Gefahr ihre große Kraft, erzählt das Mädchen: „Ich lese regelmäßig in der Bibel und gehe jeden Nachmittag mit meiner Mutter in die Kirche. Es sind Augenblicke der Freude und des Glücks, weil ich weiß, dass Gott Gutes für uns tut und uns hilft.“

Jeden Tag betet auch die Familie gemeinsam. „Ich spüre, dass Gott uns nie verlassen hat, obwohl wir schwierige Zeiten durchmachen.“ Denn ob sie im nächsten Schuljahr wieder zum Unterricht gehen kann, ist fraglich.

Dass die Politiker in Pakistan nichts unternehmen, um armen Kinder einen Schulbesuch zu ermöglichen, macht Dolly traurig. Auch vermisst sie die Solidarität der Christen in anderen Ländern der Welt. „Ich habe lange geglaubt, dass es im Westen nur Muslime gibt. Denn wenn es dort auch Christen gibt, warum kommen nicht mehr von ihnen, um unsere Not zu lindern?“

„Sobald es zu einer Schießerei kommt, laufen wir in das nächstgelegene Haus. Hier kennt jeder jeden, und so hat auch jeder Verständnis für die Angst, die man in solch einem Moment hat.“

Dolly aus Pakistan.

Rio de Janeiro, Brasilien

Tagtäglich von Gewalt umgeben

Wenn Laís Maria Pereira da Silva von der Gewalt erzählt, die sie tagtäglich umgibt, kann der Gegensatz zum übrigen Erscheinungsbild und Temperament der 12-Jährigen nicht größer sein. Laís ist ein aufgewecktes Mädchen, das es nach eigenen Angaben liebt, „zu laufen und zu tanzen“.

Doch die Gefahr läuft mit: „Immer, wenn wir auf der Straße sind, habe ich Angst, mich oder eine meiner Freundinnen könnte eine Kugel treffen.“

Laís lebt in einen Stadtteil von Río de Janeiro namens „Complexo da Maré“. Er umfasst 17 verschiedene Gemeinden mit insgesamt 130 000 Einwohnern. Eine eigene Stadt in der Metropole – und eines der gefährlichsten Pflaster Ríos. Die Elendsviertel werden von kriminellen Gruppen kontrolliert, die mit Drogenhandel ihr Geld verdienen.

Blick auf Rio de Janeiro mit Christusstatue und dem Zuckerhut im Hintergrund.
Laís Maria Pereira da Silva.
„Wir sind nirgendwo sicher”

Blutige Straßenkämpfe sind an der Tagesordnung – und wehe dem, der unbeteiligt zwischen die Fronten gerät. So wie Laís´ Cousin Ian: „Er spielte gerade im Innenhof unseres Hauses, als plötzlich ein Feuergefecht begann. Er wurde von einem Schuss am Kopf getroffen. Meine Tante lief die Treppen herunter und sah ihren Sohn, der blutüberströmt dalag.“

Der Junge war damals 12 Jahre alt. Mehrere Operationen konnten zwar sein Leben retten, aber seither ist Ian gehbehindert und kann nicht richtig sprechen. Die Erinnerung an jenen Schicksalstag hat der junge Mann verloren – in der Familie jedoch ist alles präsent, ebenso wie die Gewalt nach wie vor überall präsent ist.

„Die Bandenmitglieder eröffnen auf der Straße das Feuer“, erzählt Laís. Dann müssen wir uns auf den Boden werfen – auch wenn wir im Haus sind. Denn wir sind nirgendwo sicher.“

Häufig fällt die Schule aus

Die Gewalt macht für Laís nicht nur den Alltag zum Überlebenskampf, sondern verdüstert auch ihre Zukunft. Denn aus Sicherheitsgründen muss der Unterricht oft ausfallen. Dennoch träumt Laís davon, eines Tages Medizin zu studieren. „Ich will anderen Menschen helfen und dazu beitragen, dass meine Familie in ein besseres Viertel umziehen kann – mit Gottes Hilfe.“

Um den Beistand und die Barmherzigkeit Gottes erfahrbar zu machen, unterstützt KIRCHE IN NOT die Arbeit verschiedener Missionsgemeinschaften, die sich der Menschen in den Elendsvierteln annehmen. Eine davon ist die „Allianz der Barmherzigkeit“ mit über 2000 Freiwilligen und rund 350 Sozialarbeitern.

Eine solche „Lektion der Barmherzigkeit“ erteilt auch die 12-jährige Laís. Der Glaube gebe ihr und ihrer Familie Kraft und einen Blick für die Nöte der anderen Menschen, obwohl alles um sie herum „zum Verzweifeln“ sei. „Selbst mitten in einem Schusswechsel kann man einen ,kugelsicheren Glaubenʼ bewahren und für andere ein Zeichen der Hoffnung sein.“

Kleiner Junge aus Brasilien.
„Viele Menschen sitzen weinend in einer Kirchenbank oder vor dem Portal. Sie bekommen erst mal kein Wort heraus – so groß sind ihre Sorgen“, erzählt Esteban Galvis.

Er ist Pfarrer der Gemeinde „Unsere Liebe Frau von Lourdes“ in Aguas Calientes, einem Stadtteil von Ureña im Nordwesten Venezuelas. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer zum Rio Táchira, der die Grenze nach Kolumbien markiert.

In der aktuellen Krise, die Venezuela heimsucht, ist Aguas Calientes deshalb für viele Menschen zum letzten Stopp geworden, ehe sie ihre Heimat verlassen. Eine stetig ansteigende Inflation, politische Unsicherheit und Armut lassen ihnen kaum andere Wahl.
Esteban Galvis, Pfarrer der Gemeinde „Unsere Liebe Frau von Lourdes“ in Aguas Calientes.
Marktszene an der Grenze von Venezuela und Kolumbien.
An der Grenze von Venezuela nach Kolumbien.
Gottesdienst in der Kirche von Aguas Calientes.
Mann am Straßenrand in Venezuela.

Einer jüngsten Einschätzung des Internationalen Währungsfonds zufolge könnte die Inflationsrate in Venezuela bis Jahresende bei einer Million Prozent liegen. Die Opposition wirft Präsident Nicolás Maduro vor, den Ernst der Lage zu ignorieren und eine Diktatur zu errichten.

Kritiker, darunter auch Kirchenvertreter, würden systematisch verfolgt. Maduro beschuldigt hingegen seine Gegner, mit Hilfe der USA einen Umsturz im Land vorzubereiten.

Trotz all dieser Probleme und der zunehmenden Unsicherheit – der Abschied von der Heimat schmerzt, wie Pfarrer Galvis jeden Tag erlebt: „Die Menschen sind so traurig, weil sie Venezuela verlassen müssen.

„Die Menschen sehen keine Zukunft in Venezuela”

Sie sorgen sich um ihre Angehörigen. Aber sie sehen keine Zukunft, weil sie nicht mehr zu essen haben oder lebensnotwendige Medikamente hier nicht mehr zu bekommen sind.“

Der Priester und ehrenamtliche Helfer gehen täglich mehrmals durch die Kirche oder lesen auf dem Vorplatz gestrandete Menschen auf. Hinter vielen von ihnen liegen tagelange Strapazen – und oft ist kurz vor der Ausreise auch erst einmal Schluss.

Kolumbien hat wiederholt die Grenze vor dem Flüchtlingsansturm dichtgemacht. Oft fehlt auch das Geld für die Ausreiseformalitäten. So wie bei Juan Carlos und seiner Frau, deren Geschichte sich dem Geistlichen besonders eingebrannt hat: „Sie saßen weinend vor der Kirche. Das Geld zur Weiterreise war ihnen ausgegangen. Sie hatten buchstäblich nur noch das, was sie am Leib trugen.“

Die Inflation zehrt alles auf

Galvis lud sie ein, bei ihm zu essen. Dabei hat er selber kaum etwas. Er bekommt einen geringen Lohn von seiner Diözese, doch die Inflation zehrt alles auf. „Wir sind hier selber Arme, die Arme versorgen“, sagt der Priester. „Oft kann ich nur ein Glas Limonade anbieten.“

Die ständig ansteigende Inflation machten es zum Beispiel unmöglich, allen Auswanderern regelmäßig eine warme Mahlzeit anzubieten oder eine medizinische Versorgung aufrecht zu halten. Doch auch das Wenige wird für viele Auswanderer zum Segen, so auch für Juan Carlos und seine Frau. Ein Gemeindemitglied erklärte sich bereit, den Beiden Obdach zu geben. Und dort sind sie bis heute geblieben.

Pendeln zwischen Kolumbien und Venezuela

Jeden Tag pendelt Juan Carlos über die Grenze nach Kolumbien, verdient dort den Lebensunterhalt für sich und seine Frau. Sie sparen für die Ausreise.

Viele Auswanderer kämen auch von sich aus auf den Priester zu, erzählt Galvis. Dabei gehe es ihnen aber nicht um Essen oder ein Bett: „Viele kommen her, um vor der Auswanderung zu beichten und sich in Gottes Hand zu begeben.“

Überhaupt seien das Gebet und die Seelsorge die wichtigsten Werkzeuge in dieser angespannten Situation, ist der Pfarrer überzeugt: „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen im Licht des Wortes Gottes zu trösten.“ Dazu gehöre neben der karitativen Hilfe auch die geistliche Betreuung.

Galvis veranstaltet deshalb Tage der Eucharistischen Anbetung in seiner Pfarrkirche und hat zusammen mit Katecheten Seelsorgeangebote rund um die Uhr eingerichtet. Das Engagement der Gemeindemitglieder sei vorbildlich, erzählt der Pfarrer stolz. Bei einer Versammlung mit dem zuständigen Bischof von San Cristóbal hätten die Gemeinden im Grenzgebiet ihre besondere Verpflichtung in der Sorge um die Auswanderer erneuert.

„Wir machen auf jeden Fall weiter – auch wenn es nicht genug für alle gibt“, erklärt Galvis. „Aber was wir immer geben können, ist unser Trost für die Menschen, die hierherkommen und leiden. Gott ist unsere einzige Kraft.“

Angesicht der jüngsten Eskalationen bei Massenprotesten in Nicaragua hat sich der Erzbischof der Hauptstadt Managua, Leopoldo José Kardinal Brenes Solórzano, an die Weltöffentlichkeit gewandt. Er schreibt an KIRCHE IN NOT: „Üben Sie Druck auf die Regierung von Präsident Ortega aus, damit sie die Bevölkerung und die Kirchenvertreter wieder respektieren.“

Solórzano berichtet zudem über die angespannte Situation in Masaya. Die 30 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegene Stadt gilt als Symbol des Widerstands gegen Präsident Daniel Ortega. Seit 17. Juli wird sie von mehr als tausend Soldaten und Polizisten belagert. „Die Stadt steht unter Kugelhagel“, berichtet der Kardinal. Über die Zahl der Verletzten lägen noch keine Angaben vor; glücklicherweise seien bislang aus der Stadt noch keine Todesopfer vermeldet worden.
Bei einer Katechese in Nicaragua.
Bei einer Katechese in Nicaragua.
Gottesdienst im Freien in Nicaragua.

Der Kardinal rief die Bevölkerung auf, nicht auf die Straße zu gehen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Im ganzen Land haben auch viele Kirchen ihre Türen für die Demonstranten geöffnet. „Wir haben den Aufruf von Papst Franziskus befolgt, Feldlazarett für die Verwundeten zu sein“, sagte Solórzano.

Massenproteste gegen die Regierung

Ziel sei es ebenso gewesen, die paramilitärischen Truppen einzudämmen und zu vermitteln. „Das hat der Regierung nicht gefallen. Die Unterdrückung richtet sich nun offen gegen die Kirche“, so der Kardinal.

Seit April gibt es in Nicaragua Massenproteste gegen die Regierung unter Präsident Daniel Ortega. Er gehört der Partei der Sandinisten an, die aus einer Guerillaorganisation hervorgegangen ist. Diese hatte 1979 die Diktatur des Somoza-Clans gestürzt. Ortega hatte von diesem Zeitpunkt das Präsidentenamt inne.

Nach einer Wahlniederlage 1990 regiert er seit 2006 mit weitreichenden Vollmachten. Kritiker werfen Ortega Günstlingswirtschaft, Gewaltanwendung und Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor.

Gottesdienst in Nicaragua.
Leopoldo José Kardinal Brenes Solórzano, Erzbischof von Managua/Nicaragua (Foto: Erzdiözese Managua/Lazaro Gutierrez Bolano).

Die Demonstranten fordern neben sozialen Reformen den Rücktritt Ortegas. Die Regierung lehnte dies ab und setzte Polizei und Militärs gegen die Protestierenden ein. Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden landesweit bereits 300 Menschen getötet.

Gewalt gegen Bischöfe und Priester

Die katholische Kirche in Nicaragua hatte im Rahmen eines „Nationalen Dialogs“ zu vermitteln versucht und vorgezogene Neuwahlen vorgeschlagen. Die Antwort waren Gewalt gegen Bischöfe und Priester von Seiten der Regierungsanhänger. In einer Ansprache zum Jahrestag der Revolution in Nicaragua hatte Präsident Ortega die Kirche „als Handlanger der Putschisten bezeichnet“.

Aufsehen erregten zwei Vorfälle: Am 9. Juli wurden Kardinal Solórzano, der Apostolische Nuntius in Nicaragua, Erzbischof Waldemar Stanislaw Sommertag, und der Weihbischof von Managua, José Silvio Báez Ortega, beim Besuch in einem Wallfahrtsort von Paramilitärs angegriffen und verletzt.

Auch anderen Bischöfen sei es Solórzano zufolge bereits so ergangen. Am 14. Juli beschossen Militärs eine Kirche in Managua, in der Protestierende Zuflucht gesucht hatten. Zwei Studenten wurden dabei getötet und Dutzende verletzt.

„Es ist eine sehr schwierige Zeit für die Menschen in Nicaragua“, sagte Solórzano gegenüber KIRCHE IN NOT.

Er rief die Katholiken weltweit deshalb dazu auf, eine „Gebetskette für unser leidendes Land zu bilden“ und die Arbeit der Priester durch Mess-Stipendien zu unterstützen.

Viele Geistliche seien dazu gezwungen, die heilige Messe unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu feiern. „Sie haben keinerlei Einkünfte für ihren Lebensunterhalt, mit dem sie auch die arme Bevölkerung unterstützen. Die Hilfe ist geistlich wie materiell wichtig. Denn niemand weiß, wie es in Nicaragua weitergeht.“

„Mit Sicherheit fordert die Evangelisierung im neuen Jahrtausend von uns mehr Kreativität und Präsenz.“ Das schreibt uns der Vizeprovinzial der Kapuziner, Frei Paulo Xavier Ribeiro, aus dem Amazonasgebiet.

Präsent zu sein ist aber eine echte Herausforderung in dieser Region am Oberen Amazonas im Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien. Von der Regierung ist diese Region mit vielen Volksstämmen kaum beachtet, weswegen Korruption und Drogenhandel an der Tagesordnung sind.

Denn eines muss man wissen: Straßen gibt es keine hier. Die Menschen leben entweder in der Stadt (so wie in Manaus) oder entlang des Amazonas und seiner Nebenflüsse, wie dem Jacuraçá, dem Acuruí und dem Içá, die alle schiffbar sind.
Frei Gino Alberati auf dem Weg in ein Tikuna-Dorf im Urwald.
Blick auf den brasilianischen Urwald in der Nähe von Manaus.
Frei Gino vor dem Boot, das auf dem Fluss Ica unterwegs ist.
Zwei Kinder aus der Volksgruppe der Tikuna.

Auch in der Pfarrei Santo Antônio de Lisboa, deren Zentrum die Stadt Santo Antonio do Içá (17.000 Einwohner) ist, am Zusammenfluss des Rio Içá und des Rio Solimões und in der Pfarrei Belém do Solimões ist es undenkbar, Seelsorge und Mission zu betreiben, ohne mobil zu sein.

Betreuung von 34 Gemeinden am Fluss

Von Santo Antônio aus betreuen die Kapuziner neben der Arbeit in der Stadtgemeinde auch 34 Flussufergemeinden entlang des Rio Içá und weitere sechs Gemeinden entlang des Rio Solimões. Zwölf von ihnen sind rein indigene Siedlungen der Tikuna, die hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben.

Auch von Belém, dem Zentrum mit den meisten Tikunasprechenden, werden die Flussgemeinden versorgt. Seelsorge brauchen sie alle, aber besonders die Tikuna benötigen auch Unterstützung und Entwicklungshilfe im Bereich der medizinischen Versorgung, in der Verbesserung der Landwirtschaft und Bildung.

Und hier kommt die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT ins Spiel. Denn sie soll den Kindern der Tikuna in der eigenen Sprache das Wort Gottes näherbringen. Seit 2006 arbeiten die Kapuziner mit den Tikuna, die ihre Sprache und Kultur pflegen, aber auch der Kirche gegenüber aufgeschlossen sind.

10 000 Exemplare der Kinderbibel

Etwa 50 000 Sprecher gibt es heute, die meisten in der Diözese Alto Solimões sowie in den angrenzenden beiden Ländern. Eine ganze Reihe von ihnen lebt auch in den Randgebieten von Manaus. Die wichtigsten Gebete, Teile der heiligen Messe und zahlreiche Gesänge sind schon in die Sprache der Tikuna übersetzt.

Ebenso haben die Kapuziner Lehrvideos in Tikuna zu Themen wie Kirche, Sakramente, Berufung, Rosenkranz, Ehevorbereitung, Zehnt­abgabe u. ä. produziert. Katechetisches Material für die Kinder fehlt aber noch ganz.

KIRCHE IN NOT unterstützt deshalb die Übersetzung der bewährten Kinderbibel, die von den Kapuzinern in Zusammenarbeit mit dem Indigenen Antelmo Pereira Ângelo gerade erarbeitet worden ist. 10 000 Büchlein sollen dann für die Kinder der Tikuna gedruckt werden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um vor allem verfolgten Christen weiterhin beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden

Mexiko ist ein Land der Gegensätze: Einige Gebiete sind beliebte Urlaubsziele, zugleich ist das Land jedoch Opfer eines blutigen Drogenkrieges und Schauplatz von Entführungen, Erpressungen, Raubüberfällen und Morden. Auch die katholische Kirche ist davon betroffen: In keinem anderen Land der Welt werden Jahr für Jahr so viele katholische Priester ermordet wie in Mexiko.

2017 waren es vier Priester. Zwei von ihnen wurden Opfer eines Entführungsversuchs, die zwei anderen starben bei Bombenangriffen auf die Kathedrale von Mexiko-Stadt beziehungsweise auf die Büros der Mexikanischen Bischofskonferenz.
Taufe in Mexiko.
Gottesdienst in Mexiko.
Gottesdienst unter freiem Himmel in Mexiko.
Kapuziner-Klarissen aus Mexiko.

Hinzu kommen Hunderte Drohungen und Erpressungen, die Priester und Bischöfe erleiden. Allein in 2017 waren es 884 Fälle. In 80 Prozent der Fälle von ermordeten Priestern wurde Folter angewendet. Von 1990 bis 2017 wurden ein Kardinal, 47 Priester, ein Diakon, vier Ordensleute, neun Laien im Dienst der Kirche und eine katholischen Journalistin ermordet.

Aufstrebendes Schwellenland und große Armut

Auch wirtschaftlich ist Mexiko ein Land mit großen Gegensätzen: So ist es einerseits ein aufstrebendes Schwellenland, andererseits lebt fast die Hälfte der Bevölkerung in Armut.

In einigen extrem armen Gebieten des Landes mit indigener Bevölkerung sind 18 Jesuitenpatres tätig. Sie verkünden die Frohe Botschaft unter den Ärmsten der Armen und sind dabei selbst arm. Die Gläubigen teilen mit ihnen ihre kargen Speisen, aber damit können sie nicht ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten.

Daher sind sie dankbar für Mess-Stipendien im Wert von 14.490 Euro, die Wohltäter von KIRCHE IN NOT ihnen gespendet haben.

„Mit ihrer Hilfe gesegnet, können wir weiterhin das Evangelium verkünden und diesem Volk Gottes besser dienen, das zwar des materiellen Wohlstandes entbehrt, dafür aber eine erstaunliche geistliche Kraft hat, die die ganze Kirche nährt“, schreibt Pater José Francisco Magaña Aviña, der Provinzial der Jesuiten in Mexiko.

Helfen Sie der Kirche in Mexiko

KIRCHE IN NOT steht den lebendigen, aber armen katholischen Gemeinden Mexikos zur Seite.

Unser Hilfswerk fördert die Arbeit der Klöster, unterstützt mit Mess-Stipendien den Lebensunterhalt der Priester und die Ausbildung von Seminaristen und stellt Fahrzeuge für die Seelsorge in entlegenen Gebieten zur Verfügung. Außerdem unterhält KIRCHE IN NOT ein eigenes Länderbüro in Mexiko-Stadt.

Um weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden.

Die Welt ist im Fußballfieber. Die Weltmeisterschaft findet noch bis zum 15. Juli 2018 in Russland statt. KIRCHE IN NOT und die Projektpartner in über 140 Ländern organisieren jeden Tag „eine Weltmeisterschaft“ der Hilfe, der Solidarität und des Glaubens – dank der Hilfe unserer Wohltäter!

Verfolgte und notleidende Christen weltweit brauchen unsere Hilfe. Unter ihnen sind auch viele Nationen, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen – zum Beispiel Nigeria, Mexiko, Kolumbien, Ägypten, Serbien und andere mehr.
Fußballmannschaft eines Priesterseminars aus der Demokratischen Republik Kongo.
Junge mit Fußball
Fußballer in der Ukraine.
Fußball bringt zusammen.
Hoffnung auf eine friedliche Zukunft: Fußballturnier in Karakosch in der Ninive-Ebene im Irak.

In vielen Ländern leiden Christen unter Verfolgung und Terror, Armut und Diskriminierung.

Sie sollen nicht zu den Verlierern gehören!

In den nächsten WM-Wochen stellen wir hier einige Beispiele unserer Arbeit vor. Das gilt erst recht für die Länder, in denen Kinder in Trümmern und Elend Fußball spielen – vor allem in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten.

KIRCHE IN NOT hilft, damit Wunden des Krieges heilen können und die Menschen eine Zukunft in Ihrer Heimat haben. Ein besonders enges Band verbindet KIRCHE IN NOT auch mit dem WM-Gastgeber Russland. In der Zeit des kommunistischen Terrors schlug unser Gründer, Pater Werenfried van Straaten, eine Brücke der Solidarität über Mauern und Stacheldraht.

Brücke der Solidarität

Viele Bischöfe, Priester und Laien verschwanden spurlos in Gulags und Gefängnissen. Christen konnten vielfach nur heimlich die Messe feiern. KIRCHE IN NOT sicherte ihr Überleben. Nach dem Ende der Sowjetherrschaft nahm unser Gründer auf Wunsch des heiligen Papstes Johannes Paul II. auch die russisch-orthodoxe Kirche in die Hilfe von KIRCHE IN NOT auf. Und wieder entstanden Brücken der Ökumene, des Glaubens und des Neuanfangs aus materiellen wie moralischen Trümmern.

Mit dem historischen Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill im Februar 2016 ging auch für KIRCHE IN NOT ein Traum in Erfüllung. Die Zusammenarbeit wurde intensiviert, zum Beispiel im Einsatz für das Leben oder beim Wiederaufbau in den kriegsgeplagten Irak und Syrien.

Neues „Fairplay“ – allen Gegensätzen und weltpolitischen Fouls zum Trotz – damit der Glaube gewinnt, weltweit! Helfen Sie mit!

Laut dem aktuellen Bericht von Caritas Venezuela sind die Lebensmittelpreise aufgrund der Inflation im Jahre 2017 um mehr als 1300 Prozent gestiegen. Der Internationale Währungsfonds schätzt die Inflation in Venezuela für das Jahr 2018 sogar auf 13 000 Prozent. Sie ist damit die höchste weltweit. Zu der schwierigen Wirtschaftslage kommt die politische Krise hinzu.

Die Regierung hat für den kommenden Sonntag Präsidentschaftswahlen angesetzt. Maria Lozano von KIRCHE IN NOT International hat mit Jorge Kardinal Urosa, dem Erzbischof von Caracas, über die bevorstehenden Wahlen und die Lage in Venezuela gesprochen.
Wahlplakate an einer Straße in Venezuela.
Junge Erwachsene aus Venezuela.
Betende Frau in einer Kirche in Venezuela.
Die Inflation steigt. Es fehlt an Strom und Wasser. Die Menschen können sich kaum noch Lebensmittel leisten.
MARIA LOZANO: Die Wahlen waren für Oktober oder Dezember 2018 vorgesehen und wurden auf den 20. Mai vorverlegt. Die Opposition kritisierte, dass es an Zeit fehle, um den Wahlkampf zu organisieren, und rief zur Stimmenthaltung auf. Wie beurteilen Sie die Verschiebung des Wahltermins?

JORGE KARDINAL UROSA: Meiner Meinung nach ist das Vorziehen der Präsidentschaftswahlen auf den 20. Mai eine Ungerechtigkeit gegenüber den politischen Rechten der venezolanischen Bürger.

Wir haben das Recht, frei und unter angemessenen Bedingungen zu wählen. Die Wahlen müssen durchführbar und demokratisch sein. Außerdem müssen die Wahlen im letzten Vierteljahr des Jahres angesetzt werden, wie dies in der Verfassung vorgesehen ist.

Zurzeit scheint die Opposition nicht sehr aktiv zu sein. Es findet vor der Wahl keine wirkliche Mobilisierung statt. Venezuela scheint unter Schock zu stehen. Ist dies so?

Im vergangenen Jahr starben 140 Personen bei der Niederschlagung von Protestmärschen. Manchmal hatten die Opfer jedoch noch nicht einmal mit den Protesten zu tun.

Es gibt ein Video, in dem eine Frau eine Straße entlanggeht, ohne an den Märschen teilzunehmen; als sie sich von der Menge entfernt, hört man plötzlich einen Schuss. Tödlich getroffen fällt sie hin. Dies hat mich erschüttert.

„Wahlen werden sozialen Notstand nicht lösen”

Wir stehen unter Schock. Man könnte denken, dass sich das Böse ungehindert ausbreite und es egal sei, ob nun Kinder sterben oder jemand sich ergibt und dennoch umgebracht wird. Angesichts von so viel Leid sind die Menschen mutlos.

Die Presseerklärung der Bischofskonferenz spricht auch von einer Unrechtmäßigkeit der Wahlen …

Diese Wahlen werden das Problem des sozialen Notstands nicht lösen, und deshalb sind sie nicht rechtmäßig. Man müsste diese Wahlen verschieben, da sie wirklich weder legitim noch demokratisch sind.

Ist die Kirche die einzige Einrichtung in Venezuela, die ihre Stimme erhebt?

Nein. Es gibt viele Gruppen, die nicht damit einverstanden sind und das Wort ergreifen, wie zum Beispiel politische Gruppen oder die Nationalversammlung. Erstere sind sehr zersplittert und geschwächt und werden bedroht. Bei der Kirche ist die Wirkung vielleicht größer, da das Vertrauen der venezolanischen Gesellschaft in die Bischöfe stark ist.

Manche Beobachter sind der Meinung, dass die Wahlen vorgezogen wurden, da die ökonomische Lage des Landes am Ende ist. Ist dies einer der Gründe?

Das weiß ich nicht. Was ich hingegen weiß, ist, dass die venezolanische Realität erbärmlich ist: Der Mangel an Medikamenten und Infusionen ist groß, einschließlich der Gesundheitsfürsorge in den Krankenhäusern, der Mangel an Lebensmitteln und die hohen Preise dafür, das Transportproblem, der Mangel an Bargeld …

Es mangelt an allem Lebensnotwendigen

Ein Kilogramm Fleisch oder Milchpulver kostet den Mindestlohn. Wer kann sich dies leisten? Wie ist es möglich, dass es in einem Land kein Geld gibt? Das zerstört jedes Wirtschaftssystem. Seitens der Bischofskonferenz von Venezuela haben wir unsere Stimme erhoben, um diesen sozialen Notstand beziehungsweise die humanitäre Krise, die in unserem Land herrscht, anzuprangern.

Es fehlt an Strom und Wasser. Niemand hat sich darum gekümmert, die Strukturen und die Instandhaltung von Systemen aufrechtzuerhalten. Es ist schrecklich, dieses Land in Trümmern zu sehen.

Jorge Kardinal Urosa, Erzbischof von Caracas.
Caritas International spricht von mehr als vier Millionen Menschen, die das Land verlassen haben. Das wäre mehr als zehn Prozent der Bevölkerung …

Ja, es gibt diesen Exodus, weil es keine Zukunft gibt. Die Situation ist dramatisch. Momentan haben praktisch alle venezolanischen Familien einen Angehörigen, der im Ausland lebt.

Viele Menschen verlassen das Land

Dieser Exodus betrifft auch die Kirche. Zum Beispiel hier in der Erzdiözese Caracas haben schon vier ständige Diakone das Land aus familiären Gründen verlassen. Es gibt auch viele Kongregationen, die ihre Ordensschwestern außer Landes bringen, da sie keine Mittel für ihre Ernährung oder medizinische Betreuung haben.

Was wäre nötig, um Venezuela aus dieser schlimmen Lage herauszuhelfen?

Es ist schwierig, diese Situation zu ändern. Wie kann es eine Veränderung geben, wenn die Regierung praktisch die ganze Staatsgewalt innehat?

Es gibt zwar die Nationalversammlung, aber sie ist praktisch außer Kraft gesetzt, so wie man auch die politischen Parteien für nichtig erklärt hat.

Andererseits könnte man sagen, dass es eine „Hypothek“ von Venezuela im internationalen geopolitischen „Spiel“ gibt. Das Land hat die Zusammenarbeit mit einigen Ländern aufgegeben und ist strategische Allianzen mit anderen eingegangen, vor allem wenn es um Bergbau und Erdöl geht.

Im Süden von Venezuela gibt es Diamantenminen, Gold und Koltan. Im Übrigen ist die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt und die unkontrollierte Ausbeutung ein anderes, besorgniserregendes Thema.

Das Land ist Teil des internationalen geopolitischen und ökonomischen Spiels. Dies macht es noch schwieriger. Aber wir dürfen nicht aufhören, für unser Land zu beten und eine friedliche Lösung zu ersehnen.

Jedes Jahr gibt die kubanische Bischofskonferenz mit der Unterstützung von KIRCHE IN NOT einen liturgisch-katechetischen Kalender heraus. Für viele Menschen in allen Diözesen des Landes ist er zu einem unentbehrlichen Begleiter durch das Jahr geworden ist.

Die Kirche hat in Kuba nur in sehr begrenztem Umfang Zugang zu den Kommunikationsmitteln. Somit sind diese Kalender ein wichtiges Medium für die Neuevangelisierung. Nicht nur unter Katholiken ist die Nachfrage groß, sondern der Kalender ist auch bei Menschen beliebt, die sonst keinen Kontakt mit der Kirche haben.
Für den Kalender 2018 war ein Poster des Heiligsten Herzen Jesu beigefügt.
Der beliebte Kalender hängt nicht nur in Privathäusern in Kuba, sondern auch in Krankenhäusern oder Behörden.
Zwei Frauen aus Kuba schauen sich den neuen Kalender an.

Jedes Jahr ist der mit zahlreichen farbigen Abbildungen ausgestattete Kalender einem anderen Thema gewidmet. Er enthält zudem auch Gebete sowie wichtige Botschaften des Papstes und der Bischöfe.

Es gibt außerdem viele Bilder, und natürlich werden die katholischen Feste und Heiligengedenktage markiert. Auf diese Weise werden die Leser durch das Kirchenjahr geführt.

Kalender mit vielen Bildern

Der Vorteil eines Kalenders besteht darin, dass er auch von Menschen genutzt wird, die sich keine Bücher leisten können oder aufgrund ihres Bildungsstandes eher wenig lesen. Zudem eignen sich die Heiligenbilder dazu, dass die Menschen sie, wenn der Kalender abgelaufen ist, ausschneiden und an die Wand hängen.

In diesem Jahr war dem Kalendern als besonderes Extra ein Poster des Heiligsten Herzens Jesu beigelegt, das die Gläubigen in ihren Häusern aufhängen können. Für die kubanische Bischofskonferenz ist dieser farbige Kalender ein wichtiges Mittel, den Glauben in den Familien lebendig zu erhalten. Durchschnittlich erreicht jeder dieser Kalender in einer Familie fünf Personen.

Aber er hängt nicht nur in Privathäusern oder im kirchlichen Umfeld, sondern auch in Kliniken, Krankenstationen und Behörden. Vor einigen Jahren hing er sogar in der Kulisse einer nationalen Seifenoper, die im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 30.000 Euro ermöglicht haben, konnten über 400 000 Exemplare gedruckt werden. Unzählige Menschen freuen sich nun darüber, dass sie auch im Glauben durch dieses Jahr begleitet werden.

Die 26 Priester der Diözese Wabag sind dankbar für die 2025 Mess-Stipendien unserer Wohltäter. Bischof Arnold Orowae hatte uns um Hilfe gebeten, denn die Diözese ist arm, und die Priester müssen neben ihrem priesterlichen Dienst noch durch landwirtschaftliche Arbeit zu ihrem Lebensunterhalt beitragen.

Dabei betreuen die Priester riesige Pfarreien mit zahlreichen Außenstationen im nur schwer zugänglichen Bergland. Die Straßen, auf denen sie weite Wege zurücklegen müssen, sind oft kaum passierbar. Dennoch betreuen sie die 75 000 Gläubigen der Diözese unermüdlich.
Bischof Arnold Orowae feiert mit vielen Priestern einen Gottesdienst.
Prozession in Papua-Neuguinea.
Bei einem Gottesdienst in Papua-Neuguinea.

Sie besuchen kranke Menschen, beraten und begleiten Familien, besuchen die Außenstationen, um die Sakramente zu spenden, erteilen Religionsunterricht und feiern die heilige Messe in Schulen. Außerdem veranstalten sie Besinnungstage für Jugendliche, Kinder, Ministranten und Katecheten.

Seit dem von Papst Franziskus ausgerufenen „Jahr der Barmherzigkeit” im Jahr 2016 ist auch die Zahl derjenigen gestiegen, die das Sakrament der Buße empfangen wollen. So verbringen die Priester auch viel Zeit mit Beichtehören.

Priester sind unermüdlich unterwegs

Ebenfalls wird die eucharistische Anbetung vielerorts stärker gepflegt. Die Feiertage werden festlich begangen. So wird das Patronatsfest der jeweiligen Pfarrei mit einer Novene vorbereitet. Im Rosenkranzmonat Oktober gibt es Prozessionen in allen Ortschaften, in denen es eine Kapelle gibt. Die Priester sind also unermüdlich unterwegs.

Die Mess-Stipendien unserer Wohltäter sind den Priestern eine unschätzbare Hilfe. Obwohl eine heilige Messe nicht „bezahlt“ werden kann, hat es in der Kirche eine lange Tradition, Priestern für die Feier der heiligen Messe in einer bestimmten Intention, beispielsweise für einen Verstorbenen, eine Gabe zu spenden.

Sie ist keine reine „Vergütung“, sondern ein Zeichen der Liebe und der Dankbarkeit seitens der Gläubigen.

Bischof Arnold Orowae schreibt uns: „Alle meine Priester sind glücklich über die Mess-Stipendien, die sie erhalten haben, und feiern die heilige Messe mit Freude in den Anliegen derjenigen, die sie gestiftet haben.“

Mehr als eine Hilfe für den Lebensunterhalt

Die Mess-Stipendien kommen nicht nur dem jeweiligen Priester selbst für seinen Lebensunterhalt zugute, sondern sie helfen ihm auch dabei, für einige der Bedürfnisse seiner Pfarrei aufzukommen. Beispielsweise kann er mit dem Geld Hostien und Messwein kaufen oder dafür sorgen, dass die Kapellen in den abgelegenen Dörfern würdiger ausgestattet oder besser erhalten werden.

Die drei Kapuziner in der Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Humaità mitten im brasilianischen Urwald (etwa 550 Kilometer südlich von Manaus) freuen sich über ein neues Fahrzeug.

Ihre Pfarrei erstreckt sich über ein riesiges Gebiet. Bis zu 300 Kilometer müssen die Kapuziner zurücklegen, um ihre Gläubigen zu besuchen. Aber nur 30 Kilometer der Straße sind asphaltiert, die restlichen Straßen sind nicht ausgebaut und werden durch Regenfälle zu Schlammpisten.
Nur wenige Kilometer Straße sind in der Umgebung asphaltiert.
Das neue Fahrzeug für die Kapuziner.
Die Kapuzinerpatres freuen sich über den neuen Wagen für Ihre Arbeit und danken allen Wohltätern, die die Anschaffung ermöglicht haben.

Dennoch bemühten sich die Ordensmänner, jeden Ort einmal im Monat aufzusuchen. Nur eine Ortschaft mit 6000 Gläubigen konnte zweimal monatlich besucht werden. Dies ist aber viel zu wenig, denn Sekten breiten sich in dem Gebiet aus.

Um zu den Gläubigen gelangen zu können, ist ein zuverlässiges und solides Fahrzeug notwendig. Der alte Wagen der Kapuziner war jedoch in einem erbärmlichen Zustand. Er verbrauchte immer mehr Treibstoff und war den schlimmen Straßenverhältnissen nicht mehr gewachsen.

„Instrumente der Hoffnung in abgelegenen Orten”

Daher hatten sich die Ordensmänner mit der Bitte um Hilfe an KIRCHE IN NOT gewandt. Unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen, und so haben sie nun endlich einen neuen Wagen. 10.800 Euro haben unsere Wohltäter gespendet, um ihnen zu helfen.

Bruder Carlo Maria Chistolini schreibt uns im Namen seiner Mitbrüder und seiner Gläubigen: „Wir danken für die großartige Unterstützung. Die Gläubigen erwarten den Besuch der Brüder mit großer Freude.

In diesen abgelegenen Orten werden die Brüder zu Instrumenten der Hoffnung und tragen zur Entwicklung des Gemeindelebens bei. Die Pastoralbesuche bringen durch das Wort Gottes und die Sakramente Licht und verleihen dem leiderfüllten Leben der Menschen Sinn, so wie der Sauerteig den Teig durchdringt.

Möge Gott auf die Fürsprache der Jungfrau Maria und des heiligen Franz von Assisi hin Ihr Werk KIRCHE IN NOT und alle Wohltäter weiterhin in Ihrer großartigen Mission segnen.“

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um vor allem verfolgten Christen weiterhin beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden.

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